Archiv-Beitrag vom 03.04.2009Hallo Ü-Wagen-Sendung aus Mülheim

Im Mittelpunkt! - Einzelkinder

Live und öffentlich vom Kurt-Schumacher-Platz

WDR 5 Frequenz 88.8 MHz

Moderation: Ralph Erdenberger

Sie gelten als verwöhnt und arrogant, sie erwarten, gehätschelt und gepäppelt zu werden, sie haben das Teilen nicht gelernt und ebenso wenig die Rücksichtnahme. So ungefähr lauten die gängigsten Vorurteile, mit denen sich Einzelkinder konfrontiert sehen. Dabei wachsen heute rund 30 Prozent der deutschen Kinder ohne Bruder oder Schwester auf. Dass viele von ihnen zeit ihres Lebens Sehnsucht nach einer großen Schwester oder einem kleinen Bruder haben und sich spätestens, wenn die Eltern alt werden, jemanden wünschen, mit dem sie die Last und Sorge teilen können, wird dabei oft vergessen. Was bedeutet der Trend zum Einzelkind für Großeltern, Eltern und Kind? Welche Vorurteilen begegnen sie und welche davon stimmen vielleicht sogar, fragt Ralph Erdenberger bei Hallo Ü-Wagen am 11. April in Mülheim an der Ruhr auf dem Kurt-Schumacher-Platz.

Die Wissenschaft sieht einen Trend zur "Kompromissfamilie": Ein einzelnes Kind geht gerade noch mit den eigenen Karrierewünschen konform. Und die Forschung findet keine gravierenden Unterschiede im Lebenserfolg und Lebenslauf, ob man nun mit oder ohne Geschwister aufwächst, auch wenn die Vorurteile Prinzessinnen und Prinzen vermuten. In China wächst gar eine ganze Generation ohne Geschwister auf, 25 Jahre Ein-Kind-Politik, hinterlassen langsam Spuren. Auf den "kleinen Kaisern" lastet mächtig Druck – sie sind für alle Wünsche und Sehnsüchte der Familie zuständig. Hallo Ü-Wagen mit wissenschaftlichen und persönlichen Experten zu einem Thema, das die Gesellschaft in zwei Drittel und ein Drittel trennt.

Redaktion: Ursula Daalmann

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Stand: 03.04.2009

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