Klimaschutzteilkonzept Kommunale Liegenschaften

Gemeinsam für den Klimaschutz - Wir machen uns auf den Weg

Unsere Ziele

Seit dem Jahr 1992 hat die Stadt sich, mit der Mitgliedschaft im Klimabündnis, ambitionierte Ziele gesetzt. Zu den zentralen Zielen gehört die Senkung des Energieverbrauches durch mehr Effizienz in allen Bereichen. Bis zum Jahr 2030 soll der Kohlenstoffdioxid (CO2) Ausstoß auf der Basis von 1990 halbiert werden. Ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu diesem Ziel ist die Gebäudesanierung und der konsequente Umbau der Energieversorgung der Stadt mit dezentralen Anlagen zur Kraft-Wärme Kopplung, Nahwärmenetzen und Energiespeichern, sowie dem verstärkten Einsatz von regenerativen Energien in allen Bereichen. Ein energetischer Stadtentwicklungsplan und Klimaschutzteilkonzepte bündeln und koordinieren alle Aspekte, um einer verlässlichen und bezahlbaren Energieversorgung gerecht zu werden.

Kommunale Liegenschaften

Die Stadt verfügt über mehr als 300 bebaute Liegenschaften mit etwa 550 Gebäuden, die von verschiedenen städtischen Ämtern - hauptsächlich dem ImmobilienService, beziehungsweise von stadteigenen Gesellschaften - bewirtschaftet werden.
Der Energiebedarf und die CO2 Emissionen dieser Gebäude haben einen vergleichsweise geringen Anteil an dem gesamtstädtischen Strom- und Wärmebedarf sowie den CO2 Emissionen der Stadt. Jedoch betreffen die steigenden Energiekosten den Haushalt der Stadt genauso stark wie jeden Einzeleigentümer von Immobilien und müssen gesenkt werden. Viele dieser Gebäude (Schulgebäude, Kindergärten, Sportanlagen, Altenheime) haben ein Alter von rund 50 bis 60 Jahren und befinden sich daher in einer Phase, in der Sie umfassend saniert und auch energetisch an heutige Wertmaßstäbe angepasst werden müssten.

Der ImmobilienService der Stadt ist hiermit intensiv befasst und hat bereits durch sogenannte PPP-Projekte mehrere Mülheimer Schulen sanieren können, wie beispielsweise die Karl-Ziegler Schule, die Luisenschule und die Willy-Brandt Schule.
Der ImmobilienService arbeitet auch seit einigen Jahren am Aufbau eines eigenen Energiemanagements mit dem Ziel den Gebäudebestand zu modernisieren, energetisch zu ertüchtigen, Kosten zu senken und möglichst energieeffizient zu wirtschaften. In den seit 2009 veröffentlichten Energieberichten wurden erstmals Kennwerte für Wasser, Strom und Wärmebedarf der Liegenschaften ermittelt und miteinander verglichen.
Allein die vom ImmobilienService der Stadt bewirtschafteten Gebäude hatten im Jahr 2010 einen Gesamtenergieverbrauch von 70.557 Megawattstunden (MWh) und emittierten dabei 20.862 Tonnen CO2. Den größten Anteil an den Verbrauchskosten und Verbrauchsmengen hat der Heizenergieverbrauch.

Aufgrund von bereits eingeleiteten Projekten zur Nutzerverhaltensänderung und von investiven Maßnahmen im Rahmen des Konjunkturpaketes II sind 2009 und 2010 Einsparungen im Bereich der Heizenergie (klimabereinigt) von 17,2 % und beim Licht-Kraftstrom um 4,7 % erzielt worden.

Aber es gibt und das ist allen Beteiligten vom Grunde her bewusst, weitere sehr große Einsparpotenziale in den kommunalen Gebäuden. 

Wärmebildaufnahme einer Teilfläche der Mülheimer Volkshochschule erstellt für die Stadt Mülheim an der Ruhr durch das RWE Regionalzentrum Essen.
  • Ungünstiges Temperaturbild im Fensterbereich
  • Sehr gutes Temperaturbild an der Wand
  • Ideales Temperaturbild im Anschlussbereich Dach

Hier setzt das Klimaschutzteilkonzept Kommunale Liegenschaften an. Auf der Basis einer nach heutigen technischen Maßstäben eingeführten Praxis wurden die Gebäude einheitlich energetisch beurteilt, mit einem Benchmark verglichen und die wichtigsten Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauches und der CO2 Emissionen aufgezeigt. Hierbei wird sehr deutlich, dass manch investive Maßnahme sich nicht rechnet, da die Amortisationszeit mehrere Jahrzehnte beträgt, andere hingegen innerhalb von wenigen Jahren. Allein 100 Gebäude wurden vollständig begangen, Gebäudehülle und Gebäudetechnik erfasst, dokumentiert und energetisch bewertet. Eine Datenbank enthält alle für die Beurteilung wichtigen Werte ebenso wie überschlägige Kostenschätzungen für Maßnahmen. Alle Daten werden in das Energiemanagementsystem des ImmobilienService eingestellt, mit Hilfe dessen energiesparende Sanierungsmaßnahmen, Bewirtschaftung und Nutzungen der Gebäude zukünftig geplant, priorisiert und überprüft werden können. In Verbindung mit anderen Erkenntnissen aus dem Energetischen Stadtentwicklungsplan, zum Beispiel zur Wärmedichte, können so auch Umrüstungen von Energieversorgungen geplant werden, die in gesamtstädtische Ziele eingebunden sind. Allein durch die Umstellung von strom- und ölbeheizten Gebäuden auf Nahwärme lassen sich hohe Einsparpotenziale erzielen, die sich in überschaubaren Zeiträumen amortisieren. 

Das Bundesumweltministerium hat  dieses Vorhaben im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit rund 130.000 Euro gefördert und leistet damit einen Zuschuss von 95 %.

Das Klimaschutzteilkonzept Kommunale Liegenschaften ist nunmehr fertig gestellt.
Den Empfehlungen des Konzeptes folgend können deutliche Treibhausgas- und Energiekostensenkungen durch investive (kleine und größere Investitionen) und nicht investive Maßnahmen erreicht werden.

Logo der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit zur Verwendung bei der Internetpräsenz zu geförderten ProjektenLogo des Projektträger Jülich für Veröffentlichungen im Internet, anzuwenden bei Informationen zu geförderten Projekten

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Stand: 01.09.2017

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