Archiv-Beitrag vom 04.12.2008Erziehung und Bildung in interkultureller Perspektive

Die Koordinierungsstelle Integration mit der RAA der Stadt Mülheim an der Ruhr lud am Dienstag, 2. Dezember Migrantenselbstorganisationen, Vertreter aus Kitas und Schulen, Elternvertretungen, und weitere Experten aus der Praxis in die Stadthalle ein.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Vorstellungen von Erziehung und Bildung in Zuwandererfamilien und die damit verbundene Rolle der Eltern für die Bildungskarriere der Kinder. An der Veranstaltung haben ca. 100 Personen teilgenommen.

Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning von der Universität Duisburg-Essen stellte in ihrem Einleitungsreferat die Erziehungsmuster der Zuwandererfamilien und die der "einheimischen" Familien dar. So wies sie beispielsweise darauf hin, dass das Erziehungsziel in Migrantenfamilien der Familienorientierung, hingegen in "einheimischen" Familien der Individualismus sei. Erziehungsmuster in Migrantenfamilien sei die Mehrsprachigkeit. Daneben spiele die Religiosität in Migrantenfamilien eine größere Rolle. Die Expertin betonte aber auch nachdrücklich, dass "Zuwandererfamilien trotz der sozialen Umstände", in denen sie vielfach leben, eine hohe Bildungsorientierung aufweisen und eine gute Erziehungs- und Bildungsarbeit leisten.

Frau Prof. Dr. Boos-Nünning bezeichnete die heutige Stadtgesellschaft als "multiethnische Gesellschaft". Sie lobte die Stadt Mülheim an der Ruhr für ihre sozialräumlichen Ansätze.

Die Koordinierungsstelle Integration mit der RAA der Stadt Mülheim an der Ruhr lud am Dienstag, 2. Dezember Migrantenselbstorganisationen, Vertreter aus Kitas und Schulen, Elternvertretungen, und weitere Experten aus der Praxis in die Stadthalle ein

Das Einstiegsreferat von Frau Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning sorgte für eine lebendige Podiumsdiskussion. Im Podium haben neben der Referentin mitgewirkt: Herr Ali Topcuk (DITIB Begegnungsstätte Duisburg), Frau Ellen Maaß (Leiterin Gemeinschaftsgrundschule Sunderplatz), Herr Uwe Metscher (Leiter Berufskolleg Lehnerstraße), Frau Robertina Ashouri (Integrationsrat) Frau Gilberte Raymonde Driesen (Sprachförderkraft der RAA) und Frau Evgenia Waimann (Sprachförderkraft der RAA)
(Foto: Koordinierungsstelle Integration)


Die Vielfalt der Erfahrungen der Experten im beruflichen, aber auch im persönlichen Kontext bestätigten immer wieder die Wichtigkeit der Vorstellungen von Erziehung und Bildung in Zuwandererfamilien.

Familie spielt eine entscheidende Rolle für Bildung und Bildung ist der Schlüssel für Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Leben.
 

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Stand: 04.02.2009

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