Archiv-Beitrag vom 30.09.2016Geonetzwerk.metropoleRuhr: Daueraufgabe des RVR

RVR-Verbandsversammlung beschließt Fortführung des Geonetzwerk.metropoleRuhr als Daueraufgabe des Verbandes

Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat in ihrer Sitzung am 30. September 2016 beschlossen, das Geonetzwerk.metropoleRuhr nach einer erfolgreichen dreijährigen Pilotphase zur Daueraufgabe des Verbandes zu machen. Damit werden wichtige Geodaten der Region über Gewerbeflächen, Wohngebiete, Naturschutzareale oder zu Umwelt und Klima zentral bereitgehalten.

Am 9. Dezember 2013 wurde die interkommunale Kooperation gegründet. In der dreijährigen Erprobungsphase hat der RVR zusammen mit den Vermessungs- und Katasterämtern der Region eine gemeinsame Geodateninfrastruktur aufgebaut, die den Zugriff auf die verteilt liegenden Informationen und Daten bündelt und für viele Nutzer wie Unternehmen, Verbände und Planungsbüros zugänglich macht.
Die Hochschule Bochum, Fachbereich Geodäsie, hat das Projekt drei Jahre begleitet und in ihrem Evaluationsbericht bescheinigt, dass das Geonetzwerk.metropoleRuhr wichtige Entscheidungsgrundlagen der Region für alle Beteiligten zentral bereithält.

Bottrops Oberbürgermeister Bernd Tischler betont als Vorsitzender des RVR-Planungsausschusses: „Mit dem  Geonetzwerk.metropoleRuhr werden wir durch intensive Zusammenarbeit, Bündelung und Standardisierung die künftigen Herausforderungen im Geoinformationssektor meistern. Wo man früher aufwändig nach Geo-Informationen recherchieren musste, erhält man jetzt mit einem statt 53 Klicks qualitativ hochwertige Daten für die einzelne Stadt oder die gesamte Region.“

Der RVR übernimmt die Geschäftsstelle des Geonetzwerks metropoleRuhr: v.l. Martin Tönnes, stellvertretender Regionaldirektor und Bereichsleiter Planung des RVR, mit Matthias Lincke, Leiter des Amtes für Geodatenmanagement, Vermessung, Kataster und Wohnbauförderung

Geschäftsstelle des Geonetzwerks metropoleRuhr beim RVR: v.l. Martin Tönnes, stellvertretender Regionaldirektor und Bereichsleiter Planung des RVR mit Matthias Lincke, Leiter des Amtes für Geodatenmanagement, Vermessung, Kataster und Wohnbauförderung.

Foto: RVR

Matthias Lincke, Leiter des Mülheimer Amtes für Geodatenmanagement, Vermessung, Kataster und Wohnbauförderung war 2014 der erste Sprecher des Netzwerkes und ist sehr zufrieden über das Erreichte. „Es war überfällig, dass wir in dieser Metropoleregion als solche auch einheitlich geodätisch war genommen werden“. Die Entwicklung der ruhrgebietsweiten Bebauungsplanübersicht Metropole Ruhr (www.bplan.geoportal.ruhr) war so ein wichtiger Schritt als auch das besonders beliebte  Luftbildportal, was auch in den drei Jahren entwickelt worden ist.
Der Verband wird 345.000 Euro pro Jahr in die Fortführung investieren. Die Kommunen sparen durch die Zusammenarbeit unter anderem bei Anschaffungs- und Entwicklungskosten. Gleichzeitig kommen sie mit dem Portal ihrer zunehmenden Verpflichtung nach, Umwelt-Informationen und Geodaten auf der Grundlage europäischen Rechts („INSPIRE“) bereitzustellen.

Mitglieder der interkommunalen Kooperation sind der Regionalverband Ruhr, die Städte Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen sowie die Kreise Ennepe-Ruhr, Recklinghausen, Unna und Wesel. Weitere Beteiligte sind das Ministerium für Inneres und Kommunales NRW (GDI-NRW) sowie kreisangehörige Städte und Gemeinden in den Gebietsgrenzen des RVR.

Geodaten sind raumbezogene Informationen, die zunehmend in den Alltag einfließen. Ob Navigation, Standortplanungen, Bauleitplanungen oder umweltrelevante Themen, ob Verwaltung oder Wirtschaft, eine Vielzahl von täglichen Planungen und Entscheidungen basieren auf diesen raumbezogenen Daten.

Weitere Infos finden Sie unter www.geonetzwerk.metropoleruhr.de.

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Stand: 04.10.2016

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