Archiv-Beitrag vom 15.05.2014Kooperationserklärung der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet und der Stadt Mülheim

Böden werden vielfältig genutzt beispielweise für die Errichtung von Siedlungs-, Verkehrs- und Gewerbeflächen, zur Nahrungsmittel-produktion, zum Abbau von Rohstoffen, zur Ablagerung von Reststoffen, aber auch zur Erholung. Die Themen Flächenverbrauch und Bodenversiegelung sind im Rahmen der Klimaanpassung von zentraler Bedeutung, denn Böden haben viele natürliche Funktionen. Sie sind Lebensraum für zahlreiche Bodentiere, sie filtern, puffern und wandeln Stoffe, speichern Wasser, speisen Grund- und Oberflächenwasser und wirken somit Klima regulierend.

Unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung: Umweltdezernent Peter Vermeulen (mitte) und Dr. Peter Keil (2.v.l.) von der Biologische Station Westliches Ruhrgebiet

Unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung: Umweltdezernent Peter Vermeulen (mitte) und Dr. Peter Keil (2.v.l.) von der Biologische Station Westliches Ruhrgebiet

(Foto: Volker Wiebels)

Natürliche und andere Nutzungsfunktionen konkurrieren um eine begrenzte und nicht erneuerbare Menge an Boden. Aus diesem Grund richtet sich der Fokus der Bemühungen um einen kommunalen Bodenschutz zunehmend auf den versorgenden Bereich. Da das Wissen um die Bedeutung und Funktion von Boden im Laufe des vergangenen Jahrhunderts in der Bevölkerung weitgehend verloren gegangen ist, liegt ein Schwerpunkt der Aktivitäten in dessen Vermittlung.

Unter dem Motto „Wir machen gemeinsam Boden gut“ haben die Stadt Mülheim an der Ruhr und die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet e.V. in den vergangenen Jahren gemeinsame Aktionen zur Vermittlung von Bodenbewusstsein und Bodenwissen unternommen. Hierzu zählen die gemeinsame Konzeption und Einrichtung der Bodenroute „Mülheimer Bodenschätze“ (mit Unterstützung der NRW-Stiftung) seit 2008 und die Mülheimer Bodenaktionswoche, die vom 19. bis zum 25.09.2009 stattfand. In diesem Zeitraum gelang es den oben genannten Organisatoren gemeinsam mit der Natur- und Umweltschutzakademie (NUA) eine Fülle von Akteuren und eine breite Öffentlichkeit durch zahlreiche Veranstaltungen zu beteiligen, zu informieren und zu vernetzen.

Aufbauend auf diesen Erfolg sind auch für die Zukunft weitere ambitionierte Projekte im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung geplant.

Hierzu zählen:

  • Unterhaltung des Bodenlehrpfades „Mülheimer Bodenschätze“
  • Etablierung und Durchführung des Bodenklassenzimmers
  • ein vielfältiges Exkursionsprogramm zu den Stationen der Bodenroute
  • sowie die Aus- und Fortbildung von Multiplikatoren (Lehrer, Umweltbildner etc.)
  • Integration in laufende Mülheimer Projekte wie z.B. Umwelt/Klimadiplom, Ferienspiele, Klimazone.

Die Kooperationspartner streben gemeinsam an, durch diese Projekte eine breitflächige, dauerhafte und nachhaltige Institution für Mülheimer Bürger und Bürgerinnen zu etablieren.

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Stand: 15.05.2014

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