Archiv-Beitrag vom 02.02.2009Gründungsbeauftragte der neuen Fachhochschule Westliches Ruhrgebiet vorgestellt

Die nordrhein-westfälische Landesregierung schafft in den kommenden Jahren 11.000 neue Studienplätze. Dafür gründet das Land drei neue Fachhochschulen - unter anderem die Fachhochschule Westliches Ruhrgebiet mit 2.500 Studienplätzen in Mülheim an der Ruhr und Bottrop - und baut bestehende Fachhochschulen aus. Weitere 1.000 Studienplätze entstehen an der Gesundheitsfachhochschule, deren Standortwettbewerb zurzeit noch läuft. Bereits vor Inkrafttreten des Errichtungsgesetzes, das für den 1. Mai vorgesehen ist, sollen Anfang Februar die staatlichen Gründungsbeauftragten an den einzelnen Standorten ihre Arbeit aufnehmen und wichtige Vorarbeiten leisten.

Pressekonferenz Fachhochschule Westliches Ruhrgebiet. Vorstellung der Gründungsbeauftragten durch Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart. Haus der Wirtschaft.02.02.2009Foto: Walter Schernstein

Präsentieren das Logo der neuen Fachhochschule: v.l.n.r. Heinz Lison, Klemens Kroll (1. Beigeordneter in Bottrop), Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, Helmut Köstermenke, Prof. Andreas Pinkwart, Jürgen Schnitzmeier (M&B), Prof. Eberhard Menzel   

 

Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart besuchte am 2. Februar Mülheim an der Ruhr, um vor Ort den designierten Gründungspräsidenten der neuen FH Westliches Ruhrgebiet, Prof. Eberhard Menzel, und den designierten Vizepräsidenten für den Bereich der Wirtschafts- und Personalverwaltung, Helmut Köstermenke, persönlich vorzustellen. Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart: "Mit Herrn Professor Menzel und Herrn Köstermenke konnten wir zwei erfahrene Fachleute des Wissenschafts-managements für den Aufbau der neuen Fachhochschule gewinnen. Heute macht die Hochschule den ersten sichtbaren Schritt von der Idee zur Wirklichkeit. Sie hat jetzt Gesichter."

Pressekonferenz Fachhochschule Westliches Ruhrgebiet. Vorstellung der Gründungsbeauftragten durch Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart. Haus der Wirtschaft.02.02.2009Foto: Walter Schernstein

Gründungspräsident Prof. Eberhard Menzel (rechts) und Vizepräsidenten für den Bereich der Wirtschafts- und Personalverwaltung, Helmut Köstermenke

Auch der staatliche Gründungsbeauftragte und designierte Gründungspräsident, Prof. Eberhard Menzel, sieht mit Zuversicht seiner neuen Aufgabe entgegen: "Ich begrüße den Ausbau des gesamten Fachhochschulsektors in Nordrhein-Westfalen und die damit verbundenen Steigerung seines Stellenwertes. Der Vizepräsident Herr Köstermenke und ich werden alles daran setzen, die Fachhochschule an beiden Standorten zügig aufzubauen, so dass die ersten Studierenden zum Wintersemester 2009/2010 beginnen können." Prof. Menzel, zuletzt Rektor der Fachhochschule Dortmund, kann auf fundierte nationale und internationale Erfahrungen im Bereich der Elektro- und Energietechnik zurückblicken und war in verschiedenen Positionen sowohl in der Wissenschaft, als auch in der Wirtschaft, tätig. Unterstützt wird er von dem designierten Vizepräsidenten für den Bereich der Wirtschafts- und Personalverwaltung, Helmut Köstermenke, einem ausgewiesenen Verwaltungsexperten, zuletzt Kanzler an der Fachhochschule Koblenz: "Wir haben zwar gerade erst unsere Arbeit aufgenommen, sind aber schon mittendrin. In den nächsten Wochen werden wir mit der Einrichtung der Interimsgebäude für die neue FH in Mülheim an der Ruhr und Bottrop beginnen und arbeiten mit Hochdruck an der Ausarbeitung der Infrastruktur und der Studienfächer. Beginnen werden wir voraussichtlich mit den Studiengängen Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik für die wir jetzt dringend qualifiziertes Personal benötigen."

Pressekonferenz Fachhochschule Westliches Ruhrgebiet. Vorstellung der Gründungsbeauftragten durch Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart. Haus der Wirtschaft.02.02.2009Foto: Walter Schernstein

