Archiv-Beitrag vom 06.12.2013OB Mühlenfeld macht Europa zum Thema

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld: Leiterin des Verwaltungsvorstandes und Chefin der Stadtverwaltung. Seit 10. April 2003 Oberbürgermeisterin der Stadt Mülheim an der Ruhr. Foto: Walter Schernstein

Mit der erneuten Bestätigung, dass europapolitische Themen für Mülheim von großer Bedeutung sind, kommt Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld von der Hauptausschusssitzung des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) vom 2. bis 3. Dezember aus Prag zurück. „Ob Klimaschutz, erneuerbare Energien, Innovationsförderung oder Soziales – von jedem Treffen mit den europäischen Vertretern nehme ich ein ganzes Bündel voller Informationen und konkreter Arbeitshilfen mit zurück“, so Dagmar Mühlenfeld.

Die Oberbürgermeisterin hat an der Sitzung von rund 120 Kommunal- und Regionalpolitikern aus ganz Europa in ihrer Funktion als Vizepräsidentin der deutschen Sektion des RGRE teilgenommen. Und wie bei der Plenartagung des Ausschuss der Regionen (AdR) in Brüssel Mitte des Jahres, wurde auch in Prag eine stärkere politische Diskussion europäischer Themen in den Kommunen gefordert. "Denn hier werden wichtige Entscheidungen getroffen. Europa nicht nur in Sonntagsreden benutzen, sondern auch praktizieren, für die Bürger und Bürgerinnen erlebbar machen, das ist wichtig," so die OB. Als eine von 16 deutschen Europapreisstädten, die Mülheim seit 20 Jahren ist, habe die Stadt dazu sogar eine  Verpflichtung (siehe auch „20 Jahre Europapreisträgerstadt Mülheim“).

So standen denn auch europäischen Themen auf der Tagesordnung der Mülheimer Wirtschaftsdelegation, die in den Herbstferien unter Leitung der  Oberbürgermeisterin die französischen Partnerstadt Tours und die dortige Industrie- und Handelskammer (CCI Touraine) besuchte. „Wichtig war bei unserer Reise nach Tours zum Beispiel das Themenfeld Tourismus“, so Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld. Der Leiter der Tourismusgesellschaft, Jean Francois Lemarchand, habe der Mülheimer Delegation die herausragende Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor für das Loire-Tal und damit für Tours erläutert. „Mit ihm habe ich vereinbart, dass zwischen unserer MST und seiner Gesellschaft die Möglichkeiten der Kooperation erörtert werden sollen. Ziel: Vermarktung der Produkte RuhrTalRadweg und Loire-Radweg in der jeweils anderen Partnerstadt. Außerdem Schlösser-Tourismus auf der französischen Seite und Städtetourismus im Kontext und der Nachfolge der Kulturhauptstadt 2010 in der Metropole Ruhr“, erläutert Dagmar Mühlenfeld. „Ich setze darauf, dass schon im nächsten Jahr interessierte Mülheimer die Loire entlang radeln werden und Freunde aus Tours den RuhrTalRadweg für sich entdecken“.

Und auch beim Austausch mit der ältesten Mülheimer Städtepartnerschaft, dem englischen Darlington, geht es immer häufiger um konkrete gesellschafts- und wirtschaftspolitische Themen in Europa. Während der Feierlichkeiten anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Darlington und Mülheim in diesem Jahr hatten die Mülheimer Oberbürgermeisterin und ihr Darlingtoner Amtskollege zum Beispiel über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf diskutiert und erste Überlegungen zu einem Energiegipfel angestellt.  
Jan-Alexander Scheideler, bei der Mülheim & Business GmbH für Europaangelegenheiten zuständig, hat den Faden aufgenommen und kann nun nach einem Arbeitsgespräch mit der Europabeauftragten der Essener Partnerstadt Sunderland in England sowie seinen Kontakten zu Ratsherren in Darlington schon Konkretes über dieses mögliche Kooperationsprojekt berichten: "Wir planen für das nächste Jahr einen Energiegipfel mit englischen Partnerstädten aus der Region Nord-Ost-Englands und dem Ruhrgebiet.“

2014 diverse Veranstaltungen „rund um Europa“ geplant!

Im kommenden Jahr wird Europa verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit stehen, denn am 25. Mai findet die Europawahl  statt. Im Rahmen einer Europawoche vom 3. bis 11. Mai 2014 sind viele verschiedene Aktivitäten im Bereich der Mülheimer Städtepartnerschaften geplant: Die traditionelle Europawoche rund um den Europatag am 9. Mai im Berufskolleg Stadtmitte mit den Mülheimer Grundschulen, Workshops (z.B. mit den Young European Professionells) und Podiumsdiskussionen mit hochgradiger Besetzung mit den Mülheimer Europaschulen und Infoveranstaltung zur Europawahl mit den Mülheimer Kandidaten (gemeinsam mit den EU-Zentren der EU-Kommission aus Duisburg und Essen).

"Es ist schön, dass so viel Konkretes und Erlebbares geschieht," sagt Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, und freut sich auf die kommenden Veranstaltungen und Diskussionen zu "Europa 2020".

 

Europawoche für Viertklässler im Berufskolleg Stadtmitte. 08.05.2013 Foto: Walter Schernstein
Schülersprechstunde zum Thema Europa, Gymnasium Heißen. 25.11.2011 Foto: Walter Schernstein
Schulministerin Sylvia Löhrmann und Marc-Jan Eumann, Staatssekretär der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, haben am 7.11.2011 in Düsseldorf zwölf neue Europaschulen ausge­zeichnet. Darunter auch das Gymnasium Heißen.

Zum Hintergrund:

Der Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) - Council of European Municipalities and Regions - CEMR ist eine europaweite Organisation der kommunalen und regionalen Gebietskörperschaften. Im RGRE sind 57 nationale Kommunalverbände aus 41 europäischen Ländern (Sektionen) zusammengeschlossen. Der RGRE repräsentiert auf diese Weise in ganz Europa etwa 150.000 kommunale Gebietskörperschaften. Die deutsche Sektion des RGRE ist in den Führungsgremien des europäischen Dachverbandes (Europäischer Hauptausschuss, Exekutivbüro) vertreten und arbeitet in den Arbeitsgruppen mit. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld ist Vizepräsidentin der deutschen Sektion des RGRE.

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Stand: 09.12.2013

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