Jahresbericht 2006 der Verbraucherzentrale Mülheim

Die Verbraucherzentrale am Hans-Böckler-Platz war auch 2006 eine wichtige Anlaufstelle. Davon konnte sich jetzt Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld bei der Übergabe des Jahresberichtes für Mülheim durch die Leiterin Susanne Groth überzeugen. "Für die Bürgerinnen und Bürger waren wir die erste Wahl, um sich zu den vielen Fragen des Verbraucheralltags anbieterunabhängig zu informieren oder bei Verbraucherproblemen bürgernah kompetente rechtliche Hilfestellung zu finden," so Susanne Groth.

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld nimmt den Jahresbericht 2006 der Verbraucherzentrale Mülheim entgegen. V.l. Dagmar Mühlenfeld, Susanne Groth und Karin Bordin (Verbraucherzentrale).

 Foto: Walter Schernstein

Massenhafte unerwünschte Anrufe von Werbern, die im Auftrag von Firmen Telekommunikationsdienstleistungen, Versicherungen, Geldanlagen, Zeitungs-Abos oder die Teilnahme an Glücksspielen an neue Kunden bringen wollten, waren einmal mehr ein Dauerärgernis, so der Bericht. "Das ist eine gezielte Form von unseriösem Geschäftsgebaren," prangert Dagmar Mühlenfeld an.

Die weiteren Sorgen der Mülheimer Verbraucher: Steigende Gasbezugspreise ließen Ratssuchende in der Verbraucherzentrale Schlange stehen, berichtete Susanne Groth. Neben Fragen der Rechtmäßigkeit von Gaspreiserhöhungen waren vor allem Handlungsmöglichkeiten gefragt, wie sich Gaskunden gegen Anhebungen wehren können.

Eine weitere Feststellung der Mülheimer Verbraucherschützer: Immer mehr Haushalte suchen angesicht knapper werdender Einkommen Unterstützung bei der Existenzsicherung oder Hilfestellung bei der rechtlichen Prüfung von Kreditverträgen. Überhaupt, so Susanne Groth, würden die Rechtsprobleme zunehmend umfassender und komplexer, sodass nur durch zeitintensive Beratung mit hohem Rechercheaufwand ein Schutz vor Übervorteilung erreicht werden könne.

Mit 17.777 Kontakten stieg die Zahl der Beratungen 2006 nochmals im Vergleich zum Vorjahr. Landesweit gab es 2006 über eine Millionen Beratungen in den 54 Verbraucherzentralen in NRW.

"Auch im Jahr 2007 werden wir uns den aktuellen Herausforderungen stellen," versprach Susanne Groth der Oberbürgermeisterin. Dabei würden Themen aus den Bereichen Internet und Telekommunikation eine große Rolle spielen. Man werde sich u.a. verstärkt mit dem Thema "Abzocke im Internet" beschäftigen. Dagmar Mühlenfeld sah erneut den städtischen 50%-Anteil an den laufenden Kosten für die Verbraucherberatung Mülheim "gut angelegt". Der Standort direkt im Herzen der Stadt am Hans-Böckler-Platz habe sich bewährt.

Mehr über die Verbraucherzentrale und den Jahresbericht 2006 im Internet unter www.vz-nrw.de/muelheim

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Stand: 30.05.2007

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