Haus der Stadtgeschichte/Musikschule
Der Umbau der Alten Augenklinik ist weitgehend abgeschlossen. Als erstes Kulturinstitut ist im März 2013 die Musikschule dort eingezogen, im August folgt dann voraussichtlich das Stadtarchiv.
„Bevor wir mit unseren Archivbeständen umziehen, müssen wir in den fertiggestellten Räumen Messungen durchführen, um zu schauen, wie stabil das Raumklima ist“, erklärt Dr. Kai Rawe, Leiter des Stadtarchivs. „Das wird über mehrere Wochen gehen, um verlässliche Daten zu erhalten.“
Als Ausflugslokal war das Haus ursprünglich im Jahr 1901 gebaut worden. Der Restaurantbetrieb "Johannisburg" existierte aber nur wenige Jahre. Bereits im Juli 1907 nahm dort die Augenklinik ihren Betrieb auf, finanziert durch die eigens zu diesen Zweck gegründete Leonhard-Stinnes-Stiftung. Bis Mitte der 1980er Jahre operierten dort Ärzte, dann erhielt die Augenklinik ein neues Gebäude neben dem Evangelischen Krankenhaus. An die einstige architektonische Schönheit mit Türmen erinnert heute kaum noch etwas. Ein Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg zerstörte das Gebäude weitgehend.
Der Besucher betritt das umgebaute Haus nun durch einen neuen Anbau. Er gelangt dann in ein Foyer, das für die Präsentation von historischen Ausstellungen vorgesehen ist. Der Anbau beherbergt darüber hinaus einen Veranstaltungssaal, der mit Konzerten und historischen Vorträgen bespielt werden soll. Etwa 100 Gäste finden dort Platz. Auf einer Empore gibt es ein kleines Cafe und wer möchte, kann seinen Kaffee sogar im dahinter gelegenen Garten trinken. An die 4000 Quadratmeter Nutzfläche bietet das Gebäude: 60 Prozent davon belegt die Musikschule, 40 Prozent das Stadtarchiv. Bauherr und Eigentümer der Immobilie ist die Leonhard-Stinnes-Stiftung.
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Stand: 10.06.2013
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