Fortbildung zum Thema "Scaffolding"
Unter der Leitung von Vasili Bachtsevanidis, Doktorand an der Universität zu Köln, organisierte die RAA am 6. Oktober 2011 eine Fortbildung zum Thema Scaffolding.
Scaffolding hat das Ziel, Schülerinnen und Schüler mit einem Gerüst auszustatten, dass sie befähigt, Texte im Unterricht zu verstehen. Außerdem sollen die Schülerinnen und Schüler befähigt werden, die in Texten erwartete Bildungssprache selbstständig anzuwenden. Unter den 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren Honorarkräfte aus den DILIM-Maßnahmen (Deutsch und interkulturelles Lernen in Mülheim) und Seiteneinsteigerlehrerinnen und –lehrer, die an verschiedenen Mülheimer Schulen mit Schülerinnen und Schülern arbeiten, die neu nach Deutschland eingewandert sind.
Herr Bachtsevanidis strukturierte die Veranstaltung nach dem Scaffolding-Prinzip indem er zunächst die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gruppenarbeit an den wichtigen Bausteinen des Scaffoldings arbeiten ließ, z.B. der Erarbeitung der Bedeutung von "Bics und Calbs" (Alltagssprache und Bildungssprache), Fachsprache, dem C1-Niveau und dem elaborierten Code. Die Ergebnisse präsentierten die Gruppen an der Flip-Chart. Es wurde deutlich, dass die Schülerinnen und Schüler über eine gewisse Sprachkompetenz verfügen, mit Hilfe derer sie im Alltag gut zurecht kommen. Vielen jedoch mangelt es an der Kenntnis und Fähigkeit ihre Ideen in der Bildungssprache zu verbalisieren. Im weiteren Verlauf der Fortbildung wurden verschiedene Modelle zur Definition von Fachsprache vorgestellt. Anhand von Praxisbeispielen wurde deutlich, wie man Fachsprache/Bildungssprache im Unterricht realisieren kann. Ein Praxisbeispiel war das Thema Sonnenstrahlen, die auf die Erde fallen. Dabei ging es um die Lokalisierung schwieriger Konstruktionen im Sachkundebuch und der Suche nach Möglichkeiten, diese spielerisch zu erlernen. Eine schwierige Konstruktion ist die Formulierung "je... desto... " (Je flacher die Sonnenstrahlen auf die Erde fallen, desto...). An weiterführenden Schulen ist es z.B. in Fächern wie Chemie und Biologie wichtig, das Passiv zu kennen, um Versuche besser beschreiben zu können. Bei Interesse können alle eingesetzten Materialien ausgehändigt werden.
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Stand: 22.11.2011







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