Archiv-Beitrag vom 02.09.2008Konzept für Halle II überzeugt alle - Gemeinsame Basis für den Erhalt ist geschaffen

Am Montag Abend (1.9.) trafen sich auf Einladung der Baudezernentin Helga Sander die Vertreter des Trägervereins "Haus der Vereine in der alten Dreherei" mit allen politischen Entscheidungsträgern sowie dem Geschäftsführer Klaus-Peter Wandelenus der Mülheimer Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) zu einem Gespräch am Runden Tisch. "Wir sind dem Ziel, die Halle II zu retten, jetzt einen großen Schritt näher gekommen", so das Fazit von Baudezernentin Helga Sander.

Martin Menke, der 1. Vorsitzende des Trägervereins stellte das nochmals überarbeitete Konzept vor. Alle waren sich einig: Das nunmehr auch inhaltlich breiter aufgestellte Programm der beteiligten Vereine stelle jetzt eine nachvollziehbare Basis für die Betriebskostenkalkulation dar. Insbesondere deshalb, weil diese sich auf Erfahrungswerte zahlreicher vergleichbarer Vereine in der Region stütze. Vor allem aber überzeuge das für die Stadt notwendige Finanzierungskonzept.

Entscheidend für die Beurteilung war das aufgebrachte Eigenkapital zur Sicherstellung der Landesförderung. Zudem gäbe es berechtigte Annahmen, weitere Fördermittel verschiedener Stiftungen zu erhalten. Auch das Mülheimer Centrum für bürgerschaftliches Engagement (CBE) unterstützt das Vorhaben. Neben den Eigenleistungen der Vereinsmitglieder kann die Unterstützung durch ehrenamtliche Kräfte über das CBE organisiert werden.

Die Fraktionsvorsitzenden Dieter Wiechering (SPD), Wolfgang Michels (CDU) und Lothar Reinhard (MBI) sowie die Vertreter der Fraktionen B90/Die Grünen, Axel Hercher und FDP, Christian Mangen vereinbarten einen gemeinsamen Antrag für die Sitzung des Planungsausschusses am 9. September 2008. Darin soll der MVG der Abschluss eines Erbbaurechtsvertrages empfohlen werden.

Für die Verwaltung sagten Helga Sander und Planungsamtsleiter Martin Harter weitere Unterstützung bei den Fördermittelanträgen sowie der baulichen Umsetzung, für die Architekt Rainer Dittrich ein gutes Stufenkonzept erarbeitet hat, zu. Die denkmalpflegerische Beratung und Abstimmung wird kontinuierlich durch Erich Bocklenberg von der Unteren Denkmalbehörde sichergestellt.

Das wohl prägnanteste Bauwerk des Denkmalensembles des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerkes, die dreischiffige Halle der Dreherei aus dem Jahr 1874, kann damit wohl doch dauerhaft erhalten werden und einer sinnvollen und engagierten Nutzung durch zahlreiche Mülheimer Vereine zugeführt werden. "Auch die MVG habe nunmehr Planungssicherheit bezüglich der Umsetzung des Betriebshofkonzeptes", stellt Wandelenus zuversichtlich fest.

Neben Martin Menke, der dem Verein der Eisenbahnfreunde Mülheim angehört, war der gesamte Vorstand des Trägervereins anwesend, sowie Heinz Obermann als 2. Vorsitzender und Mitglied der Nutzfahrzeug Veteranen Gemeinschaft, Bernd Oehlert als Kassierer, Volker Sasse als 1. Vorsitzender des Mülheimer Rassegeflügelzuchtvereins 1869/1895 sowie Professor Hans Ahlbrecht als Beisitzer und Vertreter der verkehrshistorischen Arbeitsgemeinschaft der EVAG.

Wieder einmal wurde dokumentiert, dass auch ein schwieriges Projekt mit bürgerschaftlichem Engagement gestemmt werden kann.

Hinweis:

Für Samstag, 6. September, lädt der Trägerverein ab 10.00 Uhr alle Interessierten zu seinem Infostand mit historischen Nutzfahrzeugen und einem Streichelzoo des Mülheimer Rassegeflügelzuchtvereins auf den Kurt-Schumacher-Platz ein.

Kontakt


Stand: 03.09.2008

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