Förderzuschüsse für Solaranlagen in Mülheim vergeben
Die Stadt Mülheim an der Ruhr hat einen Fördertopf eingerichtet, mit dem die Installation von Photovoltaikanlagen im Stadtgebiet bezuschusst wird.
Die Fördermittel resultieren aus einem Preisgeld, welches die Stadt Mülheim im Rahmen des Wettbewerbs „Kommunaler Klimaschutz 2009“ für die Umnutzung und energetische Sa-nierung des Technischen Rathauses gewonnen hat. Vorgabe des „Deutsches Institut für Urbanistik“ ist, das Preisgeld in Höhe von insgesamt 50.000,- Euro wieder für Klimaschutz-Projekte in Mülheim an der Ruhr einzusetzen.
Mit einem Teil des Preisgeldes in Höhe von 20.000,- Euro werden Solaranlagen in Mülheim gefördert. Die Förderrichtlinie wurde im Januar bekannt gemacht - bis zum 15. April 2010 bestand die Möglichkeit für Privatpersonen, einen Zuschuss zu beantragen.
Unter allen Antragstellern - insgesamt 12 Bewerber - wurden am 19. April 2010 die Vorhaben ausgelost, die eine Förderung von jeweils 2.000,- Euro erhalten.
Bezuschusst werden konkret zehn Solaranlagen mit einer Nennleistung von zusammen knapp 50 kW. Insgesamt wird mit diesen Anlagen ein Investitionsvolumen von über 200.000,- Euro angestoßen.
Umweltdezernentin Helga Sander (1.v.l.), die stellv. Leiterin des Umweltamtes, Gabriele Wegner (1.v.r.) und ihr Kollege Gerald Angstmann (2.v.r.) mit den glücklichen Hausbesitzern, die eine Förderung von jeweils 2.000,- Euro für ihre Solaranlagen erhalten: Christa Grasbon-Friese (mit Tochter Amelie), Carsten aus der Fünten und Tanja Bosch.
(Foto: Walter Schernstein)
Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Solarmodule bis Ende des Jahres installiert sind. Aufgrund der sinkenden Vergütung des Solarstroms geht das Umweltamt jedoch davon aus, dass die Anlagen bis Mitte des Jahres am allgemeinen Stromnetz angeschlossen sind und bereits in diesem Sommer klimafreundlichen Strom produzieren.
Der Förderzuschuss baut auf dem Mülheimer Solardachkataster auf, welches seit Mitte Januar auf der städtischen Internetpräsenz www.muelheim-ruhr.de/buergerservice erreichbar und auf sehr großes Interesse in der Bürgerschaft gestoßen ist.
„Zeitweise war die Internetseite so überlastet, dass Wartezeiten entstanden sind.“, berichtet Umweltdezernentin Helga Sander von der überragenden Resonanz, "die wir so im Vorfeld nicht unbedingt erwartet haben.", so die Dezernentin.
Das Solardachkataster stellt die Eignung der Dachflächen für die Nutzung von Sonnenenergie dar.
Auch Carsten aus der Fünten, einer der Bürger, der in den „Genuss“ der Förderung gekommen ist, sei durch die städtische Internetseite auf die Fördermöglichkeiten aufmerksam geworden. „Das Solarkataster war sehr informativ und komfortabel,“ so aus der Fünten. Nach dem erforderlichen Solarcheck, der sein Haus als sehr gut geeignet einstufte, habe er sich direkt beworben und sei froh gewesen dass es noch geklappt hat.
Er rechne nun mit einer Einsparung von rund 250,- Euro monatlich, so dass er davon ausgehe, dass sich seine Solaranlage mit ca. 8.000 Kilowattstunden pro Jahr innerhalb von 12 bis 15 Jahren finanziert haben wird.
Mülheim an der Ruhr ist im Übrigen die erste Stadt, die das Solarkataster flächendeckend hat. „Und es gibt rege Nachfrage aus den Nachbarstädten und vom Regionalverband Ruhrgebiet, die wissen wollen, wie wir das gemacht haben“, ergänzt die stellvertretende Umweltamtsleiterin Gabriele Wegner.
Weitere aufbauende Maßnahmen im Rahmen der Solaroffensive sind geplant. Als nächstes möchte das Umweltamt auf Industrie- und Gewerbebetriebe zugehen, um für eine verstärkte Nutzung der Sonnenenergie zu werben. Hierzu ist beispielsweise im Juni eine gemeinsame Veranstaltung mit Mülheim & Business im „Haus der Wirtschaft“ geplant. Dort sollen Unternehmen für die Solarenergie begeistert werden.
Kontakt
Stand: 29.04.2010







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