Gehäufte Masernerkrankungen in Nordrhein-Westfalen und in Mülheim
Vom Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst wurde aktuell darauf hingewiesen, dass in den ersten acht Wochen diesen Jahres in Nordrhein-Westfalen bereits mehr Masernerkrankungen gemeldet wurden als im gesamten Vorjahr. Auch in Mülheim an der Ruhr wurden von Schulen und Ärzten zwischenzeitlich mehrere Masernerkrankungen bei Kindern gemeldet. In der Regel handelte es sich dabei um Kinder, die bisher noch nicht oder nur einmal gegenüber Masern, Mumps und Röteln geimpft wurden. Ein Schutz bis in das Erwachsenenalter besteht, wenn in der Vergangenheit zwei mal gegen Masern geimpft wurden. "Um weitere Erkrankungen durch zur Zeit offensichtlich umgehende Wildmasernviren bei Kindern zu vermeiden, wurden die Eltern der engen Kontaktpersonen in den Schulen und Kindergärten vom Gesundheitsamt über die Erkrankung informiert und gebeten, ihre Kinder, sofern kein Impfschutz besteht, beim Kinderarzt zur Impfung vorzustellen," so Dr. Dieter Weber vom Gesundheitsamt Mülheim. Die Weitergabe von Masern passiert leicht durch Tröpfcheninfektion, z.B. durch Anhusten. Bei Menschen, die diese Infektion nicht durchgemacht haben oder geimpft wurden, insbesondere bei älteren Kindern und Erwachsenen können ernste Krankheitsverläufe mit Komplikationen auftreten. Daher sollte die Erkrankungsserie zum Anlass genommen werden, den Impfschutz der Mülheimer Kinder generell gegenüber Masern, Mumps und Röteln zu kontrollieren und, sofern nicht 2 mal gegen Masern geimpft wurde, diese Impfungen beim Haus- oder Kinderarzt nachzuholen. Die Impfung wird als sogenannte MMR-Impfung (Masern-Mumps-Röteln-Impfung) im Impfbuch vermerkt. "Zwei Impfungen gegen Masern schützen wirksam gegen diese Erkrankung," so Dr. Weber.
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Stand: 10.03.2006













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