Informationen zum Landeshundegesetz NRW (LHundG NRW)

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Allgemeine Pflichten die für alle Hundehalter gelten!

1. Es gilt das grundsätzliche Verbot, Hunde mit dem Ziel einer gesteigerten Aggressivität zu züchten.

2. Hunde sind so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht (§ 2 Absatz 1 Landeshundegesetz - LHundG NRW).

3. Hunde sind anzuleinen (§ 2 Absatz 2 LHundG NRW):

  • in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr,
  • in der Allgemeinheit zugänglichen, umfriedeten Park-, Garten- und Grünanlagen einschließlich Kinderspielplätzen,
  • bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen,
  • in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten.

4. Anleinpflicht für große Hunde (§ 11 Absatz 1 LHundG NRW) außerhalb eines befriedeten Besitztums innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen (§ 11 Absatz 6 LHundG NRW).

5. Gefährliche Hunde (§ 3 LHundG NRW) und Hunde bestimmter Rassen (§ 10 LHundG NRW) unterliegen der Anlein- und Maulkorbpflicht.

Spezielle Pflichten

  • Gefährliche Hunde, Hunde bestimmter Rassen und große Hunde (40/20er) sind bei der Ordnungsbehörde anzumelden (zum Online-Anmeldeformular)
    Das Halten gefährlicher Hunde und Hunde bestimmter Rassen bedarf darüber hinaus einer ordnungsbehördlichen Erlaubnis (zum Online-Formular)
  • Für gefährliche Hunde und Hunde bestimmter Rassen besteht die Möglichkeit der Befreiung von der Leinen- und Maulkorbpflicht durch erfolgreiches Ablegen einer Verhaltensprüfung
  • Pflicht zur Vorlage eines Sachkundenachweises für Halterinnen beziehungsweise Halter aller Hunde (Ausnahme: kleine Hunde)
  • Pflicht zur Vorlage des Nachweises einer Haftpflichtversicherung (Kopie der Versicherungspolice)
  • Pflicht zur Kennzeichnung des Hundes durch einen Mikrochip
  • Der Nachweis der Zuverlässigkeit der Halterin beziehungsweise des Halters eines gefährlichen Hundes oder eines Hundes bestimmter Rassen durch Vorlage eines Führungszeugnisses

Große Hunde im Sinne des LHundG NRW (§ 11 Hunde)

Hierzu zählen alle Hunde, die ausgewachsen eine Widerristhöhe von mindestens 40 Zentimeter (cm) und/oder ein Gewicht von mindestens 20 Kilogramm (kg) erreichen.

Einzureichende Unterlagen

  • Meldebogen für Rassen
  • Kopie der Haftpflichtversicherung
  • Kopie der bestandenen Sachkundeprüfung (Sachkundeprüfung bei einem niedergelassenen Tierarzt oder bei Sachverständigen nach dem LHundG NRW)

Bitte reichen Sie die erforderlichen Unterlagen komplett ein.

Nach der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung NRW (§ 1, Anhang 18a.1.10) wird für die Entgegennahme der Anzeige über die Haltung eines Hundes, im Sinne von § 11 Absatz 1 LHundG NRW, eine Gebühr in Höhe von 25,00 Euro erhoben.

Gefährliche Hunde im Sinne des LHundG NRW (§ 3 Hunde)

  • Pittbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Bullterrier
  • Kreuzungen dieser Rassen
  • Hunde, deren Gefährlichkeit im Einzelfall festgestellt wurde

Einzureichende Unterlagen BEVOR ein § 3 Hund aufgenommen wird

  • Antrag auf Erlaubnis
  • Meldebogen für Rassen
  • Kopie der Haftpflichtversicherung
  • Führungszeugnis
  • Sachkundeprüfung beim Veterinäramt, wenn sich aus den Eintragungen im Führungszeugnis keine Versagungsgründe ergeben

Nach der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung NRW wird gemäß Ziffer 18a.1.1 in der zur Zeit gültigen Fassung eine Erlaubnisgebühr in Höhe von 60,00 Euro erhoben.

Hunde bestimmter Rassen im Sinne des LHundG NRW (§ 10 Hunde)

  • Alano
  • American Bulldog
  • Bullmastiff
  • Mastiff
  • Mastino Espanol
  • Mastino Napoletano
  • Fila Brasileiro
  • Dogo Argentino
  • Rottweiler
  • Tosa Inu
  • Kreuzungen dieser Rassen
  • "OEB" - Old English Bulldog (Änderung der Verwaltungsvorschriften zum Landeshundegesetz/Runderlass des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz-VI-6-78.01.52 vom 25. Juli 2017)

Einzureichende Unterlagen BEVOR ein § 10 Hund aufgenommen wird

  • Antrag auf Erlaubnis
  • Meldebogen für Rassen
  • Kopie der Haftpflichtversicherung
  • Führungszeugnis
  • Sachkundeprüfung beim Veterinäramt oder bei Sachverständigen nach dem LHundG NRW, wenn sich aus den Eintragungen im Führungszeugnis keine Versagungsgründe ergeben

Nach der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung NRW wird gemäß Ziffer 18a.1.1 in der zur Zeit gültigen Fassung eine Erlaubnisgebühr in Höhe von 60,00 Euro erhoben.

Sachkundeprüfungen für "Gefährliche Hunde" und "Hunde bestimmter Rassen" können im hiesigen Veterinäramt (Telefon 0208 / 455-3170 oder 455-3178) nach vorheriger Terminabsprache abgelegt werden.

Seit dem 1. Januar 2014 wird zur Überprüfung der Sachkunde, der Dog-Owners-Qualification-Test 2.0 (D.O.Q.-Test 2.0) eingesetzt. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite des D.O.Q.-Tests.

Für die Sachkundeprüfung ist eine Gebühr in Höhe von 52,- Euro zu entrichten.

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Stand: 18.10.2017

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