Erster Spatenstich für das Windrad im Styrumer Ruhrbogen

Inbetriebnahme ist für Frühjahr 2018 geplant

Fünf Millionen Kilowatt/Stunde (kWh) grüne Energie jährlich

Für den Energiepark Styrumer Ruhrbogen hat die praktische Umsetzung begonnen. „Der Bau der Windenergieanlage hier auf der Deponie ist ein wichtiger Baustein beim Ausbau der dezentralen Energieerzeugung in unserer Stadt“, betonte Oberbürgermeister Ulrich Scholten. Das Windrad vom Typ E-82 des Herstellers Enercon mit 2,3 MW Nennleistung und einer Gesamthöhe von 150 Meter wird jährlich circa 5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Damit können rund 2.000 Drei-Personen-Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgt werden – das trägt zu einer Vermeidung von 5.500 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr bei. Für die gebotene Wirt-schaftlichkeit wurden eine ganzjährige Windmessung und zwei unabhängige Ertragsgutachten erstellt. Die Bürger der Stadt Mülheim erhalten die Möglichkeit, sich an dem Windrad zu beteiligen. Eine entsprechende Internet-Plattform ist im Aufbau.

Erster Spatenstich für die Windenergieanlage im Energiepark Styrumer Ruhrbogen auf der Deponie am Kolkerhofweg. (v.l.) Bernhard Albers, Stephan Dohe (Gelsenwasser), Oberbürgermeister Ulrich Scholten, Volker Weißhuhn (medl) und Umweltdezernent Peter Vermeulen. 08.11.2017 Foto: Walter Schernstein

Erster Spatenstich für die Windenergieanlage im Energiepark Styrumer Ruhrbogen auf der Deponie am Kolkerhofweg. (v.l.) Bernhard Albers, Stephan Dohe (Gelsenwasser), Oberbürgermeister Ulrich Scholten, Volker Weißhuhn (medl) und Umweltdezernent Peter Vermeulen.

Foto: Walter Schernstein

Die Energiepark Styrumer Ruhrbogen GmbH (ESR) als gemeinsame Gesellschaft der medl (50,1 %) und der Gelsenwasser (49,9 %) hat das Windrad projektiert. „Wir freuen uns, dass wir nun hier am Standort Kolkerhofweg mit den Vorbereitungen zum Bau der Anlage starten können“, so ESR-Geschäftsführer Volker Weißhuhn. „Alle notwendigen Genehmigungen und Gutachten auch für den Transport der Anlagenteile liegen vor, so dass wir parallel zum Fundamentbau die Transportstrecke einrichten“, erläutert Stephan Dohe, ebenfalls ESR-Geschäftsführer.

Was passiert in den nächsten Wochen?
Um die Boden-Standfestigkeit für das Windrad auf der Deponie sicher zu stellen, wird zunächst mit einem Rüttelstopfverfahren der Untergrund verdichtet. Der Bau des Fundaments folgt bis Jahresende. Für den Netzanschluss am Einspeisepunkt Raffelbergbrücke werden parallel rund zwei Kilmeter Kabel umweltschonend im Spülbohrverfahren verlegt. Mit dem Turmbau und der Anlagenmontage wird Anfang nächsten Jahres begonnen. Die Anlieferung der Anlagenteile erfolgt durch den Hersteller Enercon aus Aurich über die A40/Abfahrt Duisburg-Kaiserberg. Die Inbetriebnahme der Windenergieanlage ist bis Ende März vorgesehen. Ab diesem Zeitpunkt produziert das Windrad die erste Kilowattstunde grüne Energie für Mülheim.


Stand: 09.11.2017

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