Europäische Jugendkonferenz in Paris mit Mülheimer Beteiligung

Das Deutsch-Französische Jugendwerk und das deutsche und französische Büro Jugend für Europa veranstalteten in Zusammenarbeit mit der deutschen und der französischen Regierung kurz vor der Erweiterung der EU um zehn Staaten vom Mitte April eine mehrtägige Europäische Jugendkonferenz in Paris. Die 150 Teilnehmer, jeweils 25 deutsche und französische Jugendliche, die sich im Vorfeld schon in Berlin trafen, mit jeweils 4 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der anderen 23 EU-Staaten, die über die Botschaften und die nationalen Jugend für Europa Büros der Europäischen Union und nach Vereinszugehörigkeiten z.B. Johanniter, Rotes Kreuz, Deutsche Sportjugend, Greenpeace, Amnesty International, Kirchenjugend, etc. ausgesucht wurden, erarbeiteten gemeinsam Vorschläge und Forderungen zum Freiwilligen Engagement in einem erweiterten Europa, um sie der deutschen und französischen Regierung sowie Vertretern der Europäischen Institutionen zu unterbreiten. Auch der 21-jährige Mülheimer Student Sven Niemeier wurde ausgewählt und nahm für Förderverein Mülheimer Städtepartnerschaften an dieser Konferenz teil. Nur zwei Jugendliche aus NRW waren anwesend und Sven Niemeier vertrat allein das Ruhrgebiet, den größten Ballungsraum Europas und natürlich die Europastadt Mülheim an der Ruhr.

"Bei den zahlreichen Gesprächen, die ich mit Jugendlichen aus den 25 EU-Staaten und selbst mit den deutschen Jugendlichen führte, kannten viele nicht einmal den Begriff Ruhrgebiet. Städte wie Essen, Bochum oder Mülheim an der Ruhr waren den meisten unbekannt. Dortmund kannten einige nur über den Fußball. Lediglich die Stadt Köln war den meisten aus unserem Bundesland ein Begriff. Es war eine interessante Veranstaltung und man merkte schon bei den Jugendlichen wie schwierig es ist, eine gemeinsame Lösung für bestimmte Aufgaben in Europa zu erreichen, wie soll dass dann auf politischer Ebene mit unterschiedlichen Parteizugehörigkeiten passieren," so Sven Niemeier (links auf dem Foto), der an der Arbeitsgruppe "Freiwilliges Engagement Jugendlicher gegen Diskriminierung" teilnahm. Dennoch konnte man sich – anders als bei vielen anderen internationale Konferenzen - auf eine gemeinsame Erklärung einigen. Bessere Informationen in Schulen ggf. über ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Europäischen Freiwilligendienst, Arbeitsämtern und lokalen Institutionen über den Europäischen Freiwilligendienst, fünfzig Prozent Ermäßigung auf alle öffentlichen Verkehrsmittel in Europa bei der Teilnahme am Europäischen Freiwilligendienst, Anrechnung des freiwilligen Engagements auf Ausbildungszeugnisse und Universitätsdiplome, Rückkehrrechte auf den bisherigen Arbeitsplatz nach einem internationalen Freiwilligendienst und die Schaffung eines "Europäischen Tages des freiwilligen Engagements" - so lauten einige der Forderungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die in Paris über freiwilliges Engagement diskutierten.

Das Büro JUGEND für Europa wird die Ergebnisse der Europäischen Jugendkonferenz aufgreifen und auf dem für September in Weimar geplanten EFD-Event "living Europe - Europäischer Freiwilligendienst schafft Perspektiven" mit aktiven und ehemaligen Freiwilligen zur Diskussion stellen. Weitere Informationen sind über die Geschäftsstelle bzw. Sven Niemeier, Tel.: 47 51 91 erhältlich.

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Stand: 28.04.2004

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