Archiv-Beitrag vom 06.03.2008Filmabend zum Internationalen Frauentag

 Filmabend Internationaler Frauentag - Iss Zucker und sprich süß Quelle/Autor:.

Über den Film 

Sie sind in Deutschland geboren oder hier aufgewachsen. Doch wen sie heiraten, das bestimmen ihre Eltern. Viele Immigrantinnenfamilien halten auch nach jahrzehntelangem Leben in Deutschland an den Traditionen ihrer Heimat fest, die oft im Herkunftsland schon überholt sind. Sultana aus Pakistan, die 15jährig vor ihrer Familie floh, weil sie nur noch die Wahl hatte, mit einem alten Mann verheiratet oder umgebracht zu werden; die türkische „Importbraut” Saniye; Ayse, die ihre Tochter 16jährig verheiratete und doch selber unter ihrer eigenen Zwangsverheiratung litt, und die Buchautorin Fatma Bläser: Ihre Lebensgeschichten zeigen, welche zerstörerischen Folgen erzwungene Heiraten haben können. Für die, die flüchten und alle Bindungen kappen müssen, und auch für ihre Eltern, die mit den alten Moralvorstellungen nicht brechen können und entweder ihre Kinder oder das Ansehen der Gemeinschaft verlieren.

Sigrid Dethloff 

Sigrid Dethloff, ursprünglich ausgebildete Lehrerin, war zunächst als Journalistin tätig, bevor sie im Jahr 2001 gemeinsam mit Renate Bernhard die Film- und Hörfunkproduktionsfirma „CouRage“ gründete.

Schwerpunkt von „CouRage” sind Publikationen und Dokumentationen zum Thema Menschen- und Frauenrechte. Ihr Film „Iß Zucker und sprich süß” wurde 2005 erneut zum Prix Europe nominiert und in der englischen Fassung bisher im niederländischen, finnischen, portugiesischen und schwedischen Fernsehen gezeigt. Die Regisseurin ist anwesend und nimmt an der moderierten Diskussion teil. Außerdem besteht am Veranstaltungstag zusätzlich die Möglichkeit, den neuesten Film von Renate Bernhard und Sigrid Dethloff „Hibos Lied – Beschnittene Frauen zwischen Tradition und Moderne” (2007, 55 Min.) im Anschluss zu sehen – selbstverständlich ebenfalls kostenlos!

Der Internationale Frauentag 

Ursprünglich im Jahre 1857 in den USA als gewerkschaftlicher Kampf- und Streiktag für die Frauenrechte entstanden, ist der Internationale Frauentag am 8. März heute in der Bundesrepublik als parteiübergreifender Gedenk- und Aktionstag etabliert. An diesem Tag können institutionalisierte Frauenvertreterinnen, politische Frauenbündnisse und die engagierte und vielfältige Frauenszene vor Ort gemeinsam informieren und feiern, darüber hinaus jedoch auch diejenigen Probleme in den Blick nehmen, die heute noch einer faktischen Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Wege stehen.
Es ist nach wie vor ein fundamentaler Anspruch der Gleichstellungs- und Frauenpolitik, dass das Recht auf ein selbstbestimmtes (Sexual-)Leben und eine freie Wahl des Beziehungspartners an erster Stelle stehen muss. Das Thema „Zwangsheirat” bewegt seit einiger Zeit aber nicht nur die Fachszene. Im Zusammenhang mit der allgemeinen Diskussion um die Familie und ihre gesellschaftliche Stellung ist die Frage nach den individuellen Rechten und Lebensbedingungen aller Beteiligten sehr wichtig und Grund genug, sich einmal aus Frauensicht und ohne reißerische Grundstimmung mit diesem Problem zu befassen.



Eine Kooperationsveranstaltung der Heinrich-Thöne-VHS und der Gleichstellungsstelle der Stadt Mülheim an der Ruhr.
Infos unter Tel.: 02 08 / 4 55 15 40 

Kontakt


Stand: 06.03.2008

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