Kinderbetreuung - Was haben Unternehmen davon?

Zu einer gemeinsamen Veranstaltung zum Thema "Kinderbetreuung - Was haben Unternehmen davon?" luden die lokalen Bündnisse für Familie aus Mülheim, Oberhausen und Essen gemeinsam mit der IHK zu Essen im Oktober 2013 ein. Best-Practice-Beispiele und Expertenrunden sorgten für einen informativen Austausch.

Anne Dreysel vom Netzwerkbüro "Erfolgsfaktor Familie" in Berlin war überzeugt, dass sich die Investition in familienfreundliche Maßnahmen für Unternehmen lohnt. "Sie erzielen eine intensive Mitarbeiterbindung, die sich durch eine besondere Leistungsbereitschaft auszahlt", betonte die Fachfrau. Arbeitgeber müssten in Zukunft dem Thema noch mehr Beachtung schenken und attraktiver werden, sonst gehe ihnen wertvolle Arbeitskraft verloren. "Gerade für junge und qualifizierte Beschäftigte spielen die Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine große Rolle bei der Wahl ihres Arbeitgebers", so Dreysel.

Für das Jugendamt in Mülheim an der Ruhr nahm die stellvertretende Amtsleiterin, Lydia Schallwig, an der Expertenrunde teil. Sie berichtete, dass es in Mülheim keine Klagewelle von Eltern von Kinder unter drei Jahren gebe. Man sei sich aber bewusst, dass das Quotenziel nur durch Überbelegung erreicht worden sei und nicht alle Eltern einen Platz für ihr Kind in ihre Wunschkita erhalten haben. "Wir arbeiten sehr intensiv an einer Verbesserung der Situation", so Schallwig.

Peter M. Urselmann vom Weiterbildungsinstitut WbI in Oberhausen und Kathrin Parol berichteten von der erfolgreichen Zusammenarbeit beim Pflegenest "Kleine Käfer". Claudia Kippschull vom Elternservicebüro der Universität Duisburg-Essen, stellte die unieigene Kinderferienbetreuung vor und Iris Willmann sprach über die problemlose Nutzung von Belegplätzen in einer Kindertageseinrichtung.

Aber auch kritische Stimmen waren zu hören: Die unterschiedlichen Gebühren in den Städten, die hohen bürokratischen Vorgaben für Tagesmütter und Pflegenester sowie die Qualität der Pflege, die bei Überbelegung der Einrichtungen zu kurz komme, kamen etwa zur Sprache.

Die Verantwortung der Arbeitgeber, gute Voraussetzungen für die Vereinbarbkeit von Beruf und Familie zu bieten, wurde vielfach hervorgehoben. "Das können wir den Familien und Kommunen nicht alleine aufbürden", war das Fazit.

Infos zum Thema:

  • Heinz-Jürgen Guß, IHK zu Essen, Tel. (02 01) 18 92 251
  • Lydia Schallwig, Jugendamt der Stadt Mülheim an der Ruhr, Tel. (02 08) 4 55 45 30.

 

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Stand: 22.10.2013

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