Flugzeugabsturz auf der A 52 am 24.11.2006
26.11.2006
Zweimotoriges Flugzeug stürzt auf die Autobahn A52
Am Freitag Nachmittag, gegen 16:00 Uhr, war ein zwei-motoriges Flugzeug beim Versuch einer Notlandung auf die BAB 52 gestürzt. Die Maschine befand sich bereits im Landeanflug auf den Flughafen Essen / Mülheim. Der 46-jährige Pilot, der bereits technische Probleme an der Maschine festgestellt hatte, versuchte eine Notlandung auf der Autobahn. Hierbei touchierte der Flieger Aufbauten der Hatzper Brücke und stürzte auf die Fahrbahn der A 52 in Fahrtrichtung Bochum.
Die erste Meldung direkt vom Flughafen Essen / Mülheim ging um 16:02 bei der Leitstelle der Feuerwehr Mülheim ein. Daraufhin rückten die Löschzüge Stadtmitte und Heissen mit insgesamt 44 Einsatzkräften aus. Weiterhin wurden der Amtsleiter, ein Direktionsdienst, ein zweiter Einsatzleiter und der Leitende Notarzt alarmiert.
Zeitgleich wurde die Meldung an die Feuerwehr Essen weitergegeben. Danach gingen ununterbrochen Meldungen über Mobilfunk ein.
Ein -wie sich erst später herausstellte- leerer Silo-Zug kam knapp vor dem Flugzeug zum Stillstand. Der etwa 40-jährige Fahrer löschte geistesgegenwärtig ein im Wrack aufflackerndes Feuer mit zwei Pulverlöschern.
Als die Feuerwehr Mülheim am Unglücksort eintraf, hatte die Feuerwehr Essen schon erste Rettungs- und Löschmaßnahmen eingeleitet. Zusammen mit der Feuerwehr Essen wurden insgesamt über 80 Einsatzkräfte mit Löschzug, Rettungswagen und Notärzten zu Löscharbeiten und Behandlung und Versorgung der Verletzten eingesetzt.
Zwei ebenfalls alarmierte Rettungshubschrauber kamen nicht zum Einsatz, jedoch halfen die Notarzt-Besatzungen bei der Betreuung der Verletzten.
Durch den Aufprall wurden die beiden weiblichen Fluggäste schwer verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden, wo sie stationär verblieben. Nach derzeitigem Stand besteht jedoch keine Lebensgefahr. Fünf weitere Personen - darunter der Pilot - wurden leicht verletzt und konnten nach ambulanter Behandlung wieder nach Hause gehen. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. 350.000 Euro. Die Vollsperrung der Autobahn verursachte Staus in beide Richtungen von bis zu 8 Km. Ab 23.30 Uhr konnte der Verkehr wieder freigegeben werden. Die Staatsanwaltschaft Essen hat das Flugzeug und die auf der Autobahn am Unfall beteiligten Autos beschlagnahmt.
Bis in die frühen Morgenstunden dauerten die Bergungsarbeiten auf der A 52 in Essen an. Nachdem die Kriminalpolizei in Zusammenarbeit mit dem Bundesluftfahrtamt die Spuren an der Absturzstelle gesichert hatte, konnte unter Hochdruck mit dem Abtransport des Flugzeugwracks begonnen werden. Dieses wird nun auf technische Mängel hin untersucht.
Aktuallisierung vom 5.12.2006, 11.30 Uhr
Die Untersuchungen an dem vor neun Tagen notgelandeten Kleinflugzeug sind offenbar abgeschlossen. Die Experten stellten Treibstoffmangel als Ursache für die Bruchlandung auf der A 52 fest: In den Tanks in den Tragflächen der Piper Seneca war offenbar kein Sprit mehr, als die Maschine aufschlug. Es gilt auch als sicher, daß beide Motoren nicht mehr oder nur noch ganz langsam liefen als die Maschine über Bredeney Kurs auf den Mülheimer Flughafen nahm. Bereits in Dortmund soll der Pilot den Spritmangel bemerkt haben. Warum er dort nicht zwischenlandete und nachtankte ist noch unklar. Das Flugzeugwrack steht jetzt auf einer Grünfläche am Mülheimer Flugplatz - die Experten haben es am Montag zum verschrotten freigegeben. Dirk Hämmerling – Nachrichtenredaktion Radio Essen
Fotos: Wieboldt-TV
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Stand: 09.12.2008













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