Großübung zur Vorbereitung der Fußball-WM

Am vergangenen Samstag (6.5.2006) übten rund 1.500 Einsatzkräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen für die Sicherheit während der Fußball-WM in Dortmund. Im Mittelpunkt der gesamten Übung stand die Bewältigung eines "Massenanfalls" von Verletzten sowie das Heranführen überörtlicher Einsatzkräfte und deren Zusammenwirken mit den Dortmunder Einheiten. Die Übung fand sogar internationales Interesse, denn neben zahlreichen Presse- und Medienvertretern aus ganz Deutschland, war extra ein Filmteam aus Japan vor Ort.

Stark vertreten waren auch Einsatzkräfte aus Mülheim an der Ruhr. Gemeinsam stellten Feuerwehr, beide Mülheimer Krankenhäuser, Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter Unfallhilfe (JUH), Malteser Hilfsdienst (MHD), Technisches Hilfswerk (THW), Notfallseelsorge Mülheim (NFS) und die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) einen Behandlungsplatz zur Versorgung und Behandlung von 50 schwer- und schwerstverletzten Patienten.



Gegen acht Uhr setzte sich der Mülheimer Konvoi, bestehend aus rund 40 Einsatzfahrzeugen und fast 140 Einsatzkräften, in Richtung Dortmund in Marsch. Zunächst wurde in einen speziell für die Fußball-WM eingerichteten "Verfügungsraum" verlegt. Hier konnten sich die Einsatzkräfte kurz erfrischen und wurden in die Übungsabläufe eingewiesen.



Ab 12 Uhr startete die Übung mit zwei parallel ablaufenden Schadensereignissen auf dem Gelände Hohenbuschei (ehemaliges Kasernengelände) in Dortmund-Brackel und dem Areal der Deutschen Gasrußwerke in Dortmund-Deusen.

Die Einsatzkräfte aus Mülheim an der Ruhr wurden auf dem Areal der Deutschen Gasrußwerke eingesetzt. Hier war als Übungslage eine Explosion angenommen worden, durch die zirka 40 Personen verletzt wurden. Die Feuerwehr Dortmund hatte hier die Aufgabe die Verletzten aus dem direkten Gefahrenbereich zu retten, bevor sie durch Mülheimer Einsatzkräfte übernommen und einer fachgerechten Behandlung zugeführt werden konnten. Die Verletztendarsteller waren äußerst realistisch geschminkt, so dass insbesondere das medizinische Einsatzpersonal stark gefordert war.



Hintergrund der Übung, die gegen 18 Uhr beendet war, ist das nationale Sicherheitskonzept zur Fußball-WM 2006, das für alle Spielorte verbindlich vorschreibt, die personellen, materiellen und organisatorischen Vorraussetzungen zur Versorgung von etwa zwei Prozent der maximalen Anzahl von Stadionbesuchern zu schaffen. Für alle Spielorte bedeutet dies, dass die Vorbereitungen zur Versorgung von rund 1.200 Verletzten zu treffen sind.


Die Mülheimer Einsatzkräfte erfuhren durch die zahlreichen Beobachter und Fachbesucher dieser Übung großes Lob für die hervorragende Leistung. Wieder einmal hat sich die gute Zusammenarbeit des Mülheimer Katastrophen-schutzes und das regelmäßige gemeinsame Training bewährt.

"Die Übung ist aber nicht nur Vorbereitung für die Fußball-WM gewesen, sondern zugleich auch eine hervorragende Schulung für vergleichbare Ereignisse in Mülheim an der Ruhr," resümierte Feuerwehr-Chef Burkhard Klein.









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Stand: 08.05.2006

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