IntegrationsStart: MitarbeiterInnen der Mülheimer Ausländerbehörde als Integrations-LotsInnen

Ab dem 1. Januar 2010 werden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Mülheimer Ausländerbehörde als Integrations-LotsInnen eingesetzt. Sie werden ZuwanderInnen in Mülheim an der Ruhr willkommen heißen und durch den Integrations-Prozess führen. Die Lotsen beraten, begleiten und unterstützen die zugewanderten Menschen und vereinbaren mit ihnen gemeinsam die einzelnen Schritte des Prozesses. Diese Vereinbarungen werden dann verbindlich im IntegrationskomPass festgehalten. Hier werden alle Informationen und Vereinbarungen gesammelt und Integrationserfolge festgehalten. Den IntegrationskomPass erhält jede/-r ZuwanderIn mit Start des Integrationsprozesses. Er wird dann im Laufe des Prozesses bearbeitet und ergänzt.

Die Realisierung der einzelnen Schritte erfolgt gemeinsam mit bestehenden Mülheimer Beratungs- und Bildungseinrichtungen in bewährt guter Zusammenarbeit. Der Prozess schließt in der Regel nach 5 Jahren mit Erhalt der Niederlassungserlaubnis ab.

 

Integrationsstart - Zielentwicklung der Mülheimer Ausländerbehörde.24.11.2009Foto: Walter Schernstein-

Der neue IntegrationskomPass "als Start in den Integrationsprozess" wird präsentiert von Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und (v.l.n.r.) Sozialdezernent Ulrich Ernst, dem Abteilungsleiter "Ausländerwesen" Udo Brost und dem Rechtsdezernenten Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort

 

Foto: Walter Schernstein

 

"Die Integration von ZuwanderInnen ist eine der großen Herausforderungen, denen sich Kommunen heute stellen müssen, um zukunftsfähig zu bleiben. Für die Stadt Mülheim an der Ruhr ist Integration seit vielen Jahren ein wichtiges Handlungsfeld, mit der zentralen Bedeutung einer Querschnittsaufgabe. Zahlreiche Projekte und Prozesse bilden hierbei die Grundlage für eine zukunftsweisende Integrationsarbeit. Hierzu zählt auch die Weiterentwicklung der Ausländerbehörde getragen von der Absicht, die Behörde zu einer Integrationsbehörde zu entwickeln, die die Menschen, die rechtmäßig nach Mülheim kommen und hier leben wollen, Willkommen heißt," so die Mülheimer Verwaltungsspitze.

 

"Um mögliche Berührungsängste gegenüber Behörden und Hilfsangeboten abzubauen und zu gewährleisten, dass Informations- und Beratungsleistungen für ZuwanderInnen auch in Anspruch genommen werden, sollten diese möglichst früh ansetzen und niederschwellig gestaltet sein. Integration von Anfang an," betont Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld. 

 

Erste Anlaufstelle für ZuwanderInnen ist die Ausländerbehörde. Diese war in der Vergangenheit ordnungsrechtlich orientiert und ist auf dem Wege sich zu einer Einrichtung zu entwickeln, die einerseits weiterhin ihre ordnungsrechtlichen Aufgaben wahr nimmt, aber sich daneben jetzt auch als Lotse versteht und Neu-Zugewanderte bei ihrem IntegrationsStart beratend unterstützt und den Integrationsprozess begleitet.

 

 

"Die klassischen Aufgaben im Ausländerrecht sind Pflichtaufgaben zur Erfüllung nach Weisung. Mit Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes zum 01.01.2005 sind diesen Aufgaben allerdings "Neuregelungen zur Förderung der Integration nach dem Zuwanderungsgesetz" hinzugefügt worden. Den rechtlichen Rahmen bildet das Aufenthaltsgesetz. Dieses enthält in den §§ 43 bis 45 erläutert Stadtdirektor Dr. Steinfort.Regelungen zur Förderung der Integration von Ausländern, die sich rechtmäßig und auf Dauer in der Bundesrepublik aufhalten. Dem politischen Willen nach soll der Integrationsprozess frühestmöglich gestartet werden. Dies beginnt spätestens mit der ersten Vorsprache bei der Ausländerbehörde,"

 

In einem ersten Schritt werden ZuwanderInnen im Rahmen der Familienzusammenführung (ca. 180 Personen/Jahr) in den Fokus genommen. Weitere Zielgruppen können dann sukzessive nachfolgen.

 

Erarbeitet wurde das vorliegende Konzept für den Integrationsprozess von einer verwaltungsinternen ExpertInnen-Arbeitsgruppe bestehend aus: Ausländerbehörde, RAA, Sozialagentur, Gleichstellungsstelle und Koordinierungsstelle Integration. Es handelt sich hier um einen ersten Aufschlag für den Prozess der durchaus als solcher zu verstehen ist und sich so mit den MitarbeiterInnen weiter entwickeln wird.

 

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Stand: 21.07.2010

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