Pinguin im Rathaus bekommt Zuwachs

Der Pinguin TUX ist das symphatische Maskottchen für das Betriebssystem LinuxFast unbemerkt von der Öffentlichkeit hat das Betriebssystem mit dem sympathischen Maskottchen, dem Pinguin Tux, schon vor mehr als fünf Jahren Einzug ins Mülheimer Rathaus gehalten. Doch nun ist die Zeit reif für Nachwuchs.
Immer mehr Betriebe und Verwaltungen setzen das freie, kostenlose Betriebssystem als Alternative zum weitverbreiteten Windows-System ein: Das Bundesinnenministerium setzt auf Linux und offene Software, die EU unterstützt den Weg zu mehr Herstellerunabhängigkeit und viele Großunternehmen haben diesen Schritt schon längst gewagt.
Mülheim prüft derzeit, die Arbeitsplatzrechner in der Verwaltung auf Linux umzurüsten. Aber dort, wo es sinnvoll ist, werden im Server-Bereich schon längst Fachverfahren eingesetzt, die auf OpenSource basieren, daher plattformunabhängig und besonders preisgünstig sind.
Darüber hinaus ist der Mülheimer Weg bundesweit wegweisend: Neue eGovernment-Anwendungen werden gleich in der Linux-Welt entwickelt. Dabei entstehen immer wieder kleinere und größere Anwendungen auf der Basis von OpenSource-Produkten, die auch für andere Kommunen interessant sind.
In Mülheim hat man sich kurzer Hand dazu entschlossen, erstmals eine Auswahl eigener Entwicklungen anderen Kommunen als OpenSource zur eigenen Nutzung anzubieten – kostenlos!
Die Vorteile sind ganz offensichtlich: Der Quellcode der Anwendungen ist für alle anderen Kommunen zugänglich. Da die Lösungen oftmals auf die Bedürfnisse der Mülheimer Anwender zugeschnitten sind, können in anderen Gemeinden notwendige Anpassungsarbeiten leicht vorgenommen werden. Auch dieser Quellcode muss wiederum frei zugänglich sein, so dass eine dauerhafte Fortentwicklung sichergestellt ist, die zu sehr mächtigen Anwendungen anwachsen kann. Mögliche Fehler und Sicherheitslücken können durch die Offenlegung des Quellcodes schnell gefunden und behoben werden. Und vielleicht bekommen schließlich auch andere Kommunen Appetit auf mehr und schließen sich dieser bislang einmaligen Vorgehensweise an, so dass sich OpenSource-Anwendungen im kommunalen Bereich sehr viel schneller verbreiten, als heute abzusehen ist.
Mehr Informationen gibt es hier

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Stand: 12.12.2003

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