Flüchtlinge

Flüchtlinge in Mülheim – Entwicklung bis zum ersten Halbjahr 2017

Seit 2013 stellt die Mülheimer „Stadtforschung & Statistik“ regelmäßig Informationen über die Entwicklung der Flüchtlingszahlen in unserer Stadt bereit. Durch Veränderungen in der Zuordnung von Flüchtlingen mit subsidiärem Schutz haben sich die Zahlen leicht verändert. Die aktuelle Veröffentlichung berücksichtigt die auch für das letzte Jahr bereinigten Daten.

Entwicklung der Flüchtlingszahl

Wie die Grafik in Abbildung 1 zeigt, hat sich die Zahl der Flüchtlinge in Mülheim an der Ruhr bereits seit 2011 erhöht. Anfang 2017 lebten in Mülheim an der Ruhr 4.079 Personen, die über einen rechtlichen Status als Flüchtling verfügten. Das waren 905 mehr als ein Jahr zuvor. 2015 war der Zuwachs mit 1.804 Personen doppelt so hoch ausgefallen.

Abbildung 1_Entwicklung der Flüchtlingszahlen

Betrachtet man die monatliche Entwicklung seit 2015, zeigt sich eine sehr starke Zuwanderung für die Monate September 2015 bis Februar 2016. Von März bis Oktober 2016 hat die Flüchtlingszahl nur noch moderat zugenommen, danach war sogar ein leichter Rückgang zu verzeichnen. In den letzten beiden Monaten ist dagegen wieder ein Anstieg festzustellen (siehe Abbildung 2), auf 4.282 Personen Anfang Juli 2017.

Von der Stadt untergebracht waren Ende Juni 1.836 Flüchtlinge, 78 mehr als im Vormonat und 412 weniger als vor einem Jahr.

Von den 4.282 Flüchtlingen sind die meisten sogenannte „politisch Verfolgte und Bürgerkriegsflüchtlinge“ (2.034), gefolgt von der Gruppe der „Asylbewerber“ (932).

Abbildung 2_In Einrichtungen untergebrachte Geflohene

Altersstruktur

Die Zuwanderung von Flüchtlingen beeinflusst die aktuelle Altersstruktur positiv, da der Anteil von Kindern und jungen Erwachsenen unter den Flüchtlingen sehr viel höher ausfällt als an der Mülheimer Bevölkerung insgesamt. Ein Drittel ist minderjährig und mehr als 30 % sind zwischen 18 und 30 Jahre alt. Lediglich ein Prozent ist 65 Jahre und älter.

Abbildung 3_Altersstruktur der Flüchtlinge

Nationalitäten

Abbildung 4_Herkunftsbereich der Personen

Die Herkunft der Flüchtlinge hat sich seit September 2015 erheblich verändert. Seitdem kommen fast zwei von drei Flüchtlingen aus Syrien oder aus dem Irak. Im letzten halben Jahr ist auch der Anteil der afrikanischen Flüchtlinge leicht angestiegen.
Anteil und Zahl der Asylsuchenden aus den westlichen Balkanländern (8,0 %) haben dagegen sehr deutlich abgenommen. Ihr Anteil an den seit September 2015 zugereisten Flüchtlingen beträgt nur noch 2,1 Prozent.

Die räumliche Verteilung der Flüchtlinge im Stadtgebiet (Stand: 3. Juli 2017) zeigt die Karte im Online-Atlas der Stadt Mülheim an der Ruhr.

Hier finden Sie aktuelle Daten des UNHCR zur Flucht über das Mittelmeer.

Kontakt


Stand: 09.08.2017

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