Archiv-Beitrag vom 08.09.2015Koordinierungsgruppe stellt weitere Kontingente zur Flüchtlingsunterbringung zur Verfügung

"Budapest-München" nun auch in Mülheim angekommen. 
Ernst-Tommes-Straße bereits belegt.

Nachdem die Koordinierungsgruppe um die Dezernenten Uwe Bonan und Ulrich Ernst am Sonntagnachmittag (6.9.) erste Maßnahmen zur zusätzlichen Errichtung von Erstaufnahmeplätzen für Flüchtlinge im Auftrage des Landes eingeleitet hatten, geht es nun weiter.

Mit einer Rundverfügung hatte die Bezirksregierung Düsseldorf die Stadt aufgefordert, ein 300er-Kontingent an Erstaufnahmeplätzen zu schaffen. Die Dringlichkeit hatte der RP mit seinen Brief vom vergangenen Sonntag noch einmal erhöht, in dem es heißt: „bitte um sofortige Prüfung, inwieweit mir im Laufe des Tages (und morgen sowie übermorgen) entsprechende Plätze zur Verfügung gestellt werden können. Dabei kann es sich um Aufstockungen bereits bestehender und betriebener Einrichtungen handeln, aber natürlich auch um die kurzfristige Einrichtung neuer Notunterkünfte“, hieß es aus Düsseldorf.

„Es spitzt sich zu“, so die beiden Dezernenten Bonan und Ernst. „Wir haben tabu frei alle kurzfristig machbaren Möglichkeiten mit den Fachleuten aus der Stadtverwaltung und den beiden Hilfsorganisationen DRK und JUH besprochen. Es geht darum, für die jetzt kommenden Menschen Obdachlosigkeit zu vermeiden“.

Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. 11.08.2015 Foto: Walter Schernstein

Das Ergebnis: Um dem ersten Druck der Unterbringungsverpflichtung Stand zu halten, wurde die Erstaufnahmeeinrichtung an der Lehnerstraße erweitert. In Abstimmung mit der Schulleitung des Berufskollegs wurden fünf Klassenräume des hinteren Traktes (mit Blick auf die belegte Sporthalle) zu Unterkünften umgestaltet. Hier können somit ab sofort 100 weitere Erstaufnahmeplätze geschaffen werden. „Anders ist es für uns logistisch fast nicht möglich noch einmal 100 Menschen rund um die Uhr zu betreuen“, so Frank Langer (DRK) und Jens Ohligschläger (JUH). Denn es gehe hier nicht nur um die Gestellung von Schlafplätzen. An der Lehnerstraße sind auch alle anderen Notwendigkeiten erfüllt: Wasch- und Toilettencontainer sind vorhanden. Und auch die Verpflegungseinheit für drei Mahlzeiten der Menschen am Tag kann auf die neue Kapazität „hochgefahren“ werden.

Erfreut zeigte sich Schuldezernent Ulrich Ernst über die Kooperationsbereitschaft des Saarner Berufskollegs. Im schnellen und engen Kontakt mit dem Berufskolleg Stadtmitte wurden „Ausweichmöglichkeiten“ an der Kluse besprochen. „Wir danken allen, die unbürokratisch, uneigennützig und umgehend geholfen haben“ so Uwe Bonan und Ulrich Ernst. „Wenn das so bleibt, behält der Spruch Wahrheit: Mülheim schafft das“!

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Stand: 09.09.2015

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