KeKiz - Kein Kind zurücklassen

Logo Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor

Wissenschaftliche Begleitforschung

Im Jahr 2011 hatten die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und die Bertelsmann Stiftung das Modellvorhaben "Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor" ins Leben gerufen. Ziel war es, die Rahmenbedingungen für ein gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen zu verbessern.

Das Modellvorhaben wurde begleitend in fachlicher Hinsicht evaluiert. Das Modul 4 "Wirkungsanalyse mit Mikrodaten" der wissenschaftlichen Begleitforschung war im Referat V.1 - Stadtforschung und Statistik der Stadt Mülheim an der Ruhr beheimatet. In Kooperation mit den Städten Gelsenkirchen, Gladbeck und Hamm in Westfalen wurden hier, von Wissenschaftlern des ZEFIR (Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung) der Ruhr-Universität Bochum, Daten, die in der Verwaltung anfallen, erschlossen und analysiert.

Kommunen verfügen über eine große Menge an im Verwaltungsprozess produzierter Daten, insbesondere über Kinder im vorschulischen Alter, wie zum Beispiel jene der Schuleingangsuntersuchungen. Ziel des Moduls 4 war es, solche Datenquellen systematisch zu erschließen und zu analysieren und sie so zur Überprüfung von Bedarfsgerechtigkeit, Ziel(gruppen)erreichung sowie Steuerung und Wirkung von Präventionsmaßnahmen nutzbar zu machen.

In der Reihe "Arbeitspapiere wissenschaftliche Begleitforschung" sind die folgenden Bände erschienen:

KeKiz_Werkstattbericht_06_Schulsegregation_messenBand 6:
Schulsegregation messen. Sozialindex für Grundschulen.

Im sechsten Band wurde mit Mülheimer Daten ein Verfahren zur sozialen Indexbildung für Bildungseinrichtungen am Beispiel von Grundschulen entwickelt. Dieses Verfahren, das auf räumlichen Informationen zu den Kindern sowie Sozialgesetzbuch-II-Dichteberechnungen basiert, kann mit geringerem Aufwand als bisherige Methoden die sozialen Strukturen von Bildungseinrichtungen hinreichend genau bestimmen. Die Sozialindexwerte können als Grundlage für eine bedarfsgerechte Ressourcenverteilung eingesetzt werden. Das Verfahren lässt sich ebenfalls auf Kindertageseinrichtungen und weiterführende Schulen anwenden.

 

KeKiz_Werkstattbericht_05_Folgen_freier_GrundschulwahlBand 5:
Gleich und gleich gesellt sich gern. Zu den sozialen Folgen freier Grundschulwahl.

Band 5 befasste sich mit den Auswirkungen der Aufhebung der verbindlichen Grundschulbezirke in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2008. Für Mülheim an der Ruhr wurde exemplarisch gezeigt, dass die Wahl einer ehemals nicht zuständigen Grundschule stark angestiegen sowie sozial und ethnisch unterschiedlich ausgeprägt ist. In der Folge nimmt die soziale und ethnisch ungleiche Verteilung der Schüler auf die Mülheimer Schulen (Schulsegregation) leicht zu. Die verlässliche Planung von Schulstandorten und -kapazitäten wird damit deutlich erschwert.

 

 

KeKiz_Werkstattbericht_04_Gestalten_statt_VerwaltenBand 4:
Gestalten statt Verwalten. Ressortübergreifende Präventionspolitik.

Verwaltungsstrukturen haben Einfluss auf die Erfolgschancen lokaler Präventionspolitik. Band 4 zeigte Erfolgsfaktoren auf, die helfen können, eine ressortübergreifende Zusammenarbeit im Bereich der kommunalen Prävention zu installieren.

Dieser Bericht entstand ohne Beteiligung der Stadt Mülheim an der Ruhr.

 

 

 

KeKiz_Werkstattbericht_03_Einfluss_von_ArmutBand 3:
Der Einfluss von Armut auf die Entwicklung von Kindern. Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung.

Im dritten Band wurde untersucht, wie stark der Einfluss von Armut und Armutskonzentrationen in Kitas für das gelingende Aufwachsen von Kindern ist. Dazu wurden Informationen der Schuleingangsuntersuchung und Informationen zum Sozialgeldbezug für rund 4.800 Kinder aufeinander bezogen. Es konnte gezeigt werden, dass sich Armut und die Armutskonzentration in der Kita negativ auf die Kompetenzen der Einschulungskinder auswirken. Präventiv wirken dagegen ein früher Kitabeginn vor der Vollendung des dritten Lebensjahres, regelmäßiges Sporttreiben im Verein sowie eine zusätzliche Ressourcenausstattung sozial benachteiligter Kitas.

 

KeKiz_Werkstattbericht_02_Fachliche_Begleitforschung

Band 2:
Die fachliche Begleitforschung. Konzept und erste Ergebnisse.

In Band 2 wurde das Konzept der fachlichen Begleitforschung vorgestellt und erste Ergebnisse des kommunalen Monitorings sowie der Analyse kommunaler Mikrodaten der Stadt Mülheim an der Ruhr präsentiert. Es konnte gezeigt werden, dass ein früher Kitabesuch (Eintritt in die Kita vor dem dritten Geburtstag) positive Effekte für die kindliche Entwicklung hat, aber sozial stark selektiv ausgeprägt ist. Neben dem frühen Kitabeginn stellt sich sportliche Aktivität als entwicklungsfördernd dar. Dagegen ist Armut, gemessen über den Sozialgeldbezug eines Kindes, ein eigenständiges Entwicklungsrisiko, das die Chancen auf ein gelingendes Aufwachsen erheblich reduziert.

 

KeKiz_Werkstattbericht_01_Kleinraeumiges_MonitoringBand 1:
Kleinräumiges Monitoring für kommunale Prävention am Beispiel des kanadischen Projektes HELP (Human Early Learning Partnership).

Band 1 stellte das langfristig angelegte kanadische Modell des kleinräumigen Bildungs- und Sozialraummonitorings HELP vor. Für Deutschland standen derzeit keine adäquaten Monitoringkonzepte zur Verfügung. Ein Beitrag der Veröffentlichung beleuchtete die Nutzungsmöglichkeiten der Schuleingangsuntersuchungen für ein kleinräumiges Monitoring am Beispiel der Stadt Mülheim an der Ruhr. Ein weiterer Beitrag stellte die deutsche Adaption des kanadischen EDI (Early Development Instrument), das von der Bertelsmann Stiftung entwickelte KOMPIK (Kompetenzen und Interessen von Kindern), vor.

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Stand: 10.10.2017

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