Archiv-Beitrag vom 03.12.2012"Kanalhaie" sind wieder unterwegs!

Straßenschild für eine mögliche GefahrensituationIn der letzten Woche hat es sowohl beim Amt für Umweltschutz als auch bei der Stadtentwässerung Mülheim GmbH (SEM) vermehrt Hinweise von Bürger gegeben, dass wieder unseriöse Kanalreinigungsfirmen unterwegs sind und an der Haustür ihre "Dienstleistung" verkaufen. Oftmals geben sie dabei an, dass sie im Auftrag der Stadt oder von Straßen NRW die öffentlichen Kanäle inspizieren, und nun kostengünstig die privaten Hausanschlüsse ebenfalls überprüfen könnten.

Ebenfalls häufig wird auf die angebliche Lage in einer Trinkwasserschutzzone verwiesen. Bevorzugte Zielgruppe sind dabei ältere Personen in Gebieten mit Einfamilienhäusern, in der letzten Zeit kamen Beschwerden aus den Bereichen Lönsweg, Parkstraße, Insterburger Weg und Tilsiter Straße.

„Vergeben Sie keine derartigen Aufträge an der Haustür!“ warnt die Stadtverwaltung. Weder die Stadt noch sonstige öffentliche Stellen haben derartige Firmen beauftragt. Oftmals wird dabei eine Dichtheitsprüfung zu völlig unrealistisch niedrigen Preisen angeboten, um dann angeblich notwendige Reparaturen zu weit überteuerten Preisen durchzuführen.
Der Landesgesetzgeber diskutiert zur Zeit eine Änderung der gesetzlichen Regelungen zur Dichtheitsprüfung im Landeswassergesetz. Sofern hier eine Neuregelung erfolgt ist, wird das Amt für Umweltschutz wieder alle betroffenen Grundstückseigentümer anschreiben und informieren. Zur Zeit fordert das Amt für Umweltschutz nur in einzelnen Bereichen von Wasserschutzgebieten eine Vorlage der Prüfungsbescheinigung. Auch hierfür erhält jeder betroffene Grundstückseigentümer ein gesondertes Anschreiben und wird keinesfalls an der Haustür angesprochen.

Ein Hinweis von der Stadt wie Sie sich vor den „Kanalhaien“ schützen können

  • Schließen Sie keine Haustürgeschäfte ab! Seriöse Unternehmen sprechen Sie nicht an der Haustür an!
  • Fragen Sie vor Auftragserteilung bei der zuständigen Kammer (Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, Ingenieurkammer Bau NRW) nach, ob die anbietende Person auch wirklich sachkundig ist.
  • Lassen Sie sich alle Untersuchungsangebote schriftlich aushändigen.
  • Holen Sie Vergleichsangebote ein.
  • Lassen Sie sich das Sachkundezertifikat des Prüfers vorlegen.
  • Vereinbaren Sie vertraglich, dass festgestellte Schäden schriftlich und möglichst mit Fotos dokumentiert werden.
  • Wenn Sie einen Auftrag zur Dichtheitsprüfung erteilen, erteilen Sie nicht gleichzeitig einen pauschalen Sanierungs- beziehungsweise Reparaturauftrag.
  • Holen Sie für eine eventuell erforderliche Reparatur ebenfalls Vergleichsangebote ein.
  • Wenn Sie Kosten senken wollen, können Sie sich mit mehreren Grundstückseigentümern zu einer Auftragsgemeinschaft zusammenschließen. Verzichten Sie nicht auf eine Rechnung oder auf die schriftliche Form von Vereinbarungen.


Weitere Informationen zur Dichtheitsprüfung erhalten Sie beim Amt für Umweltschutz unter 0208-455-7015. Auch die Stadtentwässerung Mülheim GmbH gibt unter www.sem-mh.de oder 0208-4501-0 gerne weitere Auskünfte.

Kontakt


Stand: 03.12.2012

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