Impfaktion im Gesundheitsamt angelaufen – Mehr Resonanz erwartet
Die Masernerkrankungen breiten sich auch in Mülheim an der Ruhr weiter aus. Aktuell wurden seit Anfang des Jahres 82 Masernerkrankungen gemeldet. Als Folge dieser hochansteckenden Viruserkrankung sind auch in Mülheim an der Ruhr Erkrankte wegen eingetretener Komplikationen im Krankenhaus behandelt worden. Typische Komplikationen der Masern reichen von einer Mittelohrentzündung über eine Lungenentzündung bis zu einer Gehirnentzündung, die dauerhafte Schäden hinterlassen kann.
Da Impflücken in der Bevölkerung, insbesondere in der Gruppe der 10- bis 18-Jährigen, bestehen und offensichtlich in den letzten Monaten immer noch nicht ausreichend durch Impfungen geschlossen wurden, ruft die Mülheimer Ärzteschaft die Eltern auf, nicht geschützte Kinder und Jugendliche gegen Masern impfen zu lassen. Mit einer Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln können Kinder und Jugendlich wirkungsvoll vor Masern geschützt werden. Darüber hinaus wird auch der Schutz gegen Mumps und Röteln gestärkt.
Dieser Aufruf richtet sich insbesondere an die Eltern, bei deren Kindern keine oder nur eine Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln im Impfbuch aufgeführt ist.
Zur Zeit läuft im Gesundheitsamt vom 22. bis 24. Mai in der Zeit von 15 bis 18 Uhr eine Impfaktion. Zu diesem Impftermin sind die Kinder und Jugendlichen im Alter von zehn bis 18 Jahren, bei denen kein ausreichender Impfschutz besteht, in Begleitung der Eltern in die 2. Etage im Raum 2.18 des Gesundheitsamts eingeladen.
Eine Impfung von Kindern ohne Begleitung der Eltern ist leider nicht möglich; zur Impfung sollte nach Möglichkeit der Impfausweis des Kindes oder der Jugendlichen mitgebracht werden; die Vorlage der Krankenversicherungskarte ist nicht erforderlich."Diesem Aufruf sind leider bisher nur wenige gefolgt; das Gesundheitsamt wendet sich daher noch einmal an alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die typischerweise nicht die Haus-, Kinder- und Jugendärzte besuchen. Nur wenn in dieser Altersstufe Impflücken schnell geschlossen werden, kann in Mülheim an der Ruhr die Ausbreitung der Masernerkrankung gestoppt werden," so der stellvertretende Gesundheitsamtsleiter Dr. Dieter Weber.
Kontakt
Stand: 22.05.2006













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