Haus der Stadtgeschichte

In der ehemaligen Augenklinik an der von-Graefe-Straße soll das �Haus der Geschichte� entstehen. 16.06.2009 Foto: Walter Schernstein

Die ehemalige Augenklinik an der Von-Graefe-Straße wird derzeit zum Haus der Stadtgeschichte umgebaut und wird nach der Fertigstellung neue Heimat sowohl des Stadtarchivs als auch der Musikschule werden. Bauherr und Eigentümer der Immobilie ist die Leonhard-Stinnes-Stiftung. Rund 12 Millionen Euro investiert die Stiftung in das Projekt, das im Sommer 2012 bezugsfertig sein soll.

Es wird ein Haus der Bürger, der Begegnung, so sieht es Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld. Sie freut sich, mit dem Projekt dem wachsenden Interesse an der Stadtgeschichte entgegen zu kommen. Das heutige Archivgebäude sowie das Gebäude der Musikschule wird die Stadt vermarkten.

Als Begegnungsstätte war das Haus an der Von-Gräfe-Straße ursprünglich im Jahr 1901 errichtet worden. Ausflugslokal "Johannisburg" hieß es damals, aber nur wenige Jahre. Im Juli 1907 bereits wurde der Klinikbetrieb aufgenommen. Bis Mitte der 80er Jahre haben Ärzte dort operiert, dann wurde die neue Augenklinik am Evangelischen Krankenhaus gebaut. An die einstige architektonische Schönheit mit Türmchen erinnert heute nichts mehr. Ein Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg zerstörte die Klinik zum Teil bis auf die Grundmauern.

Der Besucher betritt das Haus künftig durch einen neuen Anbau und gelangt zunächst in eine Ausstellungshalle. "Auch hier profitieren wir", so OB Mühlenfeld. Bisher habe die Stadt gerade mal im Rathaus-Foyer Künstlern Ausstellungsfläche anbieten können. Der Anbau beherbergt zudem einen Konzert- oder Vortragssaal. Etwa 100 Gäste finden dort Platz. Auf einer Empore gibt es ein kleines Cafe, wer will, kann seinen Kaffee auch im Garten trinken. An die 4000 Quadratmeter wird das umgebaute Gebäude bieten, 60 Prozent belegt davon die Musikschule.

Die Fassade des Anbaus wird als Werksteinfassade ausgebildet und durch große verglaste Flächen gegliedert. Die noch vorhandenen Bau- und Zierelemente der Fassade aus alten Zeiten sowie der Sockel aus Basaltstein werden nach historischem Vorbild restauriert. Das Haus, so sehen es die Planer und Architekten, soll auch künftig wieder etwas fürs Auge sein. Der Umzug von Stadtarchiv und Musikschule in das neue Domizil ist Ende 2012 geplant.

 

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Stand: 01.02.2012

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