Fernwärme und Nahwärmenetze

Ausschnitt vom Deckblatt zum Energetischen Stadtentwicklungsplan Mülheim an der Ruhr,  1. Berichtsteil Wärme und Strom

Nah- und Fernwärme

Die Senkung des CO2-Ausstoßes kann durch Energieeinsparung und durch den Einsatz CO2-armer Energieträger erreicht werden. Auf fossiler Basis, und damit noch immer für die massenhafte Versorgung preisgünstig verfügbar, ist dies insbesondere die Versorgung über Fernwärme sowie Nahwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung. 

Nah- oder Fernwärme kann man sich wie eine sehr große Zentralheizung vorstellen. Aus einem Heizwerk führen Rohrleitungen durch Straßenzüge und stehen den angeschlossenen Gebäuden jederzeit zur Wärmeversorgung zur Verfügung. Die Wärmeabgabe an das Heizungssystem des Gebäudes findet mittels einer Wärmeübertragungseinrichtung im Keller eines Gebäudes statt. Der Vorteil dieser Energieversorgung ist die Lieferung gebrauchsfertiger Wärmeenergie ohne Kessel im Gebäude, damit entfällt zum Beispiel auch der Schornstein für die Abgase sowie der Kauf und die Wartung einer eigenen Heizungsanlage. 

Mülheim setzt auf den Ausbau der dezentralen Nahwärme

Dezentrale Blockheizkraftwerke wie das in Broich, Dümpten/Winkhausen oder Saarn speisen die erzeugte Wärme in lokale Nahwärnetze. So werden große Wohnsiedlungen, Betriebe, öffentliche Einrichtungen und Hochschulen sowie private Wohngebäude energieeffizient und CO2-arm mit Wärme versorgt. Der gleichzeitig erzeugte Strom speist das örtliche Verteilnetz, kann aber auch vor Ort direkt verbraucht werden. Welcher Weg der Sinnvollste ist, hängt immer von den gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab.

Gasversorgungsgebiet und Nahwärmegebiete in Mülheim an der Ruhr. Die größereren Anlagen zur Stromerzeugung wie  Wasserkraftwerke und   Blockheizkraftwerken der medl sind dargestellt.

Im Stadtgebiet betreibt medl bereits mehrere Nahwärmenetze, die Größten in der Innenstadt und in Dümpten. Die Investition in solche Netze ist langfristig. Sanierungszyklen liegen für das Leitungsnetz bei über 50 Jahren und bei den versorgenden Energieerzeugungsanlagen bei 10 bis 15 Jahren. Der weitere Ausbau und die Verdichtung der vorhandenen Netze hängt von zusätzlichen Anschlüssen ab. Die Verdichtung der vorhandenen Nahwärmeversorgungen in Mülheim an der Ruhr oder die Schaffung neuer Nahwärmeinseln ist daher ein wesentlicher Bestandteil des Mülheimer Energiekonzeptes Wärme.

Versorgungsgebiet

Natürlich wird ein Rohrsystem in einer Straße nur dort gebaut, wo auch Nutzende Wärme abnehmen.

Im beigefügten Plan sind Gebiete für die Versorgung mit Wärme und Gas aufgeführt. Darüberhinaus gibt es eine Vielzahl von Nahwärmepotenzialgebieten im Stadtgebiet.

Ob sie sich an die Mülheimer Nahwärme der medl anschließen können erfahren Sie beim örtlichen Energiedienstleister medl.

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Stand: 11.10.2016

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