Archiv-Beitrag vom 16.06.2009"Wilde Ideen" werden umgesetzt

Am 23. April 2009 wurde eine Planungswerkstatt für den neu zu gestaltenden Spielplatz Steinkuhle durchgeführt. Veranstaltet wurde dieses Beteiligungsprojekt vom Amt für Kinder, Jugend und Schule in Zusammenarbeit mit der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule Heinrichstraße und dem Büro für Moderation und Management in der Stadt(teil)entwicklung aus Dortmund.

18 Kinder im Alter von 6 – 11 Jahren aus der GGS Heinrichstraße haben daran teilgenommen. Anhand von liebevoll gestalteten Modellen präsentierten die GrundschülerInnen ihre "Wilde Ideen".

"Hasenheimat im Hasenbergtal"

Herausgekommen sind unter dem Motto "Hasenheimat im Hasenbergtal" eine Menge an Anregungen und tollen Ideen. Die gewünschten Spiele trugen Namen wie "Magischer Berg", "Karottenschiff" oder "Hasenstall"... der Kreativität waren hier keine Grenzen gesetzt!

 Ergebnisse der Planungswerkstatt Spielplatz Steinkuhle. OGS Heinrichstraße, August-Schmidt-Straße 30. 15.06.2009 Foto: Anke Degner

Einige Kinder der Planungswerkstatt "Wilde Ideen" vor einem ihrer liebevoll gestalteten Modelle (Foto: Anke Degner)


Die Ergebnisse der Planungswerkstatt wurden inzwischen von einem Landschaftsarchitekten in einen Planungsentwurf eingearbeitet, der den beteiligten Kindern und den Eltern jetzt vorgestellt wurde.

Diplomingenieur Jürgen Oppers von ambientes präsentierte gemeinsam mit Jochen Schwatlo vom Amt für Grünflächenmanagement und Friedhofswesen den Vorentwurf und die darin umgesetzten Ideen der Kinder. (Planentwurf siehe Datei zum Kontext).

Aufgrund der topographischen Besonderheit findet sich im Motto der Partizipationsveranstaltung der alte umgangssprachliche Name dieses Bereiches wieder - das Hasen(berg)tal. Um die enormen Höhenunterschiede für den Nutzer erlebbar zu machen werden neue Sichtachsen geschaffen und neben normgerechten Wegen auch ungewöhnliche Verbindungen hergestellt. So ist beispielsweise eine Felsentreppe geplant, die nicht nur den Bezug zur Steinkuhle herstellt und als Sitztribüne für den Bolzplatz dienen kann, sondern auch den "Crosslauf" ermöglicht. Diese moderne Form der sportlichen Betätigung im Rahmen einer zeitgemäßen generationsübergreifenden Freiflächengestaltung folgt der kriminalpräventiven Empfehlung der Polizeidirektion Essen zu mehr Sicherheit und sozialer Kontrolle durch hohe Nutzerfrequentierung. Unter diesem Aspekt soll die derzeit als Hundeauslaufstrecke genutzte obere Wiese auch künftig nicht für Hunde verboten, sondern durch transparente und doch trennende Gestaltung für die verschiedenen Nutzergruppen attraktiviert werden. Insgesamt 286.000 Euro stehen für die Umsetzung der Gesamtmaßnahme zur Verfügung. Die Arbeiten beginnen noch in diesem Jahr und sollen bis Ende 2010 abgeschlossen sein.

Ergebnisse der Planungswerkstatt Spielplatz Steinkuhle. OGS Heinrichstraße, August-Schmidt-Straße 30. 15.06.2009 Foto: Anke Degner

Landschaftsarchitekt Jürgen Olbers bei der Präsentation seines Vorentwurfs in der Städtischen Grundschule Heinrichstraße (Foto: Anke Degner)


Die anwesenden Eltern zeigten sich bei der Vorstellung der Ergebnisse interessiert und wissbegierig, brachten ebenfalls Vorschläge und Ideen für die Umsetzung mit ein. Die Hundewiese war auch bei ihnen ein zentrales Thema. Jochen Schwatlo ist sich bei der Sache mit den Hunden aber sicher: "Das Zusammentreffen zwischen Anwohnern und Hundebesitzern kann man nur in einem freundlichen Miteinander regeln. Ich bin jedoch froh, dass sich die Hundebesitzer nebst ihrer Vierbeiner hier aufhalten und dass die Idee von den Kindern selbst kam." Und, so Schwatlo weiter: "Hundebesitzer haben die Anlage im Blick. Dort ist dann Leben, auch Abends und das ist für die soziale Kontrolle sehr wichtig."

Spielplatzpaten gesucht!

Das ist das Stichwort für Elfriede Majer vom Amt für Kinder, Jugend und Schule, die die Gelegenheit wahrnahm erneut für die Übernahme einer Spielplatzpatenschaft zu werben: "Wir suchen noch für diesen Spielplatz an der Steinkuhle Spielplatzpaten, die ein Auge auf den Platz werfen, Schäden oder mögliche Gefahrenstellen melden und als Ansprechpartner für die Kinder vor Ort sind. Sozusagen als Schnittstelle zwischen der Bezirksvertretung und der Verwaltung auf der einen und den Kindern und deren Eltern auf der anderen Seite." Interessierte können sich gerne bei ihr melden!

Schulleiterin Anette Grunwald unterstützt das Anliegen und wird in der Grundschule ebenfalls dazu aufrufen, "ein solch schönes Ehrenamt" zu übernehmen. Sie zeigte sich begeistert von den Anregungen der Eltern und ist sich sicher, dass sich in "ihrer" Schule Elternteile finden, die auf den neuen Spielplatz mit aufpassen werden.

Mit dem herausragenden Engagement aller Beteiligten kann der Spielplatz an der Steinkuhle nur gut werden!

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Stand: 17.06.2009

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