Flüchtlinge

In einem im Mülheimer „Expertennetzwerk für Flüchtlinge“ abgestimmten Verfahren werden die Menschen beraten und für die Dauer ihres Aufenthaltes in der Stadt bestmöglich dabei unterstützt, am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Quelle/Autor: Sonja HeberleDie Flüchtlingsarbeit hat in Mülheim an der Ruhr eine lange Tradition und eine große Bedeutung in der Stadt. So gibt es neben den Fachdienststellen der Stadtverwaltung vielfältige Netzwerke, Beratungseinrichtungen und Einzelpersonen, die sich für die Belange der Menschen einsetzen und sie bei ihrer Ankunft willkommen heißen.
Das sind Personen, die aus ihrer Heimat vor Bürgerkrieg oder wegen Repressalien auf Grund politischer Aktivitäten, Religionszugehörigkeit, Zugehörigkeit zu einer anderen Volksgruppe oder auch aufgrund ihrer sexuellen Orientierung (Homosexualität) fliehen mussten und bedroht und verfolgt wurden.
Dabei ist die Anzahl der Menschen, die nach Mülheim kommen, starken Schwankungen unterworfen. Dieser Umstand und die Vielfalt der Herkunftsländer stellt alle Beteiligten immer wieder vor neue Herausforderungen.

Bereits vor einigen Jahren hat ein Mülheimer „Expertennetzwerk für Flüchtlinge“ ein abgestimmtes Verfahren dafür entwickelt, wie die Menschen von Anfang an gut beraten und für die Dauer ihres Aufenthaltes in der Stadt bestmöglich unterstützt werden, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Dies wurde in der jüngsten Vergangenheit weiter verfeinert und zu einem 4-Säulen-Konzept ausdifferenziert. Dabei geht es um möglichst frühzeitige, passgenaue und gut vernetzte Angebote für Asylbewerbende und Flüchtlinge in den Bereichen:

  • „Ankommen, Willkommen, Begrüßung, Versorgung, sozialpädagogische Alltagsbegleitung“,
  • „Bildung und Betreuung der Kinder“,
  • „Wohnen“ und
  • „Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe“.

So wird ihnen kurz nach ihrer Ankunft von der Stadt ausgestatteter Wohnraum in stadteigenen Unterkünften und zusätzlich angemieteten Wohnungen zur Verfügung gestellt. Nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) werden Leistungen zur Sicherstellung des Lebensunterhaltes und der medizinischen Versorgung erbracht. Die Familien und ihre Kinder werden in rechtlichen und gesundheitlichen Fragen sowie hinsichtlich einer erfolgreichen Bildungsentwicklung beraten, begleitet und unterstützt. In der jüngsten Vergangenheit hat sich der Bereich des Ehrenamts für Flüchtlinge besonders stark entwickelt. Dem Anstieg der Flüchtlingszahlen begegnet die Mülheimer Bevölkerung mit einem außerordentlich starken Engagement.

Das Centrum fürs Bürgerschaftliches Engagement (CBE) übernimmt hier die Koordinierung des Ehrenamts in der Flüchtlingshilfe. Ehrenamtliche begleiten Flüchtlinge zu Behörden, zum Arzt, ins Theater oder bahnen den Weg zu Vereinen; sie helfen ihnen beim Deutschlernen oder unterstützen die Kinder bei den Hausaufgaben; sie spielen mit Kindern und vieles andere mehr.

Über die „WiM – Willkommen in Mülheim“ werden Sachspenden gesammelt und den Flüchtlingen zur Verfügung gestellt.

Kontakt

Kontext


Stand: 31.05.2017

[schließen]

Fehler melden

Sie haben einen Fehler gefunden? Bitte teilen Sie ihn uns mit. Ein Redakteur wird sich umgehend darum kümmern.

Ihre Nachricht

Sicherheitscode (Was ist das?)

 

Teilen | Drucken | PDF-Version | RSS-Feed | Fehler melden

Transparenter Pixel