Archiv-Beitrag vom 25.04.2013Girls´Day 2013

Der Girls´Day ist Deutschlands größtes Berufsorientierungsprojekt für Mädchen. Auch in diesem Jahr nahmen viele Schülerinnen an dem bundesweiten Aktionstag teil.

Girls Day am 25. April 2013 in Mülheim an der Ruhr

Der Girls´Day wird jährlich am vierten Donnerstag im April durchgeführt. Schülerinnen ab der 7. Klasse erhalten an diesem Tag einen Einblick in Tätigkeiten und in den Arbeitsalltag von technischen, naturwissenschaftlichen, informationstechnischen und handwerklichen Berufen. Durch einen praktischen Eindruck von diesen Berufsbildern und die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten zu erproben, erhielten die Schülerinnen auch in unserer Stadt Anstöße, ihre beruflichen Perspektiven zu überdenken und diese Berufe in ihre Zukunftsplanung einzubeziehen, die sie sonst aufgrund geschlechterspezifischen Vorstellungen möglicherweise nicht in Betracht gezogen hätten. 

Mit großem Engagement haben die Unternehmen, Betriebe und Forschungseinrichtungen aus Mülheim über 370 Plätze für interessierte junge Mädchen ermöglicht.

Die Stadt Mülheim an der Ruhr beteiligt sich ebenfalls seit Jahren am Girls'Day und war diesmal mit dem Amt für Geodatenmanagement, Vermessung, Kataster und Wohnbauförderung und der Berufsfeuerwehr mit dabei!

Girls Day im Amt für Geodatenmanagement, Vermessung, Kataster und Wohnbauförderung 25. April 2013 foto: Walter SchernsteinWas ist Geodäsie?

Im Technischen Rathaus konnten sich wieder sechs interessierte Mädchen aus Essen und Mülheim selbst davon überzeugen, wie abwechslungsreich und spannend der Beruf des Geodäten im Amt für Geodatenmanagement, Vermessung, Kataster und Wohnbauförderung ist.

Geodaten sind für die Aufteilung und Vermessung der Erde zuständig. Beim Girls'Day bekamen die Mädchen einen Überblick über die unterschiedlichsten Instrumente und Messverfahren und erfuhren wie die gesammelten Daten für solche Anwendungen weiter verarbeitet werden. Sie erhielten einen kleinen Einblick in die vielseitigen, interessanten und vor allem modernen Aufgaben eines Geodäten. Denn fast jeder Jugendliche arbeitet heute schon, meist unbewusst, mit Daten und Anwendungen, welche einzig und allein nur durch die Geodäsie existieren und funktionieren. Sei es Google Maps, OpenStreetMap oder die Navigationssoftware im Auto, sowie im eigenen Handy. Poste ich auf Facebook meinen Aufenthaltsort oder suche ich über die VRR App die nächste Bushaltestelle – ohne die Geodäsie wäre all das nicht möglich!

Gerade für junge Mädchen liefert der Beruf des Geodäten vielversprechende Zukunftsperspektiven. Dennoch ist nach wie vor ist das Verhältnis von weiblichen (30%) und männlichen Kollegen (70%) im Amt sehr unausgeglichen.

"Ich will Feuerwehrfrau werden"

Im Team leistet man sich bereits beim Anlegen der Schutzausrüstung Hilfestellung.Auch die Feuerwehr Mülheim war wieder mit dabei. 16 Mädchen der 8. und 9. Klasse konnten sich dort über die Organisation und Aufgaben der Feuerwehr informieren, natürlich insbesondere über das Berufsbild "Feuerwehrmann" oder besser "Feuerwehrfrau". Nach einem Rundgang über die Feuer- und Rettungswache konnten die Mädchen in verschiedenen Stationen Feuerwehr zum Anfassen erleben. Dazu gehörten Fahrten mit dem Rettungskorb einer Drehleiter bis zu einer Höhe von 30 Metern, das Durchkriechen der Atemschutz-Übungsstrecke sowie der Aufbau eines Löschangriffs von einem Löschfahrzeug aus. Großes Interesse fanden auch die Ausrüstung eines Rettungs- und Krankentransportwagens sowie eines Notarzteinsatzfahrzeuges. Die Einsatzgeräte und Feuerwehrfahrzeuge wurden gezeigt und verschiedene Geräte konnten auch selbst ausprobiert werden. Die gesamte Veranstaltung fand wieder einmal großen Zuspruch bei den jungen Besucherinnen.

