Archiv-Beitrag vom 29.09.2009Herbstzeit - Laubzeit

Auch in diesem Herbst ist die MEG wieder mit bis zu drei Laubsaugwagen im Stadtgebiet unterwegs, um bezirksweise die Straßen von gefallenem Laub zu befreien.

Logo der MEG Mülheimer EntsorgungsGesellschaft mbH

Die private Laubentsorgung funktioniert über die MEG-Laubsäcke:

Diese sind bei der MEG an der Pilgerstraße, im Bürgeramt, Löhstraße 22 – 26, oder in ausgewählten Geschäften im Stadtgebiet zum Preis von 1,20 EUR pro Stück erhältlich. Wer eine Biotonne hat, kann die Laubsäcke am Abfuhrtag der Biotonne dazu stellen. Wer keine Biotonne hat, muss beim MEG-Bürgerservice einen Abholtermin vereinbaren.

Im eigenen Garten kann Laub aber auch sehr nützlich sein. Daher ist von Laubsaugern, deren Gebrauch mittlerweile sogar zeitlich reglementiert wurde, gänzlich abzuraten. Vor allem auf unversiegelten Flächen saugen diese mobilen (vermeindlichen) Gartenhelfer auf dem Boden und in der bodennahen Krautschicht Kleintiere wie Insekten und Spinnen auf und töten sie. Darüber hinaus gehen wertvolle Pflanzensamen verloren. Die Folge: Flora und Fauna verarmen!

Schon einfache Maßnahmen können dazu beitragen, die Natur nicht unnötig zu beeinträchtigen. Wer das Laub nicht einfach liegen lassen möchte, sollte zumindest auf den Laubsauger verzichten und den herbstlichen Blättersegen mit einem Laubrechen abfegen. Unter Bäume und Sträucher verteilt oder 10-15 cm hoch auf Beete aufgeschichtet bietet das Laub einen ausgezeichneten Schutz vor den anstehenden winterlichen Temperaturen. Hiervon profitieren nicht nur die Pflanzen. Auch zahlreichen Tieren dient das Laub als Unterschlupf und Schutz vor der Kälte. Einfache Laubhaufen erfüllen ebenfalls diesen Zweck.

Das Verbrennen von Laub und sonstigen Grünabfällen ist seit dem 1. Mai 2000 verboten! Verboten ist seither gleichfalls, Laub, Rasenschnitt etc. über den Restabfallbehälter zu entsorgen. Sinnvoll verwertet wird das Laub hingegen auch auf dem eigenen Kompost.

 

Hausbesitzer haften für "Herbstliche Rutschpartien"

 

Was viele Mieter und Eigentümer vielleicht nicht wissen: Sie haften für "Herbstliche Rutschpartien". Die Bürgersteige müssen daher von ihnen vom Laub befreit werden. Hat die Gemeinde die Pflicht zum Kehren auf die Hausbesitzer übertragen, sind sie für deren Verkehrssicherheit verantwortlich. Deshalb lasten auf ihnen auch die finanziellen Folgen, wenn Passanten auf glitschigem Herbstlaub ausrutschen und sich verletzen. Wissenswertes, wer "Besen bei Fuß" stehen muss und rund um den Versicherungsschutz hat die Verbraucherzentrale NRW jetzt in den folgenden Tipps zusammengestellt:

 

Buchenwald im Speldorfer Waldgebiet Mülheim an der Ruhr zur Herbstzeit

 

  • Wie oft muss gekehrt werden?
    Es gibt keine genauen Regelungen, wie häufig der Besen geschwungen werden muss. Türmt sich das Laub zu Bergen, müssen Mieter oder Hausbesitzer häufiger Einsatz zeigen.  Andererseits ist es nicht zumutbar, den Blätterwald den ganzen Tag über zu lichten. Laut der Mülheimer Straßenreinigungssatzung mindestens aber einmal pro Woche. Das bedeutet zugleich: Nicht jeder Unfall auf laubbedecktem Boden zieht automatisch Schadenersatzansprüche nach sich. Im Streitfall prüfen Richter nämlich, ob der Fußgänger den Unfall nicht durch allzu sorgloses Verhalten mitverschuldet hat.

  • Wer ist in der Pflicht?
    In der Regel vereinbaren Eigentümer mit ihren Mietern, dass diese für den "Herbstputz" auf dem Bürgersteig zu sorgen haben. Doch selbst wenn dies im Mietvertrag schriftlich festgehalten ist, bleibt der Eigentümer in der Pflicht, die regelmäßige und ordnungsgemäße Reinigung zu kontrollieren. Für den Fall, dass ein Vermieter seinen Mieter schadenersatzpflichtig machen will, weil dieser es mit der Laubbeseitigung nicht so genau genommen hat, tritt in der Regel die Privathaftpflicht des Mieters ein. In Anlagen mit Eigentumswohnungen sind alle Wohnungseigentümer gemeinsam in der Pflicht, dass Passanten durch Herbstlaub nichts Schlimmes passiert.

 

  • Welche Versicherung springt bei Schäden ein?
    Besitzer von selbst genutzten Eigenheimen, Eigentums- und Ferienwohnungen schützt die Privathaftpflichtversicherung vor Schadenersatzforderungen von Fußgängern, die sich durch glitschiges Herbstlaub verletzt haben. Bei Besitzern von Mehrfamilienhäusern oder Vermietern von Einfamilienhäusern tritt deren Haus- und Grundeigentümer-Haftpflicht ein, wenn Passanten durch herbstliche Rutschpartien Blessuren davongetragen haben. Verunglückt ein Fußgänger in Wohnanlagen mit Eigentumswohnungen, kann dieser sich mit berechtigten Ansprüchen an allen Eigentümern schadlos halten. Auch denkbar, dass sich der Verunglückte dann einen Eigentümer zwecks Haftung aussucht – und dieser das Geld dann von den übrigen Miteigentümern wieder eintreiben muss. Die Haftung der Eigentümer gilt übrigens auch dann, wenn die Eigentumswohnung vermietet wurde.

Weitere Informationen zum Rechtsschutz und bei Fragen zu Versicherungsschäden gibt die Verbraucherzentrale NRW e. V., Hans-Böckler-Platz 1 - 31, Forum-City
45468 Mülheim an der Ruhr
Telefon: 02 08 / 3 20 25, Telefax: 02 08 / 3 20 87
E-Mail: muelheim@vz-nrw.de
www.vz-nrw.de

Öffnungszeiten:
Montag: 9-14 Uhr 15-18 Uhr
Dienstag: 9-14 Uhr
Mittwoch: nach Vereinbarung
Donnerstag: 9-14 Uhr 15-18 Uhr
Feitag: 9-14 Uhr 

Kontakt


Stand: 08.10.2009

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