Großeinsatz am St. Marienhospital am 15. Juli 2008
Die nur für einen kurzen Augenblick sichtbaren Flammen hinter einem Fenster im Dachgeschoss des St. Marienhospitals entwickeln sich schnell zu dunklem Rauch.
Gegen 16 Uhr informierte das Personal des Hauses die Leitstelle der Feuerwehr. Kurz zuvor hatten die Mitarbeiter den Brand im Dachgeschoss entdeckt. Zum Glück gab es keine Verletzten, da der Raum lediglich als Büro- und Besprechungsraum für das Personal diente, derzeit aber aufgrund von Bauarbeiten nicht benutzt wurde. Ob es zwischen den Arbeiten in dem Zimmer und dem ausgebrochenen Feuer ein Zusammenhang besteht, ist noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen brannte ein Balken. Zur Schadenshöhe gibt es noch keine Angaben. Die Kripo ermittelt.
Vom Aufwand handelte es sich um einen Großeinsatz, vom Schaden betrachtet aber nicht. Der Brand konnte schnell gelöscht werden. Zum Schutz und für die Sicherheit der Patienten wurde jedoch ein großes Level gefahren. Mit zwei Löschzügen – acht Wagen – rückte die Berufsfeuerwehr aus. Zudem wurden dienstfreie Kräfte, die freiwilllige Feuerwehr sowie ehrenamtliche Kräfte der Hilfsorganisationen, insgesamt über 50 Einsatzkräfte alarmiert.
Unter dem Dachgeschoss befinden sich drei Stationen. Insgesamt sind 22 Patienten evakuiert worden, wobei fünf bettlägerige Patienten horizontal in die angrenzende Station verlegt wurden. 17 weitere wurden von einem Notfallseelsorger in der Betriebskantine versorgt. Aus Sicherheitsgründen wurden auch alle Fahrstühle im St. Marienhospital herunter gefahren.
Vorsichtshalber bewachte ein Team von sechs Männern der Freiwilligen Feuerwehr bis zum Abend mit einer Wärmebildkamera das verrauchte Zimmer.
Während die Polizei die Hauptverkehrsstraße sowie angrenzende Nebenstraßen für den Verkehr eine Stunde lang absperrten, liefen die Arbeiten der Feuerwehr auf Hochtouren. Gegen 17.15 Uhr – nach einer Stunde – konnten die Straßen für den Verkehr wieder freigegeben werden.
Fotos: WieboldTV
Kontakt
Stand: 25.07.2008







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