Reichtum des Alters

Gesundheit

Diskussionsveranstaltung

18.10.2007 - 19:00 Uhr Evangelisches Krankenhaus, Wertgasse 30, 45468 Mülheim an der Ruhr

Fit und leistungsfähig - auch noch im Alter: Für viele Menschen bleibt dies nur ein Traum. Krankheit und Gebrechlichkeit führen sie allzu oft ins gesellschaftliche Abseits. Sind Gesundheit und Schaffenskraft die einzigen Maßstäbe? Werden die Alten erst einmal als Belastung wahrgenommen, wird der Grad schmal.

Es diskutieren:

Hanna Schweitzer
Vorstandsmitglied Büro gegen Altersdiskriminierung e.V. in Köln
www.altersdiskriminierung.de

Dr. Dorothea Stimpel
Vorstandsvorsitzende der Kreisstelle Mülheim der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein
www.kvno.de

Dr. Waldemar Schmidt
Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Institutes für Gerontologie an der Universität Dortmund
www.ffg.uni-dortmund.de

Dirk Kolo
Leiter des Business Services der UnternehmerHaus AG - Duisburg
www.unternehmerhaus-ag.de

MODERATION Helmut Rehmsen (WDR)
www.wdr.de/tv/markt/

 

Gesundheit und Diskriminierung

Der Zusammenhang zwischen (Alters)-Diskriminierung und gesundheitlicher Versorgung wird besonders anschaulich an den vor einigen Jahren diskutierten Vorschlägen, wonach 85-jährigen künftig Kassenleistungen wie künstliche Hüften und Zahnprothesen gestrichen werden sollten. Ein treffenderes Beispiel für ein undifferenziertes Altersbild lässt sich nach wie vor schwerlich finden, denn hier zeigt sich besonders drastisch, dass ältere Menschen oft eben nicht mit und in ihrem Humanvermögen wahrgenommen werden, sondern als "Belastung" für die sozialen Sicherungssysteme. Doch wie kann ein realistisches Altersbild aussehen? Wie definieren wir das Humanvermögen des Alters? Lässt es sich gesellschaftlich nutzen? Und bleibt die Frage: Wollen die Alten dieses Vermögen überhaupt einbringen, wenn sie auf der anderen Seite erleben, dass z.B. Banken älteren Menschen Kredite verweigern?

Auch wenn es nicht die Gruppe der Senioren im eigentlichen Sinne betrifft: Bundesweit verzichten knapp 60 Prozent der Unternehmen und Betriebe darauf, Menschen über 50 Jahre zu beschäftigen. Auch in den Unternehmen scheint eine differenzierte Sicht auf das Alter noch nicht erkennbar. 


Stand: 21.02.2011

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