Archiv-Beitrag vom 12.02.2008Gemeinsam in die 3. Dimension

Berlin hat es, Hamburg hat es und das Ruhrgebiet wird es auch bald haben: ein digitales, dreidimensionales Modell der Stadtlandschaft.

Dieses Modell hat imposante Ausmaße, ist der Raum doch fünf mal so groß wie die Bundeshauptstadt und mit über fünf Millionen Einwohnern eine der größten europäischen Metropolen. Über zwei Millionen Gebäude, von der Einkaufsmall bis zum Einfamilienhaus werden dargestellt, dazu gehört noch ein Geländemodell, das Berge und Täler in der virtuellen Welt zeigt.

Nahziel für den Modelleinsatz ist die Kulturhauptstadt 2010, für dieses herausragende Ereignis soll die gesamte Region virtuell 3-dimensional im Internet präsentiert werden. Nutznießer eines 3-D-Ruhrgebiets ist aber nicht nur die Kulturhauptstadt, dreidimen-sionale Daten werden zukünftig im Wettbewerb der Region immer wichtiger. Sei es für den Tourismus, die Wirtschaftsförderung, den Umweltschutz, Planung oder Wissenschaft - die Region, die ihren Bestand und ihre Visionen plastisch ausdrücken kann ist allen anderen gegenüber im Vorteil. Der Raum wird greifbarer als in einer Karte, die Vision wird erlebbar, das Stadtbild aus verschiedenen Perspektiven sichtbar.

Ein Vorsprung für das Ruhrgebiet ergibt sich daraus, dass die Akteure der Kooperation durchaus erfahren im Umgang mit Geodaten sind. Seit 200 Jahren werden Liegenschaften exakt vermessen, beschrieben und in Karten dargestellt. Jetzt wird aus den zwei Dimensionen der Karte ein räumliches Bild. Die Ver-antwortlichkeit bei der Katasterverwaltung bringt Verlässlichkeit: die Bauwerke sind immer aktuell vorhanden, die Gebäudehistorie kann verfolgt werden und die nachhaltige, amtliche Fortführung ist garantiert. Ganz wichtig außerdem: die Last verteilt sich auf viele Schultern über das gesamte Ruhrgebiet.

Unter www.ruhr3.de kann man mehr erfahren, ab Herbst 2008 soll eine erste Version des 3-dimensionalen Ruhrgebiets im Netz stehen.

Das Projekt "Mülheim an der Ruhr in 3D" befindet sich im Aufbau.

3D_MH_Pressebild_Stand 2_2008.Ruhrbania, Dreidimensional.-
Um ein einfaches, aber anschauliches und übersichtliches 3D-Modell zu erhalten, müssen bei allen Gebäuden die Geschosshöhen und die Dachformen ermittelt werden. Mit diesen Arbeiten wurde vor zirka drei Monaten in Mülheim begonnen. Wenn diese Arbeiten beendet sind, kann mit der "Fassadengestaltung" über Texturen begonnen werden.

Einige Gebäude wurden schon sehr detailliert dargestellt (Stadt-halle, Stadtbad, Kaufhof, Gesundheitshaus, AOK-Haus, Arbeitsamt, "altes Neues Rathaus", Finanz- und Zollgebäude, heute Sozialamt Ecke Ruhrstraße/Schollenstraße)

Bei diesen Gebäuden wurden die Fassadengestaltungen und Dachformen detailgenau konstruiert. Weitere interessante und futuristische Gebäude sollen noch folgen. (Camera Obscura, Aquarius, Bismarckturm, altes Posthaus, Ringlokschuppen, Schloß Broich, Schloß Styrum und die Ruhrtalbrücke)

Da sich die Stadt Essen schon länger mit der 3D-Problematik befasst, wurde in einem Vertrag vereinbart, dass Essen Mülheim in den Anfängen unterstützt und Hilfestellung gibt. Danach wollen beide Städte, im Zuge ihrer Kooperation, ein gemeinsames 3D-Modell erstellen.

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Stand: 15.02.2008

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