Gewaltprävention bei Jugendlichen

Die bekanntgewordenen Übergriffe durch Jugendliche in den vergangenen Wochen haben in der Bevölkerung für Unruhe gesorgt. "Dies sicherlich gerade auch, weil Mülheim ansonsten weiterhin eine sichere Stadt ist," so Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld. "Ich danke dem Mülheimer Polizeidirektor Burkhard Kowitz für seine schnelle und konsequente Reaktion, in dieser Sache eine Ermittlungskommission gegründet zu haben, um so schnell zu Fahndungsergebnissen zu kommen".

Gemeinsam mit der Polizei und weiteren Partnern betreibe man ja bereits seit Jahren erfolgreich die "Ordnungspartnerschaft", die u.a. zu mehr Sicherheit im öffentlichen Personennahverkehr sorgen soll. "Diese Maßnahme – wie auch die Citydienst-Doppelstreife des Ordnungsamtes mit der Polizei – wirken allerdings vornehmlich tagsüber," erläutert die Oberbürgermeisterin. "Insofern war es richtig, jetzt auch über diese Institutionen hinaus Maßnahmen zu ergreifen und deutlich 'Flagge' zu zeigen."

Seit Jahren ist "Gewaltprävention" ein wichtiges Thema bei der Stadtverwaltung und der Polizei. "Wir sind hier auf den verschiedensten Ebenen tätig.," so Mühlenfeld. Neben dem Projekt KOSMOS (siehe auch "Zum Hintergrund") bieten die städtischen Jugendzentren entsprechende Kurse an. Und auch die Abteilung "Jugendgerichtshilfe" führt Seminare zur Gewaltprävention speziell bei straffällig gewordenen Jugendlichen durch. Die Polizei geht seit Jahren zum Thema Gewaltprävention in die Mülheimer Schulen.

Zum Hintergrund

KOSMOS-Mobile Jugendhilfe

KOSMOS ist eine Einrichtung der Sozialen Dienste des Sozialamtes der Stadt Mülheim an der Ruhr. Neben intensiver Beratung im Einzelfall, Sozialer Gruppenarbeit und mobiler Jugendhilfe im gesamten Innenstadtbereich, bietet KOSMOS Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, unterschiedliche Angebote in der Kontaktstelle Heinrich-Melzer-Straße 15 wahrzunehmen.

KOSMOS wendet sich an Kinder ab 12 Jahren, Jugendliche und junge Erwachsene bis 21 Jahren, die

  • nicht mehr zu Hause wohnen können
  • sich häufig auf der Straße und öffentlichen Plätzen aufhalten und Kontakt zu Einrichtungen der Jugendhilfe suchen
  • Probleme mit Familie, Freund oder Freundin haben
  • Stress in der Schule oder mit der Ausbildung haben
  • Begleitung bei polizei- oder gerichtlichen Angelegenheiten brauchen
  • Hilfestellung bei Fragen zur persönlichen Lebensführung suchen



In den Räumen von KOSMOS haben Jugendliche die Möglichkeit

  • mit den Mitarbeitern zu sprechen über das,
    was ihnen wichtig ist oder Probleme bereitet
  • etwas zu essen oder zu trinken
  • sich zu waschen und umzuziehen
  • sich zu treffen, zu unterhalten oder Spiele zu spielen
  • bestehende Freizeitangebote zu nutzen
    oder eigene Ideen in neue Projekten zu verwirklichen


KOSMOS führt - zum Teil in Kooperation mit anderen sozialen Diensten - soziale Gruppenarbeit durch. Dabei sind unter anderem folgende Projekte entstanden:

  • das Projekt "Kosmobil": Freizeitgestaltung mit einem Bauwagen am Nachmittag an Mülheimer Sonderschulen
  • Photoprojekt "Nah Dran": Jugendliche photographieren mit Einwegkameras ihren Alltag
  • Anti-Aggressionstraining: Hier können Jugendliche in Kursen lernen, mit Gewalt und Aggression umzugehen
  • und viele weitere...



Eine Kontaktaufnahme ist über das Büro montags bis freitags in der Zeit von 10.00 bis 13.00 Uhr unter folgender Telefonnummer möglich: 02 08 / 4 44 30 55.
Von 10.00 bis 18.00 Uhr sind die Ansprechpartnerin und der Ansprechpartner über

Eine Kontaktaufnahme ist über das Büro montags bis freitags in der Zeit von 10.00 bis 13.00 Uhr unter folgender Telefonnummer möglich: 02 08 / 4 44 30 55.
Von 10.00 bis 18.00 Uhr sind die Ansprechpartnerin und der Ansprechpartner über 01 70 / 2 27 07 60 und 01 70 / 2 27 07 61 zu erreichen.

Kontakt


Stand: 21.03.2007

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