Dagmar Mühlenfeld, Oberbürgermeisterin der Stadt Mülheim an der Ruhr (Foto), freut sich über die Vorstellung der Gründungsbeauftragten und den straffen Zeitplan: "Die Erfahrung zeigt, dass sich in der Nähe einer Hochschule innovative Firmen ansiedeln, die von einem Wissenstransfer profitieren möchten. Dieser Effekt schafft neue Arbeitsplätze in einem interessanten Umfeld. Zudem bietet die Ansiedlung einer Hochschule Chancen für eine signifikante Verjüngung der Bevölkerung, um dem demographischen Wandel entgegenzuwirken. Gemeinsam mit der Mülheim & Business GmbH sowie den städtischen Gesellschaften und privaten Partnern werde ich deshalb einen Masterplan  entwickeln, um alle mit der Ansiedlung möglichen Chancen für die Stadt umzusetzen. Aber wir müssen auch unsere Infrastruktur an die neuen Anforderungen der FH anpassen, beispielsweise den ÖPNV oder die Kindertageseinrichtungen. Mein Ziel ist, dass die FH Westliches Ruhrgebiet von Anfang an familienfreundlich ist und Herr Prof. Menzel und Herr Köstermenke verfügen hier über umfangreiche Erfahrungen, denn die Fachhochschulen Koblenz und Dortmund wurden mit dem Gütesiegel "familiengerechte Hochschule" ausgezeichnet." Die Vertreter des Bewerberkonsortiums Heinz Lison, Präsident der Unternehmer-verbandsGruppe und Dirk Grünewald, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Essen, sagen den Gründungsbeauftragten auch bei der weiteren Umsetzung des Projekts ihre volle Unterstützung zu: "Am 25. Februar gründen wir einen Förderverein, in dem sich Vertreter der Wirtschaft für die Unterstützung der Hochschule - wie beispielsweise für die Einrichtung dualer Studiengänge und Stipendien sowie für die Kooperation mit den Schulen - einsetzen werden." so Heinz Lison und Dirk Grünewald." Heinz Lison geht weiter davon aus, dass die Firmen, die bereits einen "Letter of Intent" zur Förderung der Fachhochschule abgegeben haben, auch Mitglied im Förderverein werden. "Die Mülheim & Business GmbH Wirtschaftsförderung und das Amt für Wirtschaftsförderung und Immobilienmanagement der Stadt Bottrop befinden sich bereits in intensiven Gesprächen mit dem neuen FH Gründungspräsidenten sowie Mülheimer und Bottroper Immobilienpartnern, um die geplante Interimslösung bis Anfang September zu realisieren. Gründungspräsident und Vizepräsident haben zunächst einmal ihr Büro im Mülheimer HAUS DER WIRTSCHAFT in der Wiesenstraße bezogen. Die Mülheimer Wirtschaftsförderung wird den Aufbau der FH sowie den Aufbau eines Zentrums "Zukunft durch Innovation" zur Erhöhung der Technikorientierung in den weiterführenden Schulen und der Studienquote in den so genannten MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik intensiv begleiten und sich dazu auch personell verstärken," kündigte Mülheim & Business-Geschäftsführer Jürgen Schnitzmeier an. Die geplante FH Westliches Ruhrgebiet soll eine vernetzte, internationale und unternehmerische Fachhochschule mit offenen Strukturen, Ambiente und Flair werden und ihren Schwerpunkt in den so genannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) haben. Ab dem Wintersemester 2009/10 können die ersten Studierenden das Studium voraussichtlich in den Fächern Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik aufnehmen. Hierfür werden in Mülheim und Bottrop zunächst Interimsgebäude zur Verfügung gestellt. Interessierte Dozenten können sich per E-Mail bei Prof. Eberhard Menzel melden unter info@fh-westlichesruhrgebiet.de. Ehrgeiziges Ziel ist es, bis zum Doppel-Abiturjahrgang 2012/13 die FH Westliches Ruhrgebiet in den Neubauten an der Ruhrbania-Ruhrpromenade in Mülheim an der Ruhr (2.000 Studienplätze) und an der Hans-Sachs-Straße in Bottrop (500 Studienplätze) vollständig in Betrieb zu nehmen. Sowohl der Standort in Mülheim an der Ruhr, als auch der Standort in Bottrop sind innerstädtisch gelegene Filet-Grundstücke mit ÖPNV-Anbindung. Über den designierten Gründungspräsidenten Prof. Eberhard Menzel Prof. Eberhard Menzel ist seit Februar 2009 staatlicher Gründungsbeauftragter der FH Westliches Ruhrgebiet und für den Aufbau der neuen Hochschule mit Standorten in Mülheim an der Ruhr und Bottrop verantwortlich. Er wird nach Gründung der Hochschule am 1. Mai 2009 Gründungspräsident. Der gebürtige Niedersachse kam 1990 als Professor im Fachbereich "Elektrische Energietechnik" an die Fachhochschule Dortmund und war dort seit 2002 erfolgreich als Rektor tätig. Er studierte in Aachen Elektrotechnik mit den Schwerpunkten Halbleiterherstellung und Mikroelektronik. 1975 wechselte er zur Universität Duisburg, arbeitete als wissenschaftlicher Assistent und promovierte 1981. Anschließend ging Menzel in die USA zur Firma IBM, wo er in Yorktown Heights in einem Forschungslabor zum Test von Verdrahtungsmodulen tätig war. 1983 avancierte Prof. Menzel schließlich zum Gründungsmitglied und technischen Direktor der Firma ABT Inc., die sich mit Testgeräten für integrierte Schaltkreise befasste. Vor seiner Berufung an die FH im Jahre 1990 war Menzel Projekt- und Entwicklungsleiter einer Elektronikfirma in München. Helmut Köstermenke wird am 1. Mai 2009 Vizepräsident für den Bereich der Wirtschafts- und Personalverwaltung der FH Westliches Ruhrgebiet und ist ab sofort in dieser Funktion beratend tätig. Seit 2005 ist er Kanzler an der Fachhochschule Koblenz, absolvierte ein Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Stuttgart und arbeitete nach der Staatsprüfung in verschiedenen Kommunalverwaltungen. 1991 übernahm Helmut Köstermenke an der Fachhochschule Furtwangen die Aufgabe des Kanzlers. 

(Fotos: Walter Schernstein)

Filmbeitrag zum Besuch des Innovationsministers des Landes NRW, Prof. Dr. Andreas Pinkwart zur Ernennung der Gründungsbeauftragten für die neue Fachhochschule

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Stand: 19.02.2009

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