Großes Interesse an der Fachtagung "Gesundheit im Alter"
Gut gelaufen ist die Fachtagung – Gesundheit im Alter - der Kommunalen Gesundheitskonferenz Ende März in der Stadthalle Mülheim. Der Festsaal war gut gefüllt als Bürgermeisterin Renate aus der Beek (Foto unten) die 130 Fachleute und Gäste begrüßte und die Veranstaltung eröffnete.
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In ihrer Rede unterstrich Renate aus der Beek die Notwendigkeit von Prävention, Gesundheitsförderung und den Erhalt von Gesundheit und Lebensqualität bis ins hohe Alter. Sie begrüßte die Initiative der Kommunalen Gesundheitskonferenz das Thema "Gesundheit im Alter" in der "Seniorenhochburg" Mülheim aufzugreifen und wünschte den Fachleuten zu den Vorträgen und Workshops nachhaltige Impulse für ihre Arbeit und gute Ergebnisse.
Der erste Fachvortrag von Dr. Claudia Terschüren (Foto), vom Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit in NRW, beleuchtete eindrucksvoll den demografischen Wandel hin zu einer immer älter werdenden Gesellschaft mit erheblichen Auswirkungen auf die Gesundheits- und Sozialsysteme.
Verursacht wird diese Entwicklung unter anderem durch eine wachsende Kinderarmut. Die notwendige Geburtenziffer von 2,1 für die Erneuerung der Elterngeneration wird in Mülheim an der Ruhr schon lange nicht mehr erreicht. Sie ist lediglich von 1,25 im Jahre 2005 auf 1,46 im Jahre 2008 gestiegen. Auch die Zuwanderung junger Migranten kann das steigende Geburtendefizit nicht mehr kompensieren.
Hinzu kommt, dass die Lebenserwartung ansteigt. Ein 60-jähriger Mann lebt heute im Durchschnitt noch 20,2 Jahre, eine 60-jährige Frau 24,2 Jahre länger. Dabei nehmen die Neuerkrankungsraten und die Anzahl chronischer Erkrankungen mit steigendem Lebensalter zu.
(alle Fotos: Walter Schernstein)
Mit einem gesunden Lebensstil kann jeder einzelne diesem Trend entgegen wirken und auf eine gute Gesundheit im Alter hinarbeiten. Dabei werden ausreichend körperliche, geistige und soziale Aktivitäten und eine gesunde Ernährung im Alter immer wichtiger. Prof. Dr. Hans-Georg Nehen, Chefarzt im Geriatriezentrum Haus Berge in Essen, erläuterte in seinem Vortrag die sensible gesundheitliche Situation alter und höchstaltriger Menschen und stellte Regeln für ein gesundes Älterwerden vor:
Seien Sie in allen Lebensaltern körperlich, geistig und sozial aktiv
- Leben Sie in allen Lebensaltern gesundheitsbewusst
- Nutzen Sie Vorsorgemaßnahmen
- Es ist nie zu spät, den eigenen Lebensstil zu ändern
- Bereiten Sie sich auf Ihr Alter vor
- Nutzen Sie freie Zeit, um Neues zu lernen
- Bleiben Sie auch im Alter offen für positive Ereignisse und neue Erfahrungen
- Pflegen Sie auch im Alter Kontakte
- Trauen Sie Ihrem Körper etwas zu
- Gesundheit ist keine Frage des Alters.
- Nehmen Sie Krankheiten nicht einfach hin
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In den vier Workshops der Tagung zu den Themen:
Workshop 1: "Prävention durch Bewegung und Sport"
Dr. Andreas Schöpf, Evangelisches Krankenhaus Mülheim
Claudia Hendricks, TSV Viktoria 1898 Mülheim a. d. Ruhr e. V.
Workshop 2: "Integrierte Versorgung in Pflegeheimen"
Dieter Hillemacher, Regionaldirektion AOK Mülheim an der Ruhr
Oskar Dierbach, Evangelische Altenhilfe Mülheim an der Ruhr gemeinnützige GmbH
Workshop 3: "Gerontopsychiatrie - Wer hilft den Helfenden?"
Prof. Dr. Hans Georg Nehen, Geriatriezentrum Haus Berge, Essen
Workshop 4: "Sucht & Alter"
Dr. Jürgen Hallmann, ginko Stiftung für Prävention, Mülheim an der Ruhr
Prof. Dr. Norbert Scherbaum, LVR-Klinikum Essen, Universität Duisburg-Essen
diskutierten die Fachleute Maßnahmen und notwendige Weiterentwicklungen zu den einzelnen Themenbereichen.
Kontakt
Kontext
- Dr. C. Terschüren: Gesundheit im Alter - vergleichende regionale Analyse und Prognose (Dateigröße: 4022 KB/-typ: pdf)
- Prof. Dr. H. G. Nehen: Präsentation Gesundheit im Alter (Dateigröße: 1638 KB/-typ: pdf)
Stand: 31.03.2010







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