Initiative "Eppinghofen - ein eigener Stadtteil?"

„Wird Eppinghofen ein eigener Stadtteil?“ - Über 170 Mülheimerinnen und Mülheimer haben sich an der dazugehörigen Umfrage des Stadtteilmanagements Eppinghofen bereits beteiligt. Eine erste Auswertung hat ergeben, dass sich mehr als die Hälfte (etwa 62 %) der Befragten dem Stadtteilbereich zugehörig fühlen und die Stadtteilbildung Eppinghofens bejahen würden.

Diese Auseinandersetzung des Stadtteilmanagements Eppinghofen mit Fragen der Ausbildung und Ausprägung von Stadtteilidentitäten sowie der Konstruktion von Stadtteilgrenzen wurde darauf aufbauend durch ein am Geographischen Institut der Ruhr-Universität Bochum angesiedeltes Lehrforschungsprojekt aufgegriffen.

Die Dirtbike-Strecke war ebenfalls Teil des Rundgangs.

In Kooperation mit dem Stadtteilmanagement sowie dem Referat V.1 Stadtforschung und Statistik der Stadt Mülheim an der Ruhr haben sich im Frühjahr/Sommer 2015 etwa 30 Studierende des Masterstudiengangs „Stadt- und Regionalentwicklungsmanagement“ des Geographischen Instituts der Ruhr-Universität Bochum mit verschiedenen Fragestellungen rund um die Themen alltägliche Lebenswelten, raumbezogene Zugehörigkeiten und Grenzziehungen auseinandergesetzt. Der Fokus der Untersuchung lag dabei auf der Gruppe der Eppinghofer Jugendlichen (13 bis 21 Jahre). Mit der Untersuchungsgruppe der Jugendlichen nimmt sich das Lehrforschungsprojekt dabei einer Zielgruppe an, die bisher nur in geringem Maße im Fokus Mülheimer Stadt(teil)entwicklungsprojekte stand.

Im Rahmen eines Stadtteilrundgangs wird auch der Bereich Auerstraße besucht.

Die Studenten der Ruhr-Universität Bochum verschaffen sich einen ersten Überblick über den Stadtteilbereich.

Im Konkreten verfolgte das Lehrforschungsprojekt die Beantwortung folgender Fragen:

  • Welche Bedeutung hat Eppinghofen im Rahmen der alltäglichen Lebensgestaltung der Jugendlichen? 
  • Formulieren die Jugendlichen ein auf Eppinghofen bezogenes Zugehörigkeitsgefühl? Auf welchen auf Eppinghofen bezogenen Eigenschaften und Symbolen beruht dieses Zugehörigkeitsgefühl?
  • In welchem Maße ist das Zugehörigkeitsempfinden mit dem Namen des Stadtteils verknüpft? Welche Bedeutung messen die Jugendlichen einer offiziellen Benennung und Bildung des Stadtteils Eppinghofen bei?
  • Welche Wünsche und Ansprüche formulieren die Jugendlichen an ihr soziales und räumliches (Wohn-)Umfeld?

In den Seminarstunden diskutieren die Studenten über die Ergebnisse ihrer Forschung.

Die Auftaktveranstaltung des Projekts fand am 8. Mai 2015 im Stadtteilbüro Eppinghofen statt. Nach einer ersten Erhebungsphase, in der über 150 Jugendliche in der Realschule Stadtmitte und dem Jugendtreff des C.V.J.M. befragt wurden, werteten die Studierenden diese Daten aus. Im Rahmen der Seminarstunden diskutierten sie die ermittelten Aktionsräume, Treffpunkte und Identifikationsorte der befragten Jugendlichen vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstandes der Quartiers- und Stadtteilforschung.

In den Seminarstunden diskutieren die Studenten über die Ergebnisse ihrer Forschung.

Nach einer zweiten Erhebungsphase wurden die Ergebnisse des Projekts am 24. September 2015 im Büro des Stadtteilmanagements im Rahmen Eppinghofer Themenforums der Öffentlichkeit präsentiert. Es stellte sich unter anderem heraus, dass es in Eppinghofen für die Untersuchungsgruppe zu wenig attraktive Ankerpunkte gibt. Die Jugendlichen gaben als favorisierte Treffpunkte beispielsweise das Forum (an der Eppinghofer Grenze) oder die MüGa an. Hier könnte im Rahmen eines zu erstellenden Marketingkonzepts (auch Branding genannt) ein Schwerpunkt liegen. Zurzeit wird geprüft, welche Schritte nötig sind, um eine formale "Stadtteilbildung" Eppinghofens umzusetzen.

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Stand: 03.08.2017

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