Für das Rathaus in Mülheim ist die Zeit reif für eine "Revitalisierung"
Auch am Rathaus Mülheim gehen die Zeichen der Zeit nicht vorbei. Um das denkmalgeschützte Gebäude rechtzeitig vor dem weiteren Verfall zu bewahren, muss es so schnell wie möglich saniert werden. Das soll ab Ende 2008/Anfang 2009 durch nachhaltige Revitalisierungsmaßnahmen geschehen.
Sowohl der historische Bauteil aus dem Jahre 1916 als auch der sogenannte Neubau befinden sich in einem baulich schlechten Zustand. Das Rathausgebäude entspricht heute weder den energetischen noch den funktionalen Anforderungen. Heizung, Dach und Fenster sind marode, dies macht eine bauliche Gesamtsanierung erforderlich. Die Gebäudetechnik ist desolat. Eine Modernisierung der Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Elektroanlagen ist unumgänglich.
Der Rathausneubau 1914 kurz vor der Fertigstellung
Vor dem Hintergrund der durchgeführten und noch zu realisierenden Umzüge in Richtung Technisches Rathaus (Umzug ServiceCenterBauen ist noch in diesem Monat vorgesehen) und der Notwendigkeit, wesentliche Teile des Bauteils West (Gebäudekomplex Ruhrstraße) abzureißen, besteht nunmehr die Chance, eine Gesamtsanierung des Rathauses vorzunehmen.
Das hat zur Folge, dass ein neues Nutzungskonzept entwickelt und eine Gesamtsanierung vorgenommen werden muss. Da alles in Abstimmung mit dem Denkmalschutz erfolgen muss, sind die Gestaltungsmöglichkeiten eingeschränkt. Die bisherigen Planungsvorschläge sehen vor, dass der bisher geschlossene Innenhof, zu einem öffentlichen Platz mit hoher Aufenthaltsqualität umgestaltet wird, möglicherweise mit Gastronomie. Ziel ist es, das Rathaus über die Dienstzeiten hinaus für den Bürger und die Mitarbeiter der Verwaltung identitätsstiftend, serviceorientiert und offen mit einer angemessenen Architektur zu versehen - funktional und ansprechend. So ist im jetzigen Rathausinnenhof z.B. eine transparente Bürgerrotunde vorstellbar, die die Grenzen zur Verwaltung nicht nur optisch bricht, sondern durch den freien Blick auch ins Rathaus einlädt. Barrierefreiheit ist ein ganz wichtiges Thema, das bisher nur improvisiert gelöst werden konnte. Umgestaltet werden die Süd- und Nordeingänge (Schollenstraße und Platz der deutschen Einheit) zum Rathaus, wo der Bürger ein freundliches Foyer betritt. Ebenfalls wird der barrierefreie Zugang zum Standesamt über einen Aufzug geschaffen.
Im Hinblick auf das gesamte Stadtentwicklungskonzept, profitieren durch eine architektonische Aufwertung des Rathauses – der Visitenkarte der Stadt - auch die umliegenden Ruhrbania Grundstücke.
Das alles erfordert eine exakte logistische Planung des ImmobilienService. Denn bevor es spätestens im Januar 2009 losgeht müssen, rund 600 Mitarbeiter vorübergehend umziehen.
Nach erfolgreicher Realisierung des Technischen Rathauses streben wir erneut eine "Kooperation" mit der SWB an. Die SWB soll die "Bauträger- und Finanzierungsrolle" erhalten und die notwendigen Bauleistungen ausschreiben. Es ist mit einem Investitionsvolumen von 30 bis 33 Mio. EURO zu rechnen. An dem konkreten Umsetzungs- und Finanzierungsmodell wird noch intensiv gearbeitet. Hier sind beispielsweise die bilanziellen und steuerrechtlichen Auswirkungen noch nicht abschließend geklärt.
Kontakt
Stand: 15.11.2007













[schließen]
Bookmarken bei