Archiv-Beitrag vom 26.04.2012Girls'Day 2012

Der Girls'Day wird jährlich am vierten Donnerstag im April durchgeführt. Schülerinnen ab der 7. Klasse erhalten am Aktionstag einen Einblick in Tätigkeiten und in den Arbeitsalltag von technischen, naturwissenschaftlichen, informationstechnischen und handwerklichen Berufen.

Durch einen praktischen Eindruck von diesen Berufsbildern und die Möglichkeit, die
eigenen Fähigkeiten zu erproben, erhalten die Schülerinnen an diesem Tag Anstöße, ihre beruflichen Perspektiven zu überdenken und auch diese Berufe in ihre Zukunftsplanung einzubeziehen, die sie sonst aufgrund von geschlechterspezifischen Vorstellungen möglicherweise nicht in Betracht gezogen hätten. Parallel bietet der Aktionstag Unternehmen und Institutionen die Chance, die von ihnen angebotenen Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten vorzustellen und potenzielle zukünftige Mitarbeiterinnen anzusprechen.

 

Girls`Day bei Vallourec & Mannesmann Tubes V&M Deutschland GmbH. 26.04.2012 Foto: Walter Schernstein

Girls`Day bei Vallourec & Mannesmann Tubes V&M Deutschland GmbH. 26.04.2012 Foto: Walter Schernstein

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal einer Girls'Day-Veranstaltung ist, dass Mädchen aktiv werden und selber technischen Tätigkeiten nachgehen. Gleichzeitig kann ihnen die Praxis verdeutlichen, dass sie über Fähigkeiten in diesen Bereichen verfügen, die sie sich möglicherweise vorher nicht zugetraut haben.

Trotz der besseren Schulabschlüsse entscheiden sich Mädchen im Rahmen ihrer Ausbildungs- und Studienwahl noch immer überproportional häufig für "typisch weibliche" Berufsfelder oder Studienfächer. Mehr als die Hälfte der Mädchen wählt aus nur zehn verschiedenen Ausbildungsberufen im dualen System – kein naturwissenschaftlich-technischer ist darunter. Mädchen und junge Frauen in Deutschland schöpfen ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus. Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist es aber wichtig, bei Mädchen frühzeitig das Interesse für Technik, Naturwissenschaften, Handwerk und IT zu wecken. Nur
dadurch kann dem drohenden Fachkräftemangel wirksam begegnet werden. Auch im
zwölften Jahr des Girls'Days ist es nicht selbstverständlich, dass sich Mädchen selbstständig mit diesen Berufsbildern auseinandersetzen.

 

Girls`Day bei Vallourec & Mannesmann Tubes V&M Deutschland GmbH. 26.04.2012 Foto: Walter Schernstein

Girls`Day bei Vallourec & Mannesmann Tubes V&M Deutschland GmbH. 26.04.2012 Foto: Walter Schernstein

Der Girls'Day bot auch in diesem Jahr jungen Frauen die Chance, unbefangen auf Unternehmen zuzugehen und sich über die vielfältigen Berufsmöglichkeiten zu informieren.

Insgesamt 381 Plätze wurden in diesem Jahr für interessierte Mädchen ermöglicht.

So ermöglichte auch Vallourec & Mannesmann Tubes bereits zum 11. Mal Schülerinnen spannende Einblicke in die Stahlrohrindustrie und eröffnete gemeinsam mit Bürgermeisterin Renate aus der Beek und VertreterInnen der Stadt offiziell den Girls'Day in Mülheim.

Gemeinsam mit Dr. Herbert Schaaf, Geschäftsführer Personal und Arbeitsdirektor der V & M Deutschland GmbH begrüßte Renate aus der Beek acht Schülerinnen im Alter von 14 bis 17 Jahren. Die Mädchen von der Willy-Brandt-Schule, der Gesamtschule Saarn und der Liebfrauenschule aus Ratingen blickten dabei hinter die Kulissen des Stahrohrherstellers und lernten den spannenden Arbeitsalltag von Auszubildenden des Unternehmens hautnah kennen. Dabei erfuhren Sie auch, welche abwechslungsreichen Berufe die Stahlrohrbranche zu bieten hat. "Bei Vallourec & Mannesmann Tubes gibt es zahlreiche Perspektiven für Frauen im naturwissenschaftlichen Bereich," sagte die Bürgermeisterin in der Lehrwerkstatt des Unternehmens. "Veranstaltungen wie diese sind wichtig, damit junge Frauen mehr über solche Berufe erfahren und motiviert werden, den heute immer noch untypischen Weg einzuschlagen." Sie dankte dabei dem Unternehmen und der Gleichstellungsstelle für das Engagement.

 

Girls`Day bei Vallourec & Mannesmann Tubes V&M Deutschland GmbH. 26.04.2012 Foto: Walter Schernstein

Girls`Day bei Vallourec & Mannesmann Tubes V&M Deutschland GmbH. 26.04.2012 Foto: Walter Schernstein

(Fotos: Walter Schernstein)

Für Projektkoordinatorin Sekine Günes von der Gleichstellungsstelle ist ein solcher Tag ebenfalls sehr wichtig. "Wir brauchen den Girls'Day, um Berührungsängste und Hemmungen bei den Mädchen abzubauen".

Waldemar Wiensgol, Aus- und Weiterbildung bei Vallourec & Mannesmann ist davon überzeugt, dass der Mädchen-Zukunftstag dazu beiträgt, denn "nach dem Girls'Day steigt die Nachfrage an Praktikumsplätzen und möglichen Ausbildungsplätzen. Und nach der Ausbildung werden die Mädchen auch bei uns übernommen", so der Aus- und Weiterbildungsleiter. Eine gute Perspektive für die jungen Frauen!

Informationen über den Mülheimer Girls‘Day finden Sie ebenfalls auf unserer Internetseite unter http://girlsday.muelheim-ruhr.de.


Noch mit dabei waren in diesem Jahr:
Agentur für Arbeit; Autohandel Gebr. van Eupen GmbH; bbwe Gemeinnützige Gesellschaft für Beratung, Begleitung und Weiterbildung mbH; Berufsfeuerwehr Mülheim an der Ruhr; Berufskolleg Stadtmitte; Biologische Station Westliches Ruhrgebiet e.V., Deutsche Umweltaktion e.V; Fahrzeug-Werke LUEG AG; Hochschule
Ruhr West/ University of Applied Sciences; Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.; Max-
Planck-Institut für Bioanorganische Chemie; Max-Planck-Institut für Kohlenforschung;
medl GmbH; Netztechnik Schiffmann; Regionalverband Ruhr; RWW Rheinisch-
Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH; Schröer Garten- und Landschaftsbau
GmbH; Siemens Energy; Stadtverwaltung Mülheim an der Ruhr/ Amt
für Geodatenmanagement, Vermessung, Kataster und Wohnbauförderung/Amt für
Verkehrswesen und Tiefbau/ Datenverarbeitung/ Druckerei; Vallourec & Mannesmann
Tubes V&M Deutschland GmbH und Zdi- Zentrum Zukunft durch Innovation.

Koordiniert wird der Girls`Day in Mülheim an der Ruhr von Sekine Günes von der Gleichstellungstelle. Sie steht gerne unter den unten genannten Kontaktdaten für Auskünfte zur Verfügung.

Kontakt


Stand: 27.04.2012

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