Archiv-Beitrag vom 08.12.2008Kennenlernwochenende des neuen Jugendstadtrates

Nachdem am 8. November 2008 der "neue" Jugendstadtrat (JSR) gewählt worden war und der Wahlausschuss am 14. November 2008 das amtliche Wahlergebnis für die neuen Mandatsträger bestätigt hatte, ging es nur knapp vier Wochen danach an die Arbeit – die Mitglieder des Jugendstadtrates 2008 trafen sich zum Kennenlern-Wochenende im Jugendzentrum Café Fox in Broich.

 

Jugendstadtrat, erstes Treffen. 07.12.2008 Foto: Anke Degner

Der neue Jugendstadtrat beim Kennenlernwochenende am
6. und 7. Dezember im Café Fox. (Foto: Anke Degner)

 

Vom 6. bis 7. Dezember 2008 erarbeiteten 27 Jungparlamentarier/-innen gemeinsam die Themen, mit denen sie sich in den kommenden zwei Jahren ihrer Wahlzeit beschäftigen wollen – für und mit den Jugendlichen in Mülheim an der Ruhr. Erfolgreiche Projekte des ersten Mülheimer Jugendstadtrates, wie die Teilnahme an der "Langen Nacht der Museen", die Rockkonzerte in der Feldmannstiftung und die Anti-Mobbing-Konvention sollen fortgesetzt, neue Themenfelder erschlossen werden.


Fünf neue Themenfelder beschlossen


So soll zum Beispiel der Austausch mit den unterschiedlichen Kulturen innerhalb unserer Stadtgesellschaft, auch über deren Grenzen hinaus - zum Beispiel mit den Jugendlichen in den Partnerstädten - gesucht oder kulturübergreifende Feste für Jugendliche veranstaltet werden. "Wir wollen zum Beispiel das Fußballturnier mit den Partnerstädten nach Mülheim holen, um die Verbindung zwischen den einzelnen Partnerstädten zu stärken", erörterte Julia Dvorak von der Projektgruppe Internationaler Austausch.

Und ein weiteres wichtiges Feld gilt es zu "bestellen": Jugendliche in Mülheim an der Ruhr für die Politik, für Demokratische Prozesse zu interessieren und klar zu machen, wie wichtig es ist, zu den Wahlen seine Stimme abzugeben. Dazu möchte der JSR die Inhalte aller sich zur Wahl stehenden Parteien veröffentlichen und in Podiumsdiskussionen mit Vertretern aller Parteien vorstellen.

Die Projektgruppen, in denen die Mitglieder des JSR ihre inhaltliche Arbeit vertiefen und ihre Projekte entwickeln wollen, heißen denn auch:
Jugendpolitik, Schule/Bildung/Beruf/Soziales/Prävention, Freizeit/Events/Graffiti, Öffentlichkeitsarbeit/Sponsoring und Internationaler Austausch.

Dominik Alexius - Sprecher der Projektgruppe Jugendpolitik -  möchte an die gute Arbeit des alten Jugendstadtrates, dem er ebenfalls angehörte, anknüpfen. "Wir haben neue Ideen entwickelt, die wir mit den alten guten Projekte verknüpfen möchten. Zudem wollen wir Kontakt zu anderen Jugendstadträten, wie beispielsweise in Duisburg, aufnehmen, um die interkommunale Zusammenarbeit zu stärken und voneinander zu partizipieren."
Das Internet spielt bei der Verknüpfung der verschiedenen Themen und Projekte eine immer größer werden Rolle und wird daher weiter ausgebaut. Wo gibt es beispielsweise in der Welt weitere Institutionen wie den JSR? Fragen, mit den sich der neue JSR beschäftigt und bei denen das "worldwideweb" helfen kann. 

Darüber hinaus soll der Bekanntheitsgrad des JSR in jedem Fall gestärkt werden. "Denn viele kennen trotz guter Werbung in der Vergangenheit den JSR noch nicht und wissen mit ihm nichts anfzufangen", so Karina Trautmann, Sprecherin der Projektgruppe Öffentlichkeitsarbeit. So ist unter anderem geplant Flyer und Infomaterial an den Schulen zu verteilen und persönlich mit den Schüler/-innen ins Gespräch zu kommen.

Geplant sind ferner Events für die U 16-jährigen in den Jugendzentren. Philipp Lanius von der Projektgruppe Freizeit/Events/Graffiti: "Es gibt zu wenig Veranstaltungen für Jugendliche unter 16 Jahren, und wenn, dann sind diese zu teuer." Kostengünstige Angebote zu entwickeln und die Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche weiter auszubauen, dafür steht der JSR. Auch in den Schülersprechstunden der Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld ist das Thema "Freizeitgestaltung für Jugendliche in Mülheim"  bereits mit Schüler/-innen besprochen worden. Der JSR führt es weiter fort. Graffiti-Projekte mit einem Mülheimer Künstler und ein Spielplatzfest auf der Charlottenstraße stehen ferner auf der Agenda.

Last but not least wird in der Projektgruppe Schule/Bildung/Beruf/Soziales/Prävention nach Lösungsmöglichkeiten für Mittagessen nach Einführung der 60 Minuten-Pause in allen Schulen gesucht. Dazu wird es Unmfragen in den Schulen und Diskussionsrunden mit der OB und Schülersprecher/-innen, -vertreter/-innen geben.
Der Einsatz für Sozialschwächere, Aktionen gegen Rassismus und ein Courage-Training sind weitere Themen dieser Gruppe. "Sozialschwächere Jugendliche sollen ins bessere Licht gerückt werden. Sie sind nämlich nicht immer so schlecht, wie allgemein behauptet.", so René Brinkmeier, Projektgruppensprecher.

Viel ehrenamtliches Engagement kommt also auf die Vertreter/-innen der Mülheimer Jugend zu, aber am Ende des Wochenendes konnten sie bilanzieren, dass schon einiges geschafft ist: man hat sich kennen und mögen gelernt sowie Themen für die politische Arbeit entwickelt. Damit sind die Erwartungen an das Wochenende erfüllt und die Befürchtungen, man könne menschlich und in der Arbeit vielleicht nicht zusammenfinden, nicht eingetreten.

 Die Konstituierende Sitzung des neuen Jugendstadtrates ist am 9. Januar 2009.

 

Kontakt


Stand: 11.12.2008

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