Thermografie entlarvt Wärmelecks

Kooperation von Verbraucherzentrale und Amt für Umweltschutz findet über 220 Interessenten

Am 15. Januar 2010 lief die Aktion "Thermografie plus Energieberatung" in Mülheim an der Ruhr aus, nachdem über 220 Mülheimer Hausbesitzer die Teilnahmeunterlagen angefordert hatten. Ende Oktober 2009 war das Projekt in der Presse angekündigt worden und hatte direkt eine rege Nachfrage ausgelöst.
Obschon eigentlich am 15. Dezember 2009 Schluss sein sollte, gab das große Interesse Anlass, die Aktion noch einmal um einen Monat zu verlängern.
Die Verbraucherzentrale NRW hatte mit ihrer Sanierungsinitiative Ruhrgebiet ein Kombinationsangebot vorbereitet: Mülheimer Hauseigentümer konnten von ihren Gebäuden Wärmebilder (Thermogramme) anfertigen lassen, die dann zum Ausgangspunkt für eine Energieberatung zuhause wurde.

Worum geht es eigentlich bei einer Thermografie?

Zunächst: Wärmebildaufnahmen geben Auskunft über Wärmeenergieverluste durch Dach und Wände. Bei mäßigen Temperaturen nimmt man oft gar nicht wahr, dass die eigenen vier Wände die teuer erkaufte Wärme schlecht halten. 

Aussicht vom technischen Rathaus auf das winterliche Mülheim mit Kirchenhügel und Evangelischem Krankenhaus in der Wärmebilddarstellung (Thermografie)  Strenge Fröste offenbaren jedoch Schwächen in der energetischen Verfassung der Gebäudehülle – und man ahnt, dass auch während mäßiger Niedrigtemperaturen draußen der schleichende Verlust an Heizenergie durch schlecht gedämmte Teile der Gebäudehülle beträchtlichen Umfang erreichen kann.

Energieverluste sind teuer. Sie zu minimieren schont den Geldbeutel und wirkt sich positiv  gegen klimaschädigende Energieerzeugung aus.

Der erste Schritt in diese Richtung kann über eine Bestandsaufnahme und die Klärung der Frage erfolgen:
Wie gut (oder wie schlecht) ist das genutzte Gebäude gegen Wärmeverluste geschützt oder wo sind eventuell vorhandene Schwachstellen zu vermuten?
Genau hier kann dann eine fachgerechte Thermografie Aufschluss bringen:
Der Farbverlauf des Wärmebildes offenbart, ob die Gebäudehülle möglichst einheitlich gegen Wärmeverluste geschützt ist oder an welchen Stellen möglicherweise Energieverluste auftreten.

Aussicht vom technischen Rathaus auf das winterliche Mülheim mit Kirchenhügel und Evangelischem Krankenhaus Zielsetzung der Aktion "Thermografie plus Energieberatung" war es, den teilweise - besonders im Bestand älterer Gebäude - immer noch hohen Energieverlusten auf die Spur zu kommen, und so Ansatzpunkte für die Einschätzung des Sanierungsbedarfes zu erhalten.

Überraschend viele Interessenten bekundeten, dass sie grundsätzlich zur Durchführung von Sanierungsmaßnahmen an ihrem Gebäude entschlossen seien.
Für diese Teilnehmer bot die Aktion eine willkommene Möglichkeit, sich fachlich weiter zu informieren, angegangene Planungen bestätigen zu lassen oder auch anzupassen. Andere Hauseigentümer sahen in einer Teilnahme die Gelegenheit, sich erst einmal einen Überblick zum Ist-Zustand des Gebäudes, der Größenordnung der Energieverluste und der Dringlichkeit einer Sanierung zu verschaffen.
Insgesamt hat die Aktion aber auch gezeigt, dass es nach wie vor ein beträchtliches Potenzial für Energieeinsparungen bei Wärmeschutz und Haustechnik gibt.

Weitere Informationen erhalten Sie auch bei der Umweltberatung unter der
Rufnummer 0208 / 455-7008.

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Stand: 13.02.2012

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