Kettwig vor der Brücke
Die Geschichte
Inmitten eines romantisch reizvollen Berglandes, am linken Ufer der Ruhr gelegen ist Kettwig für die Bewohner der umliegenden Industriestädte ein schnell erreichbares Ausflugs- und Waldgebiet.
Der reizvollste Ausblick ist der zum Höhenzug Hausberg gehörende höchste Punkt "auf der Rötsch".
Die erste urkundliche Erwähnung von Laupendahl (Lopenheldi) ist vom 24. Oktober 834. Von der Brücke in Kettwig stammen die ersten urkundlichen Unterlagen aus dem Jahr 1282. Rings um die aus dem Hof Kettwig hervorgegangene dörfliche Siedlung lagen die Honnschaften Ickten, Roßkothen und Umstand auf der rechten sowie Laupendahl, Breitscheid, Mintard und die Gemarkung Oefte auf der linken Ruhrseite. Diese Honnschaftsbezeichnungen gehen fast alle auf die älteste Zeit der Besiedlung von Kettwig zurück. Verwaltungsrechtlich waren die Honnschaften (die auf der linken Ruhrseite gelegenen gehörten nicht zum Stiftsgebiet Werden, sie waren Teile des Herzogtums Berg) nicht dem Dorf Kettwig angegliedert oder unterstellt.
Mit der Einverleibung des Stiftes Werden 1803 in das Königreich Preußen wurde auch Kettwig preußisch. Die Zugehörigkeit Kettwigs zu Preußen war zunächst von kurzer Dauer. Napoleons Schwager, Joachim Murat, nahm als Großherzog von Berg auch Gebietsteile der beiden ehemaligen Stifte Werden und Essen, ohne auf den Protest Preußens zu hören, in Besitz. Damit kam Kettwig unter französischer Herrschaft. Dadurch wurde erstmalig das Dorf und die Honnschaften zu einer Verwaltungseinheit vereinigt.
Nach der Niederlage Napoleons wurde durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses Kettwig 1816 erneut dem preußischen Staate eingegliedert. Dieser wandelte die Mairie in die Bürgermeisterei Kettwig mit gleichem Verwaltungsgebiet um.
Bis zum Jahre 1843 wurden die Bürgermeistereien Werden und Kettwig von einem Bürgermeister in Personalunion geleitet. Seit dem 1. Oktober 1843 Jahre hat Kettwig einen eigenen Bürgermeister mit dem Amtssitz in Kettwig.
Nach der Verleihung der Stadtrechte am 25. Mai 1857 erfolgte wiederum eine Trennung des geschlossenen Ortes (Kettwig) von den Honnschaften (Kettwig Land), denen je ein Bürgermeister vorstand.
1930 wurde das Amt Mintard, bestehend aus den Gemeinden Laupendahl, Mintard, Breitscheid und Selbeck aufgelöst. Von den Gemeinden Laupendahl und Mintard wurden 400 ha und 2.230 Einwohner Kettwig zugewiesen, die damit ein Gebiet von 1.119 ha mit 9.570 Einwohnern umfasste.
Perle des Ruhrtales
Mit dieser Zuweisung wurde Kettwig zur Perle des Ruhrtales, inmitten eines romantisch reizvollen Berglandes, am linken Ufer der Ruhr gelegen. Für die Bewohner der umliegenden Industriestädte ein schnell erreichbares Ausflugs- und Waldgebiet. Der reizvollste Ausblick ist der zum Höhenzug Hausberg gehörende höchste Punkt "auf der Rötsch". Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Philosophenweg und das Waldtal im nahen Umfeld von Schloß Landsberg, das bächleindurchrauschende Rehtal, der herrlich gelegene alte Waldbestand am Sommersberg, die Rinderbachmühle, die alten Giebel und Winkel der Fachwerkhäuser - deren Mauern schon standen, als der Ort noch Waldgebiet war, der Laupendahler Waldfriedhof mit Grabstätter des Großindustriellen August Thyssen und vieles mehr.
Kontakt
Stand: 12.04.2012





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