Integriertes Innenstadtkonzept

Titelbild der Analyse zum Integrierten Innenstadtkonzept

Das Integrierte Innenstadtkonzept wurde in den Jahren 2012 und 2013 dezernatsübergreifend und unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit vom Planungsbüro „Dr. Jansen GmbH Stadt- und Regionalplanung“ in enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung erarbeitet.

In einem ersten Schritt wurden im Rahmen eines interaktiven Prozesses zwischen den einzelnen Fachbereichen der Verwaltung, Bürger- und Akteursschaft sowie der kommunalen Politik Entwicklungsziele diskutiert und abgestimmt. Der Fokus des Integrierten Innenstadtkonzeptes lag dabei auf der Umsetzung eines stadträumlichen Leitbildes in konkrete Projekte und Maßnahmen. Übergeordnetes Ziel war die Optimierung der Stadtstruktur und des Stadtbildes sowie die Stabilisierung einer ausgewogenen Nutzungsmischung aus Einzelhandel, Freizeit, Wohnen und Arbeit.

Auch an die Ergebnisse der Charrette-Woche (26. bis 29. März 2012), mit dem sogenannten Ideenschatz, wurde angeknüpft. Die Stadtgesellschaft hat sich während dieser Woche intensiv beteiligt und über das eigentliche Projektgebiet der Unteren Schloßstraße hinaus, Beiträge für innerstädtische Handlungsfelder formuliert.

Teil I - Analyse

Der erste Teil „Analyse“ samt Abgrenzungsvorschlag für das Programmgebiet „Innenstadt“ wurde bereits am 27. September 2012 vom Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr zustimmend zur Kenntnis genommen. In diesem Teil wurden

  • städtebauliche Leitbilder formuliert,
  • bestehende Planungen und Rahmenkonzepte untersucht,
  • stadträumliche Strukturen analysiert,
  • gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungsprozesse in Mülheim an der Ruhr dargestellt und
  • Handlungsfelder abgeleitet.

Im Ergebnis der Analyse wurde die Gebietskulisse für die förmliche Festlegung des Stadtumbaugebietes „Innenstadt“ bestimmt.

Die Anregungen der Mülheimer Bürgerschaft und der Innenstadtakteure, die während der Offenlage nach § 3 Absatz 2 und § 4 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) zum Entwurf des Zwischenberichtes formuliert worden sind, sind in den Abwägungsprozess zur Abgrenzung der Gebietskulisse eingeflossen.

Für den Entwurf des Integrierten Innenstadtkonzeptes wurde in der Zeit vom 27. Februar bis 30. März 2012 das Beteiligungsverfahren gemäß § 171b Absatz 3, § 137 und § 139 BauGB durchgeführt. Im Rahmen dieses Verfahrens lag der Entwurf des Konzeptes öffentlich aus beziehungsweise konnte im Internet eingesehen werden.

Die gewählte Abgrenzung des Programmgebietes „Innenstadt“ wurde im Erarbeitungsprozess sukzessive konkretisiert und ist letztendlich das Resultat der Analyse und intensiven Auseinandersetzung mit den stadträumlichen Gegebenheiten des zentralen Kernbereichs der Innenstadt. Durch diese Einbeziehung der Stadtmitte in einen ausreichenden Umgriff können zum einen städtebauliche Defizite in den Innenstadtrandlagen im Gesamtkontext der Innenstadtproblematik bewältigt werden, zum anderen kann eine Vernetzung der Randlagen mit dem zentralen Innenstadtbereich in der Maßnahmenentwicklung berücksichtigt werden.

Teil II - Maßnahmen

Der zweite Teil „Maßnahmen“ umfasst ein Handlungsprogramm, das alle Projekte und zielkonkretisierenden Maßnahmen benennt, die dazu dienen

  • die ermittelten Defizite und Probleme auszugleichen,
  • die Potenziale zu nutzen und
  • die Innenstadt von Mülheim an der Ruhr insgesamt wieder zu einem attraktiven und lebendigen Ort werden zu lassen.

Die Maßnahmen wurden in Form eines Projektblattes dargestellt, in dem die räumliche Zuordnung, das operative Projektziel und die Projektbeschreibung eingefügt sind. Für die einzelnen Projekte wurde eine erste Kostenschätzung ermittelt. Diese wird in Form eines Maßnahmen- und Finanzierungsplan zusammenfassend im Anhang vom Maßnahmenteil dargestellt.

Das Integrierte Innenstadtkonzept stellt zum einen den mittelfristigen Fahrplan zur Innenstadtentwicklung dar und dient seit dem Beschluss durch den Rat im Jahr 2013 als Grundlage zur Beantragung von Städtebaufördermitteln aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“.

Im Dezember 2014 wurde die Mülheimer Innenstadt als Programmgebiet in die Städtebauförderung für die Förderphase 2014 bis 2018 aufgenommen. Somit werden die in dem Konzept definierten Maßnahmen und Projekte nach und nach über jährlich zu erstellende Förderanträge beantragt und anschließend, nach erfolgter Bewilligung, umgesetzt. Insgesamt werden 28 Maßnahmen mit einem Gesamtkostenvolumen von rund 16,9 Millionen Euro umgesetzt. Die Finanzierung erfolgt zu 70 Prozent aus Mitteln der Städtebauförderung. Die verbleibenden 30 Prozent werden aus Eigenmitteln der Stadt und des Regionalverbandes Ruhr (RVR) getragen.

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Stand: 22.12.2016

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