Hibakusha fordern nachdrücklich Abschaffung der Atomwaffen

Internationale Unterschriftensammlung der Mayors für Peace

Für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen: Die Flagge des weltweiten Städtebündnisses Bürgermeister für den Frieden (Mayors for Peace)Die Mayors for Peace setzen sich seit 1982 für die weltweite Abschaffung aller Atomwaffen ein. Inzwischen gehören dem Netzwerk über 7000 Städte und Gemeinden aus über 160 Ländern an. In Deutschland sind rund 470 Mitglieder dem Bündnis beigetreten. Mülheim an der Ruhr ist seit 2005 ebenfalls Bündnismitglied der "Bürgermeister für den Frieden". Oberbürgermeister Ulrich Scholten stellt sich hinter die Ziele der Mayors for Peace und engagiert sich für deren Umsetzung.
Wie auch bei der jetzigen Bitte um Unterstützung einer internationalen Unterschriftenkampagne für die Abschaffung aller Atomwaffen.

Deutsche Übersetzung des Briefes der Mayors für Peace zur internationalen Unterschriftensammlung zur Unterstützung des Aufrufs der Hibakusha (Überlebende der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki) für die Abschaffung aller Atomwaffen:

Die Menschheit steht gegenwärtig an einem Scheidepunkt, ob sie unseren blauen Planeten mit all seinen Lebewesen retten oder weiter den Weg der Selbstzerstörung beschreiten soll. Die zwei Atombomben, die am 6. und 9. August 1945 von den US- Streitkräften abgeworfen wurden, zerstörten Hiroshima und Nagasaki in einem einzigen Augenblick vollständig, sie töteten und verletzten unterschiedslos Hunderttausende von Menschen. Mit den verkohlten Leichen, mit Körpern, deren Haut sich abschälte, und mit Menschengruppen, die sich lautlos dahinschleppten, brach die Hölle auf Erden aus. Diejenigen, die gerade noch überlebt hatten, brachen bald einer nach dem anderen zusammen.

"Seit mehr als 70 Jahren kämpfen wir um unser Weiterleben, immer belastet durch Spätfolgen und die Angst vor möglichen Auswirkungen der Strahlung auf unsere Kinder und Enkel. Wir wollen, dass sich eine solche Tragödie niemals wiederholt. Nach 11 Jahren des Schweigens und Leidens nach dem Atombombenabwurf versammelten sich die Hibakusha im August 1956 in Nagasaki und gründeten Nihon Hidankyo, die japanische Vereinigung der Verbände, in denen sich die Überlebenden der Atom- und Wasserstoffbomben organisieren. Damals gelobten wir, uns dafür einzusetzen, „die Menschheit aus der Krise zu retten durch die Lehren, die wir aus unserer Erfahrung gezogen haben, und uns damit selbst zu retten.“ Seitdem haben wir ständig an die Welt appelliert, dass „es niemals wieder weitere Hibakusha geben solle“. Das ist der Schrei unserer Seele. Es gibt weiter Kriege und Konflikte in der Welt, und viele Leben unschuldiger Menschen gehen verloren."

Atomwaffen werden verwendet, um andere zu bedrohen. Es gibt auch Bestrebungen, neue Atomwaffen zu entwickeln. Die Zerstörungskraft der vorhandenen Atomwaffen, insgesamt deutlich mehr als 10.000, beträgt mehr als das Zehntausendfache der Bomben von Hiroshima und Nagasaki zusammen. Atomwaffen sind „Waffen des Teufels“. Sie könnten die menschliche Gattung und alle anderen Geschöpfe auslöschen. Sie könnten die Umwelt zerstören und unsere Welt in einen toten Planeten verwandeln. Die Menschen haben den Einsatz, die Entwicklung, die Produktion und den Besitz von biologischen und chemischen Waffen durch Verträge und Vereinbarungen verboten. Warum zögern wir, die Atomwaffen zu verbieten, die eine weit größere Zerstörungskraft haben als diese Waffen? Wir, die Hibakusha, appellieren an alle Regierungen, einen Vertrag über das Verbot und die Abschaffung der Atomwaffen abzuschließen.

Das Durchschnittsalter der Hibakusha beträgt jetzt mehr als 80 Jahre. Es ist unser nachdrücklicher Wunsch, noch in unserer Lebenszeit eine atom-waffenfreie Welt zu erreichen, so dass die nachfolgenden Generationen niemals wieder die Hölle auf Erden erleben müssen. Sie, Ihre Familien und Verwandten, und alle anderen Menschen sollten nicht wieder zu Hibakusha gemacht werden. Wir glauben, dass Ihre Unterschriften unter diesem Aufruf zusammen mit den Stimmen von Hunderten Millionen Menschen auf der Welt die interna-tionale Politik beeinflussen können. Sie werden schließlich die Zukunft unseres blauen Planeten mit all seinen Lebensformen bewahren. Wir bitten Sie nachdrücklich, ihre Unterschrift unter diesen Appell zu setzten."

Initiatoren des Aufrufs: Sunao Tsuboi, Sumiteru Taniguchi and Mikiso Iwasa, Co-Chairpersons, Hidankyo (Japan Confederation of A-and H-Bomb Sufferers Organizations) Terumi Tanaka, Secretary General, Hidankyo Kwak Kwi Hoon, Honorary Chairman, Korean Association of Atomic Bomb Victims Tsukasa Mukai, President, US Association of Atomic Bomb Victims Takashi Morita, President, Associacao Hibakusha Brasil Pela Paz Setsuko Thurlow, Hibakusha of Hiroshima, Toronto, Canada Yasuaki Yamashita, Hibakusha of Nagasaki, Mexico City, Mexico

Liste liegt in Geschäftsstelle der Lokalen Agenda 21 aus

Oberbürgermeister Scholten hat als einer der Ersten in Mülheim unterschrieben.
Die Liste liegt in der Geschäftsstelle Klimainitiative und Lokale Agenda 21, Löhberg 28 bis Ende September aus.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10.00 bis 16.00 Uhr und nach Vereinbarung sowie zu
Abendveranstaltungen ab 18.00 Uhr.

Interessierte können sich dort eintragen. Die Liste geht dann nach Japan!

Der gesamte Brief nebst Vordruck zur Unterschriftensammlung ist als pdf-Datei zum Herunterladen beigefügt.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Mayors for Peace.

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Stand: 20.07.2017

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