Kontrakt "Interkulturelle Städteregion Ruhr" von mittlerweile acht Kommunen unterzeichnet!

Die Zeichen der Zeit erkannt 

Spitzenvertreter der Städte Bochum, Essen, Duisburg, Dortmund, Oberhausen und Mülheim an der Ruhr erklärten am 28. Mai 2010 auf dem Interkommunalen Forum Integration, dass sie weiter gemeinsam daran arbeiten wollen, ihre Verwaltungen interkulturell kompetenter und damit zukunftsfähig zu machen. Zur Besiegelung unterzeichneten sie den Kontrakt "Interkulturelle Städteregion" der von allen Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern der sechs Städte getragen wird.

Migration Interkommunales Forum Integration

Mülheims Sozialdezernent Ulrich Ernst im Kreise der Städtevertreter bei der Unterzeichnung

(Foto: Stadt Bochum)

Kernaussagen des Kontraktes:

Wir möchten, dass:

  1. Interkulturelle Kompetenz als Qualitätsmerkmal in der Verwaltung, insbesondere im Personalmanagement, verankert wird und in die Kriterien für Personalauswahl und Personalentwicklung einfließt.
  2. Der Anteil der Beschäftigten mit Zuwanderungsgeschichte langfristig ihrem Anteil an der Stadtbevölkerung entspricht.
  3. Die beiden vorgenannten Ziele durch nachhaltige interkommunale Zusammenarbeit erreicht werden.

Im Rahmen des Kontraktes sollen langfristige Strukturen für eine dauerhafte Zusammenarbeit in der kommunalen Integrationspolitik der Städte in der Metropole Ruhr geschaffen werden. "Weitere Kommunen sind uns herzlich willkommen", so Beigeordneter Urich Ernst von der Stadt Mülheim an der Ruhr.

Diesem Aufruf sind die Stadt Gelsenkirchen am 26. Oktober 2010 und die Stadt Herne am 26.03.2012 gefolgt und haben den Kontrakt mit unterzeichnet.

Damit die Erklärung auch umgesetzt werden kann, haben die Städte gemeinsam mit Migrantenvertretern Empfehlungen erarbeitet und im Handlungsbuch "Vielfalt schafft Zukunft" zusammengefasst. Das Buch wurde im Rahmen des Interkommunalen Forums erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert und kann wie auch der vollständige Kontrakt unter www.integration-interkommunal.net heruntergeladen werden.

Rund 70 Expertinnen und Experten von Migrantenorganisationen, Personalverwaltung und Integrationsstellen aus ganz Deutschland nahmen an der feierlichen Unterzeichnung des Kontraktes und der Buchpräsentation teil und waren begeistert von den Ergebnissen der interkommunalen Zusammenarbeit.

"Die Unterzeichnung der Erklärung "Interkulturelle Städteregion Ruhr" durch die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister der sechs Städte Bochum, Essen, Duisburg, Dortmund, Oberhausen und Mülheim an der Ruhr ist ein wichtiger Meilenstein in der interkommunalen Zusammenarbeit. Hier arbeiten sechs Kommunen gemeinsam an gleichen Chancen auf Teilhabe für die Menschen in unserer Metropole Ruhr", so Beigeordneter Ulrich Ernst. "Eine für das Thema einmalige Kooperation, die seit nunmehr zwei Jahren funktioniert und so bei den beteiligten Kommunen Synergien erzeugt, die den städtischen Haushalt heute und erst recht in Zukunft entlasten.

Wir wollen interkulturell kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Stadtverwaltungen und verstärkt junge Talente mit Zuwanderungsgeschichte für die unterschiedlichsten Berufe in der Verwaltung gewinnen und ausbilden. Langfristig soll der Anteil unserer Beschäftigten mit Zuwanderungsgeschichte dem Anteil der Bevölkerung in Mülheim an der Ruhr entsprechen, nur so erreichen wir als Verwaltung heute und in Zukunft alle Menschen mit unseren Dienstleistungen", so Ulrich Ernst.

Bereits heute hat in Mülheim an der Ruhr jeder 5. Mülheimer eine Zuwanderungsgeschichte und jedes 2. Neugeborene stammt aus einer Zuwandererfamilie. "Das macht deutlich, wie wichtig es ist, dass wir uns als Arbeitgeberin und Dienstleisterin interkulturell orientieren und öffnen, für und mit den Menschen die schon heute unsere Stadt-Gesellschaft prägen", so der Beigeordnete.

Kontakt

Kontext


Stand: 06.05.2014

[schließen]

Fehler melden

Sie haben einen Fehler gefunden? Bitte teilen Sie ihn uns mit. Ein Redakteur wird sich umgehend darum kümmern.

Ihre Nachricht

Sicherheitscode (Was ist das?)

 

Teilen | Drucken | PDF-Version | RSS-Feed | Fehler melden

Transparenter Pixel