Archiv-Beitrag vom 28.02.2012Hoher Besuch beim EFI-Projekt

Staatssekretärin des Gesundheitsministeriums besucht Ehrenamtliche des Centrum für bürgerschaftliches Engagement (CBE)

Mit einem Besuch der Staatssekretärin Marlis Bredehorst bei den Ehrenamtlichen des Projektes „Erfahrungswissen für Initiativen“ (EFI) würdigte das Landesministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter das ehrenamtliche Engagement Mülheimer Seniorinnen und Senioren.
Die Staatssekretärin wurde am Freitag, 24. Februar, zunächst durch  Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld im CBE empfangen und nahm dann ab 10.30 Uhr an einer Vorstellung und gemeinsamen Diskussion mit den Mülheimer Aktiven des EFI – Projektes im Medienhaus teil. Die Staatssekretärin zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Projekte und dem großen Engagement der Ehrenamtlichen.

Staatssekretärin Marlis Bredehorst (links) vom Gesundheitsministerium und Ilse Schwarzer (rechts) sowie Katharina Wehner (CBE).

Staatssekretärin Marlis Bredehorst (links) vom Gesundheitsministerium und Ilse Schwarzer (rechts) sowie Katharina Wehner (CBE).
Foto: Centrum für bürgerschaftliches Engagement

 

Seit 2006 gibt es das EFI - Projekt, in dem Menschen durch das CBE unterstützt und gemeinsam mit dem Evangelischen Bildungswerk Nordrhein qualifiziert werden. Ziel ist es, eigene Projektideen im sozialen, kulturellen, generationenübergreifenden oder Stadtteilbezogenen Bereich umzusetzen.

Die Ergebnisse haben Namen wie „Lila Feen“, „Heinzelwerk“, „Malstübchen“, „Mario & Nette“ oder „LINA“. Dahinter stehen engagierte Menschen aus Mülheim, die im nachberuflichen Leben nicht die Hände in den Schoß legen, sondern ihre Fähigkeiten und Erfahrungen nutzen wollten, um langfristige, gemeinnützige Projekte aufzubauen.

Ausgestattet mit Kenntnissen in Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising setzen sie eigene Ideen um oder bringen sich in bereits bestehende Initiativen ein. So ist ein bunter Strauß unterschiedlicher Projekte in Mülheim entstanden, der von einem Netzwerk aus 40 Aktiven, die in den vergangenen Jahren teilgenommen haben, getragen wird.

Das Land hat das Projekt "Erfahrungswissen für Intiativen" in den letzten Jahren in 24 Städten durch Unterstützung der örtlichen Anlaufstellen, der Qualifizierung der Ehrenamtlichen und den Aufbau der Informationen auf der Internetseite des
Forum Seniorenarbeit gefördert.

Erfolgreiches Netzwerk - Best Practice-Beispiele

Beim monatlichen Stammtisch und den halbjährlichen Netzwerk-Treffen, die durch das CBE als Anlaufstelle organisiert werden, berichten die EFIs - wie sie sich selbst nennen - von der Entwicklung in ihren Projekten, unterstützen sich gegenseitig und nutzen den mittlerweile entstandenen Kompetenz - Pool um ihre Ideen in die Praxis umzusetzen.

So entstand auch das Projekt „Lila Feen“ von Ilse Schwarzer, die mit ihrem Projekt allein erziehende Mütter und Väter stärken will, indem sie eine ehrenamtliche Kinderbetreuung organisiert. Die Menschen, die sie durch EFI kennenlernte, halfen bei der Umsetzung und mit der Evangelischen Familienbildungsstätte und dem Diakonischen Werk an der Ruhr konnte sie kompetente Kooperationspartner gewinnen.

Erich Reichertz hatte eine ganz andere Idee. Er wollte eine besondere Form der Nachbarschaftshilfe initiieren. Die „Heinzelwerker“ erbringen einfache, handwerkliche Arbeiten für Menschen, die bedürftig und/ oder aufgrund ihrer Lebenssituation zu solchen Arbeiten nicht selbst in der Lage sind. Insgesamt 18 Ehrenamtliche helfen nun unter dem Dach dieser Initiative dabei, eine Glühbirne auszuwechseln, ein Türscharnier zu ölen oder ein Bild aufzuhängen.

Insgesamt 18 solcher oder ähnlicher Projekte sind mittlerweile aus EFI entstanden und weitere sind in Planung. Mit dem Besuch der Staatssekretärin wird diese besondere Leistung der Ehrenamtlichen gewürdigt.

Ihre Ansprechpartnerin beim CBE ist Eva Winkler.
Telefon: 0208 / 970 68 13, E-Mail: eva.winkler@cbe-mh.de.


Stand: 28.02.2012

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