Fachhochschule Südwestfalen untersucht Attraktivität der Städte im mittleren Ruhrgebiet
Im Abstand von drei Jahren führt der Fachbereich Technische Betriebswirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen unter der Leitung von Prof. Dr. Gunther Bamler eine Passantenbefragung über die Attraktivität der Städte des mittleren Ruhrgebiets bezüglich ihrer Rolle als Einkaufszentren durch. Der hier gewählte Ansatz unterscheidet sich von Erhebungen der Kommunen zum Stadtmarketing in mehrfacher Hinsicht. Zum einen erlaubt er erstmals Vergleiche zwischen verschiedenen Städten. Zum anderen lassen sich durch den Langzeitcharakter der Studie Veränderungen bei den Bewertungen einzelner Städte feststellen. Der Hauptvorteil liegt allerdings in der Tatsache, dass Passanten nie zu ihrer Heimatstadt befragt werden.
“Umfragen, bei denen eigene Bürger über ihre Stadt interviewt werden, sind in unseren Augen nicht als repräsentativ anzusehen”, so Prof. Bamler über Aufbau und Konzept der Untersuchung. “Zu Verfälschungen des Gesamteindrucks führen euphorische Betrachtungen auf der einen Seite oder sogenannte “Nestbeschmutzer” auf der anderen Seite”. Nach Erfahrungen der Hochschulgruppe fließen auch oftmals lokalpolitische Ereignisse wie beispielsweise Baumaßnahmen oder die Abgabenpolitik bei Beurteilungen über die eigene Stadt mit in die Bewertung ein.

Das Mülheimer Ergebnis: Verglichen wurde die Stadt mit den als Oberzentren eingestuften Städten Bochum, Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen und Wuppertal. Die Befragung ergab, dass 20,4 Prozent der Befragten von außerhalb kamen. Die übrigen Interviewpartner waren Bürger Mülheims, die sich aber nicht zu ihrer eigenen Stadt äußern konnten. Die von den auswärtigen Befragten attestierte angenehme Einkaufsatmosphäre, ohne große Hektik. In punkto Sauberkeit belegt die Stadt im Vergleich der Oberzentren den Spitzenplatz. Bei der Bewertung der Exklusivität des Angebots liegt Mülheim ebenfalls vorn und belegt nach Bochum den zweiten Platz unter den genannten Städten. „Wir freuen uns über dieses Ergebnis,“ so Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort, zeige es doch, daß die Dienstleistungen der Stadtverwaltung „positive Früchte“ tragen.
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Stand: 24.04.2003













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