Begrüßung durch die Bürgermeisterin

GirlsDay 2013 bei den MPIs: Bürgermeisterin Renate aus der Beek begrüßte die Mädchen im Max-Planck-Institut für Kohlenforschung

Die beiden Mülheimer Max-Planck-Institute, das Institut für Chemische Energiekonversion und das Institut für Kohlenforschung, beteiligen sich ebenfalls seit Jahren am Girls´Day. Bürgermeisterin Renate aus der Beek (Foto) begrüßte die rund 100 Mädchen aus verschiedenen Schulen Mülheims und deren Umgebung am Morgen des Aktionstages ganz offiziell im Max-Planck-Institut für Kohlenforschung.

Einmal als Glasbläserin oder Feinmechanikerin arbeiten und kleine Werkstücke selbst herstellen. Chemische Proben mit analytischen Methoden unter die Lupe nehmen oder ein Stück Seife selbst herstellen: Der Girls´Day an den beiden Max-Planck-Instituten bot den Schülerinnen die Möglichkeit, einen Einblick in die Arbeit eines wissenschaftlichen Instituts und damit in viele verschiedene Berufsbilder aus Technik und Wissenschaft zu bekommen.

GirlsDay in den beiden Mülheimer Max-Planck-InstitutenEtwa 30 hatten die Möglichkeit, in kleinsten Gruppen an einer von 15 Experimentierstationen den Arbeitsalltag eines wissenschaftlichen Institutes kennenzulernen. „Wir achten sehr darauf, dass die Mädchen Gelegenheit haben, mit unseren weiblichen Angestellten zu sprechen“, erklärt Dr. Claudia Weidenthaler, Wissenschaftlerin und Gleichstellungsbeauftragte an der Kohlenforschung, die dort den Aktionstag seit Jahren organisiert. Es sei für die Schülerinnen sehr wichtig, Vorbilder zu haben.

Eine Erfolgsgeschichte

Für Projektkoordinatorin Sekine Günes von der Gleichstellungsstelle ist ein solcher Tag ebenfalls sehr wichtig. "Wir brauchen den Girls´Day, um Berührungsängste und Hemmungen bei den Mädchen abzubauen". Es sei daher umso  schöner, dass alle großen Unternehmen vor Ort und die Forschungsinstitute hoch professionell mit daran arbeiten. "Der Girls'Day ist in Mülheim eine Erfolgsgeschichte und wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr," so die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte. Dann findet der Mädchen-Zukunftstag am 24. April statt!

Weitere Informationen erhalten Sie auf Internetseite zum Girls´Day.

Noch mit dabei waren in diesem Jahr:

Agentur für Arbeit, bbwe Gemeinnützige Gesellschaft für Beratung, Begleitung und Weiterbildung mbH, Berufsfeuerwehr Mülheim, Bestattungshaus aus dem Siepen, Berufskolleg Stadtmitte, Biologische Station Westliches Ruhrgebiet e.V., Deutsche Umweltaktion e.V., Hochschule Ruhr West - University of Applies Sciences, Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, Netztechnik Schiffmann, Regionalverband Ruhr, RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerkgesellschaft mbH, Schröer Garten- und Landschaftsbau GmbH, Siemens Energy, Stadtverwaltung Mülheim an der Ruhr - Amt für Geodatenmanagement; Vermessung, Kataster und Wohnbauförderung, Vallourec & Mannesmann Tubes V&M Deutschland GmbH und Zdi-Zentrum Zukunft durch Innovation.

Mehr Eindrücke vom Girls´Day 2013 gibt es in der Bildergalerie.

Kontakt


Stand: 16.05.2013

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