Archiv-Beitrag vom 11.07.2009Kanalsituation in Mülheim

Wie ist es um das Kanalnetz in unserer Stadt bestellt?

Die starken Regenfälle der vergangenen Tage haben zahlreiche Schäden verursacht und damit einige Fragen bei den Mülheimer Bürgern aufgeworfen.

Aufgrund dieser allgemeinen Besorgnis lud Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld jetzt gemeinsam mit dem Amt für Umweltschutz, der medl GmbH / sem GmbH - Abwasserentsorgung sowie der Mülheimer Initiative für Klimaschutz die Medien ins Technische Rathaus, um die Öffentlichkeit umfassend über die Situation mit Blick auf unser Kanalnetz zu informieren und darüber hinaus einen Ausblick auf die Zukunft und die Möglichkeiten städtischer Maßnahmen zu geben.

 PK Kanalsituation mit Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld. 10.07.2009 Foto: Walter Schernstein

 Foto: Walter Schernstein

 

"Ich habe selber im Keller gestanden und Wasser geschüppt.", so die Oberbürgermeisterin. "Die Klima- und Umweltproblematik nimmt zu. Die Stadt weiß dies jedoch nicht erst seit gestern, sondern hat hier seit Jahren viel getan. Zahlreiche Maßnahmen und Projekte wurden bereits angestoßen bzw. umgesetzt. Aufgrund der aktuellen Lage wird gemeinsam mit den hier Anwesenden aber auch nach weiteren Möglichkeiten gesucht." 

Dr. Jürgen Zentgraf, Leiter des Umweltamtes, stellte die Maßnahmen im Einzelnen kurz vor und gab darüber hinaus einen allgemeinen Überblick auf das Kanalnetz in Mülheim, das damit verbundene Investitionsvolumen sowie das Verhalten der Kanalisation bei Starkregenereignissen, die jedoch in der Regel nur "alle 3 bzw. 5 Jahre auftreten. Auf solche Jahrhundertereignisse kann man ein Kanalnetz natürlich nicht auslegen. Das wäre zu kostenintensiv und würde damit die Anwohner belasten.", so Zentgraf. "Mehr ist nicht nur wirtschaftlich sondern auch technisch einfach nicht realisierbar", ergänzt Hans-Gerd Bachmann, Geschäftsführer der medl GmbH / sem GmbH.

Das Ziel der EG die Verringerung der Abwassermengen, insbesondere des Niederschlagwassers, wird in Mülheim an der Ruhr durch unterschiedliche Planungen und Maßnahmen seit mehreren Jahren verfolgt. Besonders hervorzuheben sind dabei Planungen und Maßnahmen zur Entsiegelung aufbauend auf das Entsiegelungskonzept des Umweltamtes, der Beitritt zur Zukunftsvereinbarung Regenwasser mit der Verpflichtung 15% des Abflusses von der Kanalisation abzukoppeln und nicht zuletzt die Rückhaltung von Niederschlagswasser durch Dachbegrünungen.

"Grün kann helfen" erklärt auch die Mülheimer Initiative für Umweltschutz und sieht in einer Entsiegelung, einer Dach- oder Fassadenbegrünung einen aktiven Beitrag zur Schadensbegrenzung. "Ein entsiegelter, z.B. mit Kies oder Rasengittersteinen belegter Garagenvorplatz von 12 qm hätte am vergangenen Freitag ein Volumen von mehr als 300 Litern in den Untergrund statt in den Kanal abfließen lassen.", so Dr. Susanne Dickel.

Sowohl für Dr. Dickel als für Hans-Gerd Bachmann sind die Probleme mit Starkregenereignissen zum teil hausgemacht. Bachmann nimmt hier bezug auf ein Zitat von Dr. Schink, Staatssekretär im Umweltministerium, vom 30.06.2009 "Kanalhausanschlüsse haben eine Schadensquote von 75 %" und appeliert an die Bürgerinnen und Bürger sich beraten zu lassen.

Hauseigentümer und Mieter können sich gerne an die

Bürgeragentur der Stadt Mülheim an der Ruhr, Schloßstraße 22

Telefon: 0208 / 455-1641 und 0208 / 455-1643
(Email:    versenden)

oder die

medl GmbH/sem GmbH 
Telefon: 0208 / 4501-0
Email:    info@medl.de

wenden. Hier erhalten Sie stets eine individuelle und kompetente Beratung bzw. Vermittung zu den entsprechenden Fachleuten.

"Innerhalb der Verwaltung gibt es gute Strukturen und Vernetzungen für effiziente und schnelle Beratung, auch für solche Regenereignisse wie dieser Tage. Die Stadt arbeitet hier kontinuierlich auf einem hohen Niveau.", lautete das abschließende Fazit von Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld. "Wir sind für Sie da!"

 

 

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Stand: 13.07.2009

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