Archiv-Beitrag vom 26.10.2012"Familienorientierte Arbeitszeitmodelle"

MEO für Alleinerziehende: Perspektiven sehen - vernetzt handelnFachveranstaltung zeigt:
Betriebe in der Region lassen individuelle Potenziale häufig brach liegen und Work-Life-Balance wird für High Potentials wichtiger

TeilnehmerInnen sowie eine aktuelle Studie belegen die Wichtigkeit einer flexiblen und familienorientierten Arbeitszeitgestaltung auch für kleine und mittelständische Unternehmen.

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld eröffnete am Dienstag, 23. Oktober 2012, im Mülheimer Haus der Wirtschaft die regionale Fachveranstaltung zum Thema „Familienorientierte Arbeitszeitmodelle – Impulse für die betriebliche Praxis“. Etwa 60 Gäste kamen zu der Veranstaltung, darunter VertreterInnen aus Wirtschaft, Kommunen und Verbänden aus den Städten Mülheim an der Ruhr, Essen und Oberhausen. Eingeladen hatten das Zeitbüro FOM, die drei lokalen Bündnisse für Familie, die IHK zu Essen sowie die Veranstaltungsinitiatoren – das Projekt „MEO für Alleinerziehende“ des NRW Regionalagentur MEO e. V. – in Kooperation mit der Mülheimer Wirtschaftförderung.

Fachveranstaltung

(Foto: Walter Schernstein)

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld betonte in ihrem Grußwort: „Mit dieser Veranstaltung wird ein wichtiges Thema angesprochen, das auch für den Wirtschaftsstandort Mülheim und die Region von zukunftsweisender Bedeutung ist. Um Fachkräfte anzuwerben sowie mittel- und langfristig zu halten, ist es für die Region zunehmend wichtig, bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu bieten.“

Ein zentrales Ergebnis der Veranstaltung: Es gibt kein maßgeschneidertes Patentrezept für eine familienorientierte Gestaltung und Flexibilisierung der Arbeitszeit im eigenen Unternehmen. Erfolgversprechend sind vielmehr individuelle Lösungen, die sich dann für Unternehmen jedoch auch in vielfacher Hinsicht auszahlen. So verwies Gundula Grzesik vom Zeitbüro FOM darauf, dass jedes Unternehmen unabhängig von seiner Größe über die nötigen Stellschrauben verfügt, um Arbeitszeiten flexibel, familienorientiert und ohne hohen Kosteneinsatz zu gestalten. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: geringere Fluktuation, schnellerer und damit kostengünstigerer Wiedereinstieg nach Eltern- oder Pflegezeit, Bindung von Know-how sowie Marketingeffekte für das jeweilige Unternehmen.
Dabei belegt eine aktuelle Studie *) aus dem Jahr 20111, dass sich insbesondere der Marketingeffekt für Unternehmen auszahlt.
So geben befragte HochschulabsolventInnen an, dass für sie Familienfreundlichkeit und Work-Life-Balance, also eine ausgewogene Mischung zwischen Arbeitszeit- und Freizeit zusammen mit der Vergütung eines der entscheidenden Kriterien bei der Auswahl des Arbeitgebers ist. Karrierechancen und Personalentwicklungsprogramme werden erst danach angeführt. Diese Tendenz deckt sich übrigens auch mit den Aussagen der Unternehmensberatung Barfeld & Partner GmbH sowie der Vertreterinnen ELOMECH Elektroanalagen GmbH aus Mülheim an der Ruhr und des Oberhausener Fraunhofer Instituts UMSICHT, die auf der Veranstaltung über ihre Erfahrungen berichteten. Zusammengefasst lässt sich sagen: Unternehmen sind heute stark gefordert, diesen Bedürfnissen Rechnung zu tragen, wenn sie zukünftig im Wettbewerb um qualifiziertes Personal mithalten wollen.

*) Quelle: Schmicker, Wassmann, Kramer: Arbeitgeber-Attraktivität aus Sicht von Studierenden, Studie 2011

Informationen zum Projekt „MEO für Alleinerziehende“

Das Projekt „MEO für Alleinerziehende“ ist ein regionales Projekt des NRW Regionalagentur MEO e.V. und Teil des ESF-Bundesprogramms „Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende“ des Bundesarbeitsministeriums; es wird aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union kofinanziert. Das Projekt wird auf regionaler Ebene von den drei Städten Mülheim an der Ruhr, Essen und Oberhausen und deren Gleichstellungsstellen, den örtlichen Agenturen für Arbeit sowie Jobcentern, dem Jugendamt Essen, dem Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV)/Ortsverband Essen sowie den örtlichen Bildungsträgern Trivium gGmbH Oberhausen, NEUE ARBEIT der Diakonie Essen gGmbH, Jugendhilfe Essen gGmbH, bbwe gGmbH Mülheim an der Ruhr unterstützt.
Im Rahmen des auf zwei Jahre befristeten Projektes sollen insbesondere familienorientierte Strukturen in der Region gestärkt werden, um Alleinerziehende auch bei der Integration in das Erwerbsleben zu unterstützen.

Weitere Informationen gibt es hier:
www.regionalagentur-meo.de oder
www.alleinerziehende-bmas.de.

Ansprechpartnerinnen im Projekt „MEO für Alleinerziehende“:

Projektleitung:
Beatrix Holzer, E-Mail: beatrix.holzer@regionalagentur-meo.de  
Telefon: 0208/1892-333;

Projektmitarbeiterin Mülheim an der Ruhr:
Sabine Herrmann, E-Mail: sabine.herrmann@regionalagentur-meo.de  
Telefon: 0208/455-1544

Projektmitarbeiterin Essen:
Meike Bürvenich, E-Mail: meike.buervenich@regionalagentur-meo.de
Telefon: 0201/8888-956;

Projektmitarbeiterin Oberhausen:
Hanna Kuroczik, E-Mail: hanna.kuroczik@regionalagentur-meo.de  
Telefon: 0208/825-2490;

Projektassistenz:
Petra Borrmann, E-Mail: petra.borrmann@regionalagentur-meo.de

Kontakt


Stand: 07.11.2012